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Rust Europa-Park startet mit Millionen-Verlust in neue Saison

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Nach der Corona-Krise öffnet der Europa-Park Ende Mai wieder seine Pforten. Foto: Europa-Park

Rust - Der Europa-Park hat seinen Saisonstart aufgrund der Corona-Krise um acht Wochen verschieben müssen. Park-Chef Roland Mack berichtete in einer Online-Pressekonferenz am Dienstag, dass man während dieser Zeit einen Umsatzverlust von 100 Millionen Euro erlitten habe. Aufträge in Höhe von 40 Millionen Euro seien vorerst eingestellt.

Die Zeit ohne Betrieb sei nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. "Ein Unternehmer möchte unternehmen und nicht unterlassen", teilt Mack mit. Man habe als Familienunternehmen bisher nur "Eigenkapital verbrannt", wie mehrfach betont wurde. Mack kritisierte in diesem Zusammenhang, mancher Großkonzern wolle Aktionären Dividenden zahlen und rufe gleichzeitig nach staatlicher Unterstützung.

Europa-Park muss Besucherzahl beschränken

Zu den vergangenen Tagen meinte Mack: "Diese Gefühlslage will ich kein zweites Mal erleben." Man habe einen Krisenstab einberufen und ständig Kontakt zur Politik gehalten. Sorge habe er um seine Mitarbeiter und die 10.000 indirekten Arbeitsplätze gehabt. 4000 der Parkmitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Aus eigenen Mitteln habe man das Gehalt dann noch um 20 Prozent aufgestockt. Das sei ein Herzenswunsch der Familie gewesen, so Mack. Mit einem "rollierenden System" werde man nun nach und nach viele der Mitarbeiter wieder zurück in den Park holen.

Von 300 Künstlern wären bereits 60 wieder vor Ort. Die großen Shows würden aber vorerst nicht durchgeführt. In ein bis zwei Wochen werde man die kleinen Bühnen wieder aktivieren, so die Betreiber. Solange würden die Künstler in den Park integriert werden und beispielsweise für das Verteilen von Desinfektionsmitteln eingesetzt.

Ganz Rust leidet unter Corona-Schließungen

Ausgelegt waren die vorläufigen Pläne der Inhaberfamilie auf eine Pause bis Juni. Der frühere Start sei nun "ein Glücksfall". Angepeilt werde jetzt vorerst eine "schwarze Null" für den Park. Von den behördlich zugelassenen 30.000 täglichen Besuchern werde man vorerst nur 10.000 pro Tag in den Park lassen. Der Park sei jetzt vor allem auf ein kooperatives Verhalten der Besucher angewiesen, erklärt Mack.

Was ändert sich nun durch Corona?

Los geht es für den Europa-Park am Freitag, 29. Mai. Doch wird sich im Rahmen der Corona-Krise einiges ändern. Zum Saisonstart gelten neue Regeln und Empfehlungen, die in einem Infofilm gezeigt werden.

So kann man ab Freitag am Eingang kontaktlos sein online erworbenes Ticket scannen. Die Abstandsregeln gelten auch im Park und es besteht eine Maskenpflicht in allen Attraktionen. Es wird geraten, mehrere Masken zum Besuch mitzunehmen.

Virtuelles Anstehen möglich

An den Bahnen kann man sich nun virtuell anstellen und bekommt eine Benachrichtigung per App, wenn man an der Reihe ist. So könne die Zeit bis zur Fahrt auch für anderes genutzt werden und es entstehen keine Schlangen, heißt es von Seiten des Parks.

In den Attraktionen bleibt jede zweite Reihe frei und die Bügel müssen von den Fahrgästen selbst geschlossen werden. Mitarbeiter würden das aus sicherer Entfernung überprüfen. Mack versicherte in der Pressekonferenz, das dies kein Sicherheitsrisiko sei, da keine Bahn ohne geschlossene Bügel losfahren könne.

Weiter werden Mitarbeiter im gesamten Park auf die Einhaltung der Regeln achten und Desinfektionsmittel anbieten.

Maskenpflicht auch in den Restaurants

Beim Besuch eines Park-Restaurants müssen Masken getragen werden. Die Mitarbeiter begleiten einen dann an einen freien Platz. Dort darf man die Maske dann wieder abnehmen.

Um das Befolgen der Abstandsregeln zu belohnen, teilte Michael Mack weiter mit, werde vom Park eine Social-Distancing-App angeboten. Diese ermittelt während des Besuchs, ob man sich an die Regelungen halte. Sollte dies der Fall sein, werde einem beispielsweise eine Achterbahnfahrt ohne Anstehzeit angeboten.

Jahreskarten ausgesetzt

Gruppenangebote und Jahreskarten sind während der eingeschränkten Phase ausgesetzt. Der Park hätte hier keine andere Wahl, meinen die Betreiber und bitten um Verständnis. Für Jahreskartenbesitzer soll jedoch die Zeit angerechnet werden, in der die Karte nicht nutzbar sei.

Neue Attraktionen geplant

In der 45. Saison soll es außerdem neue Attraktionen im Park geben. So ist geplant, Ende Juli die "Piraten von Batavia" neu zu eröffnen. Sie wurden bei einem Brand vor zwei Jahren zerstört und nun wieder aufgebaut.

Die VirtualReality-Attraktion "Yullbe" in der zurzeit geschlossenen Wasserwelt "Rulantica" soll ebenfalls noch im Jahr 2020 vorgestellt werden. Die Betreiber sind zuversichtlich, "Rulantica" in den nächsten Wochen ebenfalls wieder öffnen zu können.

Der Wartebereich der Achterbahn "Bluefire" wurde neu eingerichtet und bietet laut den Betreibern nun mehr Platz und eine große LED-Wand, auf welcher neue animierte Inhalte gezeigt werden. "Ein ganz neues Erlebnis", wird versprochen.

Im Park eröffne außerdem ein gläsernes Radio- und TV-Studio, mit dem über ein vereintes Europa berichtet werden soll. Das Konzept Europa sei der Familie Mack natürlich wichtig, weshalb dieses Studio nun im französischen Viertel des Europa-Parks entstehe.

Darüber hinaus werde im Rahmen einer Markenkooperation der europaweit erste "Magnum Store" eröffnen. Hier soll man im Island-Bereich des Parks sein eigenes Magnum-Eis nach den eigenen Vorlieben gestalten können.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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