Die Pforten des Freibads bleiben vorerst geschlossen. Foto: Fritsch

Der Beginn der Badesaison im Freibad in Stammheim muss noch warten. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen darf es nicht wie gewohnt am 1. Mai öffnen. Wann und unter welchen Bedingungen ein Badetag möglich wird, ist unterdessen noch völlig unklar.

Calw-Stammheim - Es wiederholt sich. Schon vergangenes Jahr stand Ende April alles bereit, um zum 1. Mai in die Badesaison 2020 zu starten. Doch die Pforten des Stammheimer Freibads blieben zu. Erst im Hochsommer hatte die Landesregierung weitere Lockerungen erlassen, sodass das Freibad am 1. Juli öffnen konnte. Ähnlich sieht es dieses Jahr aus. Denn ein Start der Badesaison ist nicht in Sicht. Zu hoch die Inzidenzzahlen, zu streng die daraus resultierenden Maßnahmen.

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage in unserem Newsblog

"Grundsätzlich müssen wir auf die Genehmigung und die Verordnung der Landesregierung warten, die sich höchstwahrscheinlich nach den dann aktuellen Inzidenzwerten richten wird", sagt Andree Stimmer, Pressesprecher der Energie Calw GmbH (ENCW), die das Bad betreibt. Die Mitarbeiter und das Freibad seien auf die Saison vorbereitet – unabhängig. Jedoch wird es etwa zehn Tage dauern, bis das Bad im Falle einer entsprechenden Landesverordnung den Hygienevorgaben zufolge vorbereitet ist, erklärt Stimmer.

Rutsche nicht in Betrieb

Vorarbeiten sei hier nur schwer möglich – denn die Verordnung kennt man ja vorher nicht. "Es kann passieren, dass nur Geimpfte, aktuell Getestete und Genesene das Bad betreten dürfen, wie es schon an anderen Stellen gehandhabt wird", mutmaßt der Pressesprecher. Das Hygienekonzept vom vergangenen Jahr werde also angepasst werden müssen.

Im Sommer 2020 durften maximal 420 Gäste am Tag das Freibad Stammheim besuchen, verteilt auf vier Zeitabschnitte. Duschräume, Sammelumkleideräume und Warmumkleideräume blieben geschlossen. Attraktionen wie Strömungskanal, Massagedüsen und Bodenblubber sowie die große Rutsche waren nicht in Betrieb. Dafür wurde überall öfter geputzt und desinfiziert.

Finanziell bedeutet die verspätete Öffnung ein weiteres Jahr mit deutlich niedrigerem Umsatz, meint Stimmer. In der verkürzten Saison von 1. Juli bis Mitte September 2020 waren rund 15 500 Tickets verkauft worden, wie Stimmer damals gesagt hatte. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 beispielsweise gab es rund 100 000 Besucher zu verzeichnen. Trotzdem hatten die Verantwortlichen damals eine positive Bilanz gezogen. Und: "Da wir das Bad aktuell nicht heizen müssen, sparen wir auch Kosten ein", fügt der Pressesprecher hinzu.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: