Zwischen Frühling und Herbst strömten wieder viele Gäste zu den Freizeiteinrichtungen im Kinzig- und Gutachtal. Die Betreiber verzeichnen stabile Zahlen.
Zahlreiche Touristen finden jedes Jahr den Weg ins Kinzig- und Gutachtal. Vor allem die verschiedenen Freizeiteinrichtungen sind für sie immer wieder beliebte Ausflugsziele. Auch Einheimische nutzen die vielfältigen Angebote. Unsere Redaktion hat bei einigen Destinationen nachgefragt, wie die Saison in diesem Jahr lief.
Adventuregolf Gutach: Die Saison beginnt Ende März und läuft – je nach Wetterlage – bis zum ersten Nachtfrost, meist also bis Mitte oder Ende November. Carsten Wöhrle zieht für das vergangene Jahr eine durchweg positive Bilanz, obwohl der Sommer wetterbedingt eher durchwachsen ausfiel. Rund 20 000 Besucher kamen auf die Anlage, erklärt er. Die Frequenz lag damit leicht über dem Niveau der Vorsaison, wobei Wöhrle betont, dass die Zahlen naturgemäß von Jahr zu Jahr schwanken.
Besonders stark besucht war die Anlage während der Ferienzeiten und an Wochenenden. Gerade dann sei der Andrang hoch, weshalb Einheimischen empfohlen werde, ihre Besuche eher unter der Woche zu planen – in Ferienzeiten möglichst gleich am Vormittag statt erst am Nachmittag. Als größte Herausforderung nennt Wöhrle klar das Wetter, das den Saisonverlauf spürbar beeinflusste.
Die nächste Saison soll, sofern kein Schnee liegt, wieder Ende März vor Ostern starten. Für das kommende Jahr soll die Fußballgolfanlage renoviert werden.
Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof: Die Saison in Gutach lief 2025 vom 23. März bis zum 2. November. Mit mehr als 200 000 Besuchern verzeichnete das Museum erneut ein sehr erfolgreiches Jahr und erreichte damit das Niveau der Vorjahre, wie es auf Anfrage unserer Redaktion berichtet. Rund 145 000 Einzelgäste und mehr als 55 000 Gruppenbesucher machten den Vogtsbauernhof nach eigenen Angaben zum besucherstärksten Freilichtmuseum Baden-Württembergs. Auch die museumspädagogischen Angebote blieben stabil: Mit mehr als 1700 gebuchten Führungen und Programmen wurden die Rekordzahlen der Vorjahre bestätigt, heißt es.
Besuchsstark waren vor allem die Frühjahrs- und Sommermonate, in denen das Museum ein durchgehend hohes Aufkommen verzeichnete. Ab September jedoch sorgte das über weite Strecken regnerische Wetter für leichte Rückgänge. Insgesamt zeigt sich die Museumsleitung mit dem Verlauf der Saison unter diesen Bedingungen dennoch sehr zufrieden.
Unter dem Jahresthema „Die einfachen Dinge des Lebens“ standen 2025 zahlreiche neue Angebote. Die Sonderausstellung „Die Galerie der kleinen Sachen“ sowie vielfältige Aktionstage, Vorträge und Mitmachprogramme rückten die Alltagswelt der früheren Landbevölkerung in den Mittelpunkt. Am bewirtschafteten Falkenhof wurden neue Ausstellungseinheiten zur Haus- und Ernährungswirtschaft eröffnet. Zudem konnten die Außenanlagen rund um das 2023 eingeweihte Ortenauhaus fertiggestellt werden.
Zu den besonderen Höhepunkten der Saison zählten die Bepflanzung des museumseigenen Weinbergs sowie der große Ortenauer Trachtentag. Letzterer wurde anlässlich des 750-jährigen Jubiläums der Gemeinde Gutach gemeinsam mit dem Bund Heimat und Volksleben ausgerichtet. Mehr als 600 Trachtenträger aus 25 Gruppen, begleitet von Kapellen und Bürgerwehren, präsentierten bei Festumzug und Bühnenprogramm die kulturelle Vielfalt der Region – ein Ereignis, das auf breiten Zuspruch stieß. Zu den wiederkehrenden Herausforderungen zählen für das Museum „Wetterabhängigkeit, Kostenentwicklung und der Anspruch, ein attraktives Freizeitziel und zugleich ein qualitativ hochwertiger Bildungsort zu sein“.
Für die kommende Saison, die vom 22. März bis zum 1. November 2026 dauert, sind Neuerungen geplant. Unter dem Jahresthema „Begegnungen“ entsteht im Ortenauhaus die Dauerausstellung „WWW – Welt zwischen Wald und Wein“, die die Besonderheiten und Entwicklungen der Region beleuchtet. Herzstück wird das „Forum Ortenau“, eine multimediale, interaktive Landschaftsinstallation, so das Team des Freilichtmuseums. Parallel wird im Hermann-Schilli-Haus der 200 Quadratmeter große Dachboden zu einem Veranstaltungs- und Tagungsraum umgebaut, der ab 2027 verfügbar sein soll.
