Blick auf das Zentrum Buhren im Balinger Stadtteil Frommern: 2,7 Millionen Euro beträgt der verbleibende Eigenanteil der Stadt Balingen an der Sanierungsmaßnahme im ZentrumBuhren nach Abzug der Förderzuschüsse. Foto: Eyckeler

Vor einigen Wochen nahm das Sanierungsvorhaben Zentrum Buhren in Frommern eine wichtige Hürde. Als erstes wird wohl der dortige Spielplatz davon profitieren.

Der Balinger Ortsteil Frommern wird von gut 4600 Bürgern bewohnt. Herzstück des größten Stadtteils ist das Zentrum Buhren mitten im Ort. Das Problem: Das Herzstück Frommerns ist mittlerweile in die Jahre gekommen und sanierungswürdig. Anfang Februar nahm die Stadt eine entscheidende Hürde auf dem langen Weg der baulichen Runderneuerung. Wir geben einen Überblick. Das Gebiet dient den Einwohnern als Nahversorgungs-, Geschäfts- und Schulinfrastruktur. Dazu bietet es Wohnraum und einen Spielplatz. Daher liegt es nahe, dass die Verantwortlichen Zeit und Energie in das Sanierungsprojekt stecken. Die Aufnahme in ein Sanierungsgebiet der Städtebauförderung sorgt nun dafür, dass die nötige Fördersumme den Weg in die Eyachstadt findet. Entsprechend groß dürfte die Freude bei Stadtverwaltung und Ortsvorsteher Stephan Reuß sein.

 

Die Verwaltung blickt zurück: „Mit dem festgelegten Förderrahmen in Höhe von 6,9 Millionen Euro hat sich die Stadt Balingen im September 2025 um die Aufnahme in ein Programm der Städtebauförderung beworben. Anfang Februar 2026 erhielt die Stadt vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen die Zusage, dass die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme Buhren Zentrum im Programmjahr 2026 mit 800.000 Euro gefördert wird.“

Die Städtebauförderung beteilige sich, so heißt es weiter, insgesamt mit rund 60 Prozent am Förderrahmen, was einer Co-Finanzierung von etwa 4,1 Millionen Euro entspricht. „Weitere Fördersummen sind derzeit nicht vorgesehen.“

Der Förderrahmen von 6,9 Millionen Euro bildet die von der Stadt Balingen geplante Gesamtinvestitionssumme für die Maßnahmen im Gebiet Buhren Zentrum ab. Der städtische Anteil liegt am Ende also bei rund 2,7 Millionen Euro.

Innerhalb dieses Rahmens sollen laut Verwaltung sämtliche vorgesehenen Projekte umgesetzt werden. Und da hat die Stadt einiges vor. „Neben den geplanten städtischen Maßnahmen wie der Neugestaltung der Freiflächen und des Straßenraums, Neuordnung der Verkehrssituation und Planung eines zweiten Balinger Leuchtturm-Spielplatzes erhalten auch Anwohner im Sanierungsgebiet die Chance, anstehende energetische Sanierungen mit den bereitgestellten Fördermitteln anzugeben“, informiert die Stadt auf ihrer Homepage.

Aktuell werde verwaltungsintern die Sanierungssatzung erarbeitet. Noch vor der Sommerpause sei vorgesehen, dass der Gemeinderat den Satzungsbeschluss für das neue Sanierungsgebiet fasst, heißt es aus dem Rathaus. „Im Anschluss erfolgt die ortsübliche öffentliche Bekanntmachung.“

Nach dem Satzungsbeschluss und der öffentlichen Bekanntmachung können die ersten Maßnahmen im Sanierungsgebiet umgesetzt werden. „Ein erstes zentrales Projekt wird die Planung eines sogenannten Leuchtturmspielplatzes in den Grünanlagen sein“, heißt es.

Balingen präsentiert sich als kinderfreundliche Stadt und will auch künftig als diese gelten. Hierfür nahm die Eyachstadt ihre Spielplätze in jüngster Vergangenheit genau unter die Lupe – im Rahmen einer Spielplatzkonzeption.

Benjamin Rentschler vom Amt für Stadtentwicklung stellte im vergangenen Jahr die Spielplätze im gesamten Stadtgebiet vor und präsentierte Handlungsmöglichkeiten, um die Plätze noch attraktiver zu gestalten.

Ein echtes Schmuckstück bietet demnach der Spielplatz Jahnstraße, der im Zuge der Sanierung des Zentrums Buhren zu einem sogenannten Leuchtturmspielplatz ausgebaut werden soll. Der Planungsstart hierfür ist nach der Sommerpause vorgesehen, also noch in diesem Jahr.