Wo am Ortsrand von Calmbach am Bäsweiler Eck der Löffelbuschweg von den Meistern-Hochhäusern her in den Badweg mündet, ist dieser samt der dort abzweigenden Wege derzeit gesperrt. Foto: Schabert

Durch einen Erdrutsch ist das brückenähnliche Bauwerk auf dem Rad- und Wanderweg in Calmbach nach einen Hangrutsch bereits seit einiger Zeit nicht mehr passierbar. Deshalb müssen sowohl Wanderer als auch Radfahrer einen Umweg in Kauf nehmen. Die nötigen Kosten sowie ökologische Gesichtspunkte machen eine Erneuerung derzeit eher fraglich.

Bad Wildbad-Calmbach - Zwei Radwanderer kommen den Löffelbuschweg von den Meistern-Hochhäusern herunter nach Calmbach gefahren. Die am Wegweiser ausgewiesene Strecke beim Bäsweiler Eck über den Badweg neben der neuapostolischen Kirche das Enztal hinauf ist gesperrt. Denn im Wald ist der Staatsforst mit Pflege- und Sicherungsarbeiten am Werk. Für Wanderer sind ab dieser Stelle deshalb gleich drei Wege nicht begehbar und mit großer, beschrifteter Warnfolie geschlossen. "Es wäre schön, wenn es einen Hinweis gäbe, wo es weitergehen kann", sagt einer der Radfahrer.

Der städtische Bauhof hat fürsorglich ein paar Meter weiter an der Kreuzung bei der Engen Brücke die Schilder, die Radlern den Weg weisen, entsprechend gedreht. Sie müssen das Kleinenztal aufwärts nach Verlassen der Häberlenstraße ein Stück Fahrt auf der B 294 durch Calmbach sowie außerorts in Kauf nehmen. Ein Durchkommen ist auf der beliebten Wander- und Radelstrecke nach dem Freibad ohnehin seit einigen Monaten nicht mehr möglich. Durch einen Erdrutsch ist das brückenähnliche Bauwerk am Klammgefühle erzeugenden Steilhang nicht mehr passierbar.

Belagbretter als Absperrung genutzt

Die Bretter, die einst als Belag des Holzstegs mit Metallgeländer über die Stelle führten, haben eine neue Verwendung gefunden. Mit diesen ist der Abschnitt der Gefahren wegen hinten und vorne abgesperrt. Wer hinter die Bretterwände schaut, an denen sich nach den erkennbaren Spuren Leichtsinnige der Absturzgefahr trotzend auch schon vorbeigezwängt haben, versteht warum. Es ist einfach zu gefährlich, das schmale, unterhöhlte Wegstück ohne die alte, teils in der Luft hängende Befestigung zu begehen. Forstrevierleiter Arnold Rauland weiß die Dinge bei seiner Dienststelle, der ForstBW Nordschwarzwald in Calw-Wimberg, in Bearbeitung. Es würde wohl ordentliche Summen verschlingen, wollte man den abgerutschten Hang für Wanderer und Radfahrer wieder durch ein Bauwerk passierbar machen. Dies und ökologische Gesichtspunkte machen die Erneuerung eher fraglich.

Umleitung für Wanderer

Vor dem oberen Ende der desolaten Strecke nahe dem Scheurengrund ist für den Wanderweg mit der gelben Raute eine Umleitung ausgeschildert. Diese soll im nächsten Jahr verbessert und könnte dauerhaft werden. Repariert werden soll auch die auf einer Teilfläche gesperrte Brücke, die beim Scheurengrund die Kleinenz quert. Die Sperrung beim Bäsweiler Eck in Richtung Freibad kann bald wieder aufgehoben werden. Von hier aus sollen dann unter anderem die Kinderschüler zu ihrem Naturkindergarten kommen. Eine Traufpflege und Forstarbeiten wären am Weg und am Hang über dieser Strecke laut Rauland ohnehin nötig gewesen. Insbesondere haben die Fachleute stockfaule Bäume ausgemacht, die aus Sicherheitsgründen in Wegnähe nicht stehen bleiben können.