Das Jahresprogramm 2025 liegt bereits vor und wird am Wochenende vom 12. bis 14. Dezember im Weihnachtsdorf angeboten, heißt es abschließend.
Kinzigtalbad in Hausach: Das Kinzigtalbad in Hausach blickt auf ein insgesamt sehr gutes Jahr zurück, wie Michael Hug auf Anfrage unserer Redaktion berichtet. Als Ganzjahresbetrieb sei die Einrichtung weniger wetterabhängig als klassische Freibäder und könne Besucherrückgänge in Schlechtwetterperioden gut auffangen. Die Sommersaison dauerte 2025 von Mitte Mai bis Mitte September, von Mitte September bis Mitte Mai läuft die Wintersaison. Nennenswerte Unfälle oder besondere Vorfälle gab es nicht, so Hug.
Bis zum 9. Dezember verzeichnet das Bad 169 783 Gäste, davon 82 792 während der Sommersaison. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem leichten Besucherzuwachs von rund fünf Prozent. Besonders besuchsstark zeigte sich der Juni, in dem heißes und stabiles Sommerwetter sowie Ferienzeiten für eine erhöhte Nachfrage sorgten. Deutlich schwache Monate gab es laut Hug nicht, da der Ganzjahresbetrieb für eine verlässliche Grundauslastung sorgt.
Neuerungen oder besondere Veranstaltungen wurden 2025 nicht umgesetzt; geplante Aktionen mussten zudem aufgrund schlechten Wetters abgesagt werden. Personell war das Bad gut aufgestellt, und auch die Kosten entwickelten sich innerhalb des vorgesehenen Rahmens.
Für das kommende Jahr bleibt das Kinzigtalbad durchgehend geöffnet. Die Sommersaison 2026 soll am 11. Mai beginnen. Eine wesentliche Veränderung steht im Saunabereich an: Derzeit läuft die Erweiterung des Angebots, deren Fertigstellung für Ende Mai erwartet wird. Ab der Sommersaison und im darauffolgenden Winter können sich die Saunagäste auf eine zusätzliche Sauna mit Ruheraum und Abkühlbereich freuen.
Sommerrodelbahn Gutach: Die Saison läuft regulär von Ende März bis Anfang November; zusätzlich öffnet die Anlage zwischen den Jahren vom 25. Dezember bis zum 6. Januar jeweils von 11 bis 16 Uhr. Rückblickend beschreibt Julian Groll das Jahr als teilweise durchwachsen, vor allem bedingt durch das instabile Sommerwetter. Mit dem Besucheraufkommen zeigt er sich dennoch zufrieden, auch personell war der Betrieb gut aufgestellt, berichtet er.
Exakte Besucherzahlen lassen sich für die Rodelbahn nicht erheben, da keine Eintrittszählung erfolgt, sondern Tickets pro Fahrt verkauft werden. Die Umsätze liegen jedoch auf dem Niveau des Vorjahres, sodass die Saison mit einem kleinen Plus abschließt. Insgesamt blieb das Besucheraufkommen im Vergleich zur Vorsaison stabil.
Wie üblich zählten die Sommerferien, Feiertage und das Ostergeschäft zu den stärksten Zeiträumen. Der August war 2025 der mit Abstand stärkste Monat. Generell ist die Anlage in Ferienzeiten und an Wochenenden besonders gut besucht.
In der vergangenen Saison standen mehrere kleinere Neuerungen an. Der Außenbereich wurde weiter verschönert, unter anderem durch eine teilweise erneuerte Beschilderung. Zum Saisonstart erfolgte eine technische Revision der Bahn, sodass sie auf dem neuesten Stand ist, so Groll. Zudem kamen eine Softeismaschine und ein Fotoautomat hinzu, an dem Gäste ihre Erinnerungsbilder direkt nach der Fahrt ausdrucken können. Veranstaltungen gab es in diesem Jahr nur in geringerem Umfang; ein besonderes Ereignis war jedoch ein Branchentreffen im März, bei dem Partnerbetriebe aus Deutschland, Polen und Ungarn zu Gast waren.
Die größte Herausforderung bleibt die starke Wetterabhängigkeit des Betriebs. Zudem beobachten die Betreiber einen deutlichen Anstieg spanischer Gäste. Für die kommende Saison soll daher ein Teil der Beschilderung sowie Informationsmaterialien zusätzlich auf Spanisch angeboten werden.
Die neue Saison startet am 21. März 2026. Größere Neuerungen sind nicht geplant, jedoch wird die Anlage laut Groll kontinuierlich weiter optimiert. Ein besonderer Anlass steht im kommenden Jahr dennoch bevor: 2026 feiert die Sommerrodelbahn in Gutach ihr 20-jähriges Bestehen. Zum Saisonende ist ein kleines Geburtstagsevent geplant.
Weitere Informationen
Mehr Infos zu den Freizeiteinrichtungen sowie weitere Ausflugsziele sind online auf der Webseite von Schwarzwald Tourismus unter schwarzwald-tourismus.info oder bei dem Verein Schwarzwald Tourismus Kinzigtal unter schwarzwald-kinzigtal.info zu finden.