Abkühlung im Wasser suchten Tausende Besucher des Familienfests zur Freibaderöffnung in Laguna Weil am Rhein am Pfingstsonntag. Foto: Beatrice Ehrlich

Mit mehr als 5000 Besuchern startet das Laguna Weil am Rhein in die Freibad-Saison. Das Familienfest findet Anklang. Nur an einer Stelle stoßen die Organisatoren an eine Grenze.

Sommer, wie er früher einmal war, konnten Schwimmbadbesucher am Pfingstsonntag im Laguna erleben. Von zehn Uhr am Morgen an tummelten sich Tausende von Besuchern in den Becken, auf der Schwimmbadwiese und im Spielbereich.

 

Das Wetter spielte mit, die Sonne schien sommerlich heiß vom Himmel: Bei mehr als 30 Grad im Schatten suchten viele Abkühlung im Schwimmbecken. Im Nichtschwimmerbereich kam man zeitweise kaum aneinander vorbei. Kinder warfen sich in Trauben die breite Rutschbahn hinunter.

Dicht an dicht hatten die Besucher ihre Handtücher auf der Wiese ausgebreitet und genossen die besondere Stimmung mit DJ-Musik. Hier und da konnte man ein Glas Wein neben einem Handtuch entdecken. Schattenplätze waren vor allem am Nachmittag immer mehr gefragt.

Rundum gelungenes Fest

Mit einem solchen Zulauf hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet. „Wir waren mega-positiv überrascht“, schwärmt Bad-Geschäftsführer Marcel Rülke im Rückblick. Das Familienfest sei rundum gelungen.

Das Wetterglück habe sich auch auf die Wassertemperatur ausgewirkt – von 16 Grad ein paar Tage vorher hatte sich dies dank der Sonne am Sonntag auf 24 Grad erwärmt.

Viele kauften auch Tickets für Wellenbad und Rutschen

Besonders freut Rülke, dass so viele Festbesucher eine zusätzliche Eintritts-Karte erworben haben, um neben dem Freibad, das an diesem Tag mit freiem Eintritt lockte, auch den Innenbereich des Laguna zu nutzen.

Viele kamen aus dem Umland

So habe es ein stetes Hin und Her zwischen drinnen und draußen gegeben, hat er beobachtet.

Die Tauchschule Atlantis bot Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit zum begleiteten Schnuppertauchen. Foto: Beatrice Ehrlich

Die Festgäste waren gekommen, um den ganzen Tag im Laguna zu verbringen. Wie ein Blick auf den Parkplatz zeigte, kamen von ihnen ausnehmend viele aus der nahen Schweiz.

An den Essensständen bildeten sich denn auch bald schon lange Schlangen. Das Personal kam kaum dazu, die vielen Bestellungen abzuarbeiten.

Das Essensangebot war reichlich – die Schlangen lang

Und das, obwohl die Laguna-Geschäftsführer in weiser Voraussicht zusätzlich zum Schwimmbadkiosk noch mehrere Essensstände an verschiedenen Stellen im Bad platziert hatten.

Viele nutzten die neuen Touchscreens zum Bestellen und Zahlen – mussten sich aber dennoch in die Warteschlange einreihen, um das Gewünschte zu erhalten.

Gratis-Kontingent war nicht so schnell erschöpft

Von Pommes frites über Currywurst, Churros, Crêpes, Eis und Süßigkeiten war an alles gedacht. Niemand ging leer aus.

Das von der Brauerei Lasser aus Lörrach gespendete Bier- und Pommeskontingent hielt dem Ansturm lange stand und ging erst gegen Mittag zur Neige.

Viele Helfer sind stundenlang im Einsatz

Rülke, Co-Geschäftsführerin Natalia Golovina, die leitende Schwimmmeisterin Saskia Liermann und ein 20-köpfiges Team allein von Seiten des Laguna sowie viele weitere Helfer scheuten weder Mühe noch Kraft, um den Schwimmbadbesuchern einen schönen Pfingstsonntag zu bereiten.

