Von dieser Rampe in 45 Metern Höhe aus startet später einmal der 600 Meter lange Flying Fox. Foto: Krokauer

Im Juni ist Schömbergs Aussichtsturm Himmelsglück feierlich eröffnet worden. Doch damit ist es noch nicht getan. Denn die Brüder Michael und Jürgen Wernecke bauen zwei Seilrutschen, von denen aus Besucher vom Turm in die Tiefe gleiten können.

Schömberg - Wegen dieser beiden neuen Seilrutschen müssen ein paar Bäume weichen. Demnächst beginnen die Rodungsarbeiten, wie Marina Moser, Leiterin der Touristik und Kur (TuK), auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Sie sollen vor Weihnachten abgeschlossen sein, war von ihr weiter zu erfahren. Die neuen Attraktionen sollen noch mehr Besucher zum Turm gelockt werden. Bislang kamen im ersten Halbjahr fast 30 000 Gäste zu neuen touristischen Attraktion der Glücksgemeinde.

 

4,2 Millionen Euro Kosten

Wie die Arbeiten an den beiden Rutschen selbst vorankommen, hängt vom Wetter ab, so Moser. Wenn alles fertig ist, können mit dem rund 600 Meter langen Flying Fox Mutige vom Turm aus mit dem Kopf voran liegend an einem Doppelstahlseil hängend in den Schömberger Kurpark rauschen. Start ist an der Turmplattform in 45 Metern Höhe.

Gemütlicher geht es bei der Fly-Line zu. Bei ihr hängen Gäste in Sitzgurten und gleiten in die Tiefe. Sie beginnt an der Turmrampe in 35 Metern Höhe und ist rund 500 Meter lang. Die beiden Investoren Michael und Jürgen Wernecke geben für das Vorhaben einschließlich der zugehörigen Infrastruktur rund 4,2 Millionen Euro aus, hatte Michael Wernecke, Geschäftsführer der Schömberg Erlebnis GmbH, bereits vor einiger Zeit vorgerechnet. Am Dienstag war Michael Wernecke für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen. Die Schömberg Erlebnis GmbH betreibt die beiden Rutschen. Gegen das Vorhaben hatte sich aber auch Widerstand geregt. Anwohner des Kurparks fürchteten ein Parkchaos, Lärm und Müll. Aber auch das Abholzen von Bäumen beklagten einige Nachbarn.

Belag verbessert

Während der Arbeiten an den beiden Rutschen sind auf dem Weg von der Straße zum Turm Baumaschinen unterwegs. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten bekommt der Weg einen neuen feinen Belag, erläutert Moser. Er wird aus Umweltschutzgründen aber nicht asphaltiert. Wegen des provisorischen Schotterweges kamen bereits Beschwerden aus der Bevölkerung, weil die Strecke für Rollstuhlfahrer ein kaum zu überwindendes Hindernis ist. Inzwischen wurde aber ein anderer Belag aufgebracht, bevor im nächsten Jahr die endgültige Lösung kommt. "Er ist deutlich besser", freute sich Moser.