Der Bisinger Arnold Hausch sammelt nicht nur Unikate, sondern schafft auch solche. Foto: Jörg Wahl

Arnold Hausch hat eine faszinierende Sammlung: Der Bisinger schafft Kreatives aus Holz und Gips.

Wer das Anwesen von Arnold Hausch in Bisingen betritt, traut man seinen Augen kaum: Überall, im Wohnhaus wie im Garten, finden sich liebevoll arrangierte Schätze vergangener Zeiten. Über Jahrzehnte hat der 67-Jährige mit großer Kreativität und viel Freizeit ein einzigartiges Sammlermuseum geschaffen, das Besucher immer wieder ins Staunen versetzt.

 

Im Sommer widmet sich Arnold Hausch hauptsächlich dem Garten, der eine wahre Augenweide ist. Im Winter entstehen in Eigenleistung beeindruckende Exponate im Haus.

Besonders angetan haben es ihm die Werkstoffe Holz und Gips, aus denen er eine erstaunliche Vielfalt an Modellen fertigt: von Automodellen im Stil alter Seifenkisten, über historische Segelschiffe und Flugmodelle, bis hin zu Kutterbooten, Lastwagen, Heißluftballons und rund 50 Zentimeter großen Traktoren. Für Motorblock und Steuerrad dieser Traktoren verwendet er ausgediente Nähmaschinen-Teile – einfallsreich und originell.​

Historische Fundstücke

Zwischen die Eigenkreationen gesellen sich sogenannte Scheunenfunde: Werkstatt- und Schuppennachbildungen, wie man sie aus US-Filmen kennt – komplett mit Oldtimer und voll bestückter Werkbank.

Auch zwei detailreiche Eisenbahnanlagen gehören zur Sammlung: eine mit Korkeichen und geschälten Bäumen, die andere zeigt die Insel Rügen samt Kreidefelsen und Leuchtturm.

Rund 20 Weihnachtskrippen, jede ein Unikat in Größe, Material und Gestaltung, vervollständigen das Sammelsurium. Zwei davon stellte Arnold Hausch bereits in den Schaufenstern der Ertelt Apotheken aus. Sogar eine „Schrottkrippe“ mit den Heiligen Drei Königen ist darunter. Viele der Exponate sind Familienerbstücke: In einer alten Vitrine bewahrt er Porzellanpuppen seiner Mutter sowie weitere ausdrucksstarke Figuren auf. Ein Setzkasten mit Werkzeugen und Kleinmaterial stammt noch vom Vater, dazu gesellen sich bäuerliche Geräte und Leinen-Fruchtsäcke aus dem 19. Jahrhundert.

Die Ideen für seine Werke findet der Hobbykünstler in Museen, auf Gartenschauen oder bei Ausflügen – zum Beispiel in den Europapark. Baupläne braucht er selten: Mit viel Gedächtnisarbeit und Improvisation entsteht jedes Stück. Bei der Ausschmückung unterstützt ihn Ehefrau und Floristin Iris.

Ein echtes Sammlermuseum

Mit seinem didaktisch gut aufgestellten Sammlermuseum begeistert Arnold Hausch immer wieder Besucher und führt sie gerne persönlich durch seine Welt der Schätze und Geschichten in Bisingen. Fast täglich kommt ihm eine neue Idee – und mit viel Leidenschaft erweitert er seine große Sammlung.