Halbmarathon gelaufen

Selten habe er so viele Schritte auf seinem Zähler gehabt, so Rülke. Einen glatten Halbmarathon hätten er und einige Kollegen summa summarum absolviert.

Plätze im Schatten waren gefragt. Foto: Beatrice Ehrlich

Auf großes Interesse stießen die Angebote der Tauchschule Atlantis, die im Springerbecken allen Kindern und Erwachsenen, die das wollten, Schnuppertauchgänge mit Flaschensauerstoff ermöglicht haben.

Emma Uhl von der DLRG zeigte mehrere anspruchsvolle Rettungsübungen aus dem Wettkampfsport. Foto: Beatrice Ehrlich

Vom Unterwassertauchgang gab es dann für alle ein Foto – eine Aktion, die sicher vielen in Erinnerung bleibt.

Schwimmschul-Delfin mit neuem Namen

Mit im Boot war auch die Schwimmschule Rülke mit Angeboten von einer Schnitzeljagd bis zur Schwimmabzeichenabnahme. Nach einem Namensfindungswettbewerb mit über 400 Teilnehmern lagen am Ende die Vorschläge „Finni“ und „Swimmi“ für den Schwimmschul-Delfin als Markenzeichen exakt gleichauf.

Fasziniert verfolgten die Zuschauer die Vorführungen aus den Bereichen Apnoe-Tauchen und Rettungsschwimmen. Foto: Beatrice Ehrlich

Im Kreise der Schwimmlehrer wurde dann mit großer Mehrheit „Finni“ als neuer Name gewählt, berichtet Rülke, dessen Ehefrau Doreen Rülke die Schwimmschule leitet.

Tolle Wasserfontänen beim Sprungwettbewerb

Das Impulsiv-Center Weil am Rhein stellte eine sehr gefragte Hüpfburg und hochwertige Preise zur Verfügung. Beim großen Turm-Sprungwettbewerb gingen Dennis, Marcelo und Yanneck siegreich hervor und sicherten sich eine Laguna-Badetasche mit Füllung als Gewinn.

Bis 20 Uhr am Abend ging das Fest, etwa eine Stunde später verließen die letzten Besucher das Bad.

Junge Männer zeigten gewagte Sprünge, drei Frauen in der Jury verteilten Punkte. Foto: Beatrice Ehrlich

Auch für sein Team der Badmitarbeiter sei das Fest eine gelungene Sache gewesen, berichtet Rülke. Bei einer Nachbesprechung am Dienstag habe es durchweg positives Feedback gegeben.

Wiederholung ist noch nicht sicher

Ob das Fest in dieser Form im kommenden Jahr wiederholt wird, konnte Rülke allerdings noch nicht sagen. Dies sei „extrem“ vom Wetter abhängig. In der Vergangenheit habe man oft schon Pech gehabt mit diesem Termin.

Nicht die Schönheit der Sprünge zählte, sondern die Höhe des spritzenden Wassers beim Eintauchen. Foto: Beatrice Ehrlich

Auch die Idee mit dem freien Eintritt stehe auf dem Prüfstand. Vielleicht werde man einen kleinen Eintritt erheben, einen Euro etwa, um die Besucherzahl besser im Auge zu haben. Was für Rülke unzweifelhaft feststeht, ist aber: „Wir wollen öfter Feste machen.“

Der Parkplatz war ruck-zuck voll

Der einzige Wermutstropfen war am Sonntag die Parkplatzsituation. Der Bezahlparkplatz am Laguna sei schnell bis auf den letzten Platz besetzt gewesen, so Rülke. Aufgrund des Monster-Truck-Festivals, für das es beim Fest übrigens auch Tickets zu gewinnen gab, stand der LGS1-Parkplatz nicht zur Verfügung.