Unter anderem durch ein größeres Einzugsgebiet ist der Sängerbund Tieringen gegen das Chorsterben gewappnet.
Die Chorlandschaft verändert sich, viele Chöre geraten in eine Krise. Der Sängerbund Tieringen trotzt den Herausforderungen. Er hat jüngst seine Hauptversammlung im „Glöckle“ im Weiler Geyerbad abgehalten.
In seinem Bericht über das vergangene Jahr ging der erste Vorsitzende Erwin Eppler zunächst auf die verschiedenen Ursachen diverser „Chorsterben“ im Sängerbezirk ein. Ob Chorleiterwechsel, altersbedingte Austritte, längst überholtes Liedgut oder festgefahrene Strukturen – die Ursachen seien dahingestellt. Dem gegenüber stehe allerdings auch eine veränderte Gesellschaft.
Dass es beim Tieringer Chor funktioniere, zeigten die vergangenen Jahre. Der Chor spreche jenes Publikum an, das von einem klassischen vierstimmigen Männerchor begeistert sei. Dazu käme die Auswahl der richtigen Auftrittsorte, gezielte Werbung und intensive Probenarbeit.
Sänger aus sieben Gemeinden
Mittlerweile bestehe der Chor aus Sängern, die in sieben Gemeinden zu Hause seien. Jeder Interessierte kann freitags zur Probe vorbeikommen. „Das Singen im Chor ist so authentisch, dass wir das Innerste der Menschen erreichen können“, so der Vorstand. Chorleiterin Elke Kaufmann stellte dazu fest, dass Singen ein Glücksgefühl auslöse und somit mit zu den gesündesten Hobbys zähle.
Schriftführer Edgar Link ließ in seinem Bericht das vergangene Jahr nochmals Revue passieren, bevor Kassenprüfer Ewald Schneider für den erkrankten Kassier Wolfhard Paul den Kassenbericht, der leider mit einem Minus endete, vorstellte.
„Der Sängerbund ist tief im Ortsgeschehen eingebettet und hat die Herausforderungen der letzten Jahre gemeistert“, stellte die Ortsvorsteherin, Isabella Merkt, fest. Die von ihr vorgeschlagene Entlastung der Vorstandschaft wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Die beiden Kassenprüfer Hans Eppler und Ewald Schneider wurden in ihren Ämtern bis zur nächsten Wahlperiode bestätigt.