Großes Interesse an ursprünglichen, historischen Samenarten: Die Besucher des Betraer Saatgutmarktes bekamen eine große Auswahl präsentiert. Foto: Angela Baum

Beim 1. Betraer Saatgutmarkt präsentierten Saatgutvermehrer aus dem gesamten süddeutschen Raum ihr Angebot.

Beim 1. Betraer Saatgutmarkt in der Hohenzollernhalle gab es Saatgut und weitere nützliche Dinge rund ums Thema Pflanzen und Garten, angeboten von verschiedenen Ausstellern.

 

Der Obst- und Gartenbauverein Betra und der Bürgerverein Zusammenhalt Betra freuen sich mit den Ausstellern auf viele interessierte Besucher aus nah und fern. Egal, ob es nun die über 1500 Tomatensorten waren, die zahlreichen alten Samenarten oder das original Betraer Saatgut: Alle Samen und Pflanzen waren bei den Besuchern heiß begehrt. Das Saatgut – weder hochgezüchtet noch genmanipuliert – soll nicht zuletzt helfen, alte Sorten zu bewahren.

Ziel heißt Sortenvielfalt

Ziel der Veranstaltung war es, der Verdrängung der Sortenvielfalt entgegenzuwirken und sich aktiv für eine größere Vielfalt einzusetzen.

Viele Saatgutvermehrer aus dem gesamten süddeutschen Raum hatten am Sonntagnachmittag einen Stand beim ersten Betraer Saatgutmarkt – und besonders die Stände mit Saatgut waren immer umlagert.

Von Zuspruch überrascht

Manch einer gab seine Produkte mit Mengenrabatt ab oder hatte bereits mit geschnürten Bündeln oder Päckchen vorgesorgt. Organisiert worden war der Saatgutmarkt vom Obst- und Gartenbauverein Betra mit Unterstützung des Bürgervereins Zusammenhalt Betra. Dieter Keck als erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins zeigte sich ganz überrascht vom regen Zuspruch der Hobbygärtner aus der Region, die zum Saatgutmarkt kamen und das Angebot wahrnahmen, sich mit Saatgut oder Stauden und auch mit Blumenzwiebelchen einzudecken.

Am Saatgutmarkt gab es an einigen Ständen auch Fachinformationen. Foto: Angela Baum

Die Händler freuten sich über die rege Nachfrage nach ihrer Ware – kamen sie doch nicht nur aus Betra, Horb oder Umgebung, sondern auch aus Freiburg, Heidelberg, Stuttgart oder aus dem Taubertal. „In Anbetracht der Tatsache, dass die EU die Regeln für Gentechnik lockern will, ist unser Saatgutmarkt aktueller denn je“, betonte Dieter Keck. Er freute sich, dass auch viele Auswärtige am Sonntagnachmittag das Angebot nutzten und im riesigen Pflanzenangebot stöberten.

Saatgut auch aus Betra

Dieter Keck ging auch auf die Historie des ersten Betraer Saatgutmarktes ein. So stellt Harald Zimmermann aus Betra selbst Saatgut her – er kennt die Händler, die am ersten Saatgutmarkt teilnehmen, persönlich. Er war im Vorfeld auf den Obst- und Gartenbauverein zugekommen und hatte gefragt, ob Interesse besteht, einen Saatgutmarkt durchzuführen.

Es gab auch Werkzeuge

Harald Zimmermann war der Hauptinitiator des Saatgutmarktes – er rannte beim OGV offene Türen ein. Fix fanden sich Helfer beim OGV und auch beim Bürgerverein Zusammenhalt Betra.

Neben Saatgut gab es auch Stauden zu kaufen. Foto: Angela Baum

Und der Erfolg gab ihnen recht: Die Händler hatten alle Sorten Saatgut dabei, zudem Beerensträucher oder Büsche. Auch das hochwertige Werkzeug zur Arbeit im Hausgarten oder im Gütle konnte erworben werden – eben alles rund um Saatgut, Samen und Aufzucht von Pflanzen. Auch die notwendige und sehr nachgefragte Beratung rund ums Thema Garten wurde angeboten.

Über 50 Helfer waren vor unter hinter den Kulissen im Einsatz – Dieter Keck zeigte sich stolz darauf, dass am Sonntag alles reibungslos funktionierte. Daher wird es im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich eine Neuauflage des Saatgutmarkts geben.