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Rust Europa-Park: So sieht die Wasserwelt Rulantica aus

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Europa-Parks neue Wasserwelt Rulantica hat neun Themenbereiche. Foto: (nk)

Rust - Kurz vor 10 Uhr auf dem Parkplatz des Wasserparks Rulantica in Rust (Ortenaukreis): Noch sind die Bauarbeiten draußen im Gange, der allerletzte Feinschliff muss noch verpasst werden. Innen in der Wasserwelt des Europa-Parks ist man schon nahezu fertig, hauptsächlich Schönheitsreparaturen wird es bis zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag noch geben. Doch bereits vorab bekommen Anwohner aus Rust und der Nachbargemeinde Ringsheim die Chance, vorab und exklusiv die neueste Errungenschaft aus dem Hause Mack zu testen. Und diese Möglichkeit wird von den Einheimischen rege genutzt. Schon am Morgen bildet sich am Einlass eine Schlange.

"Svalgur", eine riesige Wasserschlange, befindet sich im Inneren des Parks. Mehrere Meter groß ist der Kopf des mystischen Wesens, das in einer Ecke in einem Eisblock festgefroren scheint. Ihr Körper dient den Besuchern als Wasserrutsche. Passenderweise hängt das Skelett von "Svalgur" im zu Rulantica gehörenden Hotel Kronasar. Es sind solche Details wie dieses, die die Europa-Park-Handschrift auch in Rulantica mehr als deutlich machen. Komplett im skandinavischen Stil gehalten, ist im Wasserpark jedes Detail stimmig, alles passt zusammen und würde auch als Riesenattraktion in den Europa-Park passen.

Wie die neue Wasserwelt aussieht, sehen Sie im Video:

Das absolute Vergnügen sollen die Rutschen bieten

Doch genau das ist Rulantica nicht, auch wenn man bei Konzept und Bau natürlich vom Europa-Park gelernt habe, wie Wasserpark-Leiter Kevin Kruschwitz sagt. Er selbst war zwölf Jahre lang Parkleiter im Europa-Park und will diese Erfahrungen auch in der Wasserwelt einbringen. Der Spaß steht dabei im Vordergrund – auch beim sogenannten Pre-Opening für die Ruster und Ringsheimer, die sich im Vorfeld dazu online anmelden konnten. Im Eingangsbereich bedanken sich die Macks auf einem Banner bei den Besuchern, die die Baustelle in den vergangenen zwei Jahren mehr oder weniger vor der Haustür hatten, für die Zusammenarbeit. Dieses Dankeschön kommt zumindest bei den ersten Gästen an, der Spaß ist den Besuchern anzusehen.

Das absolute Vergnügen sollen im Wasserpark die Rutschen bieten: Diese wurden mit Absicht in den verschiedenen Themenbereichen in den Ecken des Gebäudes "versteckt", erklärt Betriebsleiter Kruschwitz. Daher wirkt Rulantica im Vergleich zu anderen Spaßbädern von innen noch größer und weitläufiger. Klein sind die insgesamt 17 Rutschen aber keineswegs. Sie sind eher groß und in der Mehrzahl nur mit Reifen zu befahren, sagt Kruschwitz. Einige sind sogar nur für Zweier- oder Vierergruppen zugelassen. Dadurch will man Familien auch im Park beisammenhalten, sie können gemeinsam rutschen.

Dieses Konzept kommt auch bei den ersten Gästen an. Vor allem die Steilwand-Rutsche "Vinter Rytt", am Schlangenkopf vorbei, sorgt beim Badepublikum für Begeisterung. Noch bei der nächsten Rutsche anstehend, schwärmen die Besucher immer noch über die Fahrt. Das Fazit: "Die fahren wir noch mal." Andere Rutschen sind ebenfalls gut zu fahren, allerdings nicht so spektakulär wie die beiden Freefall-Rutschen "Dugdrob" und "Vildfal". Die beiden beinahe baugleichen Hochgeschwindigkeitsrutschen können bei gleichzeitigem Start auch als Wettbewerbsstrecke genutzt werden. Am Probetag ist jedoch nur eine der beiden Attraktionen geöffnet. Doch auch ohne Wettbewerb kommen die Gäste voll auf ihre Kosten. Wie in einer Raumkapsel wartet man auf den Start, nach einem adrenalinfördernden Countdown geht’s los: Die Bodenklappe öffnet sich und der "Pilot" startet im freien Fall in den Parcours. Mit Lenken ist in der Rutsche aber nicht viel. Durch die Geschwindigkeit hat man so viel Wasser im Gesicht, dass es im Blindflug nach unten geht. Für 10 bis 15 Sekunden, so lange dauert die Fahrt, fühlt man sich hier tatsächlich ein wenig, als wäre man in einer Achterbahn. Das euphorische Gefühl nach der Fahrt inklusive.

Zum Runterkommen danach stehen in der Wasserwelt Rulantica zahlreiche Liegestühle bereit. Einen extra ausgeschriebenen Ruhebereich sucht man im Wasserpark jedoch vergeblich. Eltern können zum Entspannen stattdessen mit ihren Kleinen im Kinderbecken – inklusive