Seit Anfang März sind die Vorbereitungen für die Saisoneröffnung im Trossinger Naturbad Troase in vollem Gange mit dem eingespielten Troaseteam Edvard Horvat (von links, Daniel Sasse und Mario Schneider. Foto: Ingrid Kohler

Das Team des Trossinger Naturbads Troase steckt mitten in den Arbeiten für den Saisonstart. Die Eröffnungsfeier mit freiem Eintritt steht am Sonntag, 17. Mai, an.

Die Winterpause ist im Trossinger Naturbad Troase eigentlich längst vorbei, denn seit gut vier Wochen stecken die Troase-Mitarbeiter mitten in den Vorbereitungen für die Badesaison 2026.

 

Normalerweise wird das komplette Wasser nur alle zwei Jahre abgelassen, da es aber einige Reparaturarbeiten, so ein Balkenaustausch am Steg und eine teilweise neue Holzverkleidung bei der Treppe sowie den Austausch mehrere Dielen am Steg gegeben hat, wurde das Wasser vor wenigen Wochen komplett abgelassen.

Jetzt wurde zudem ein neuer Sprungstamm eingebaut. Es ist der dritte seit Eröffnung des Naturbades im Jahr 2005. Der letzte Austausch sei im Jahr 2010 gewesen, weiß Troaseleiter Daniel Sasse, der Steg sei im Frühjahr 2016 komplett erneuert worden. „Dies sind alles Arbeiten für die Sicherheit unserer Badegäste.“

Hinten im Strandbereich wurden außerdem 24 Tonnen neuer Rundkies im Spielbereich der Kinder eingebettet. Beachvolleyballfreunde dürfen sich auf ein perfektes Spielfeld freuen, das mit zehn Tonnen neuem Sand ertüchtigt wurde. Die maroden Holzstämme am Sandkasten beim Matschplatz wurden ausgetauscht, auch eine neue Schlegelpumpe für den Wasser- und Matschspaß der Kinder wurde eingebaut.

Baumbestand im Gelände zurückgeschnitten

Die Rutschengrotte muss noch ausgebessert werden. Am Rutschenausgang wurden bereits zwei neue Sträucher gepflanzt und der Sand aufgefüllt. Vor der Eröffnung muss die Rutsche wie jedes Jahr vom TÜV abgenommen werden.

Bereits im Herbst haben die Mitarbeiter das Schilf im Retensionsbecken geschnitten, eine alles andere wie angenehme Arbeit stehend im Wasser. Außerdem bekam die Hecke rund ums Gelände einen Rückschnitt. „Etwa zweieinhalb Kilometer Hecke haben wir“, weiß Sasse. Der Baumbestand im Gelände bekam im Frühjahr einen Rückschnitt, außerdem musste ein größerer Baum, der aufgrund eines Sturms gefallen ist, entfernt werden.

Harte „Knochenarbeit“ im Becken

Fast vier Wochen lang gab es harte „Knochenarbeit“ im Becken, das mit Hochdruckreiniger und Poliermaschine gereinigt wurde. Einige wenige Löcher in der Deckenfolie konnten ausgebessert werden, bevor es jetzt „Wasser marsch“ heißt – innerhalb von vier bis fünf Tagen werden vier Millionen Liter, also 4000 Kubikmeter Frischwasser in das Becken gepumpt. „Mindestens zwei Wochen vor der Eröffnung muss das Wasser im Becken sein, weil es ja noch beprobt werden muss“, erläutert Sasse.

Anschwimmen geplant

Außerdem steht jedes Jahr die Hoffnung im Raum, dass es frühlingshaft schönes Wetter gibt, damit bereits am Eröffnungstag die Wassertemperatur die ersten Gäste zum Anschwimmen lockt. Erfahrungsgemäß sind es Jahr für Jahr einige der treuen Stammgäste.

Neu ist eine Photovoltaik-Anlage mit 30 Kilowatt, die von den Stadtwerken Trossingen installiert wurde. Der gewonnene Strom dient zum Eigenverbrauch der Troase, um somit die Energiekosten zu senken.

Digitales Kassensystem mit Online-Tickets

Neu eingeführt in der Saison 2026 wird ein digitales Kassensystem, mit dem man online Tickets erwerben kann. „Damit stellen wir unser Naturbad modern und zukunftsgerichtet auf, Badegäste können dann ganz bequem jederzeit und ohne Wartezeit von überall aus buchen“, erläutert Larissa Schütz, Mitarbeiterin der städtischen Pressestelle. „Der Badegast kann dennoch so wie früher bei der Kasse am Eingang, die personell besetzt ist, sein Ticket lösen, bar oder mit Karte oder Handy bezahlen“, ergänzt Sasse, „es gibt jetzt aber einen Quittungsbeleg statt der bisherigen Abrisskarten von der Rolle“. Ob sich diese Modernisierung in den Preisen niederschlage oder nicht, sei, so Larissa Schütz, noch offen „das muss der Gemeinderat noch entscheiden“.

Die Öffnungszeiten bleiben gleich wie bisher von 10 bis 20 Uhr, letzter Einlass ist um 19 Uhr. Da die Stadt aktuell auf der Suche nach einem Rettungsschwimmer, Fachangestellten für Bäderbetriebe oder Schwimm-Meister ist, stellt sich die Frage, ob, sofern niemand bis zum Saisonstart gefunden wird, die Öffnungszeiten auch gewährleistet werden können. „Die Troase ist personell gut aufgestellt für eine sichere und schöne Badesaison 2026“, heißt es aus dem Rathaus. „Die Stadt denkt aber schon voraus und möchte eventuellem Fachkräftemangel in künftigen Saisons frühzeitig begegnen. Bei der laufenden Ausschreibung handelt es sich um eine Dauerausschreibung.“

Rettungsschwimmer übernehmen Wachdienste

Troaseleiter Sasse betont mit Blick auf seinen Kollegen Mario Schneider und Edvard Horvart, der für die Pflege der weitläufigen Grünanlagen zuständig ist, „wir sind ein eingespieltes Team, das super funktioniert – ich möchte es nicht mehr missen“. Unterstützung haben Daniel Sasse und Mario Schneider an den Wochenenden mit Wachdiensten der Ortsgruppe Trossingen der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Wir alle hoffen auf eine gute Saison, allerdings mit besserem Wetter wie im vergangenen Jahr, aber vor allem eine unfallfreie Saison wie wir sie in 2025 hatten“.

Die Saisoneröffnung mit freiem Eintritt für alle Gäste steht am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr mit dem Fassanstich an. Die Bewirtung übernimmt der Troase-Kiosk, die DLRG bietet Kaffee und Kuchen an. Außerdem ist für die musikalische Umrahmung gesorgt.

Sommerfest mit Stadtmeisterschaft und Rutschenwettbewerb

Der Termin für eine weitere große Veranstaltung steht fest. Am Sonntag, 26. Juli, veranstaltet die DLRG im Rahmen ihres Sommerfestes die Stadtmeisterschaft im Schwimmen und den seit Jahren so beliebten Rutschenwettbewerb. Für weitere Veranstaltungen sei die Troase offen, „derzeit sind aber konkret noch keine geplant“, erklärt Larissa Schütz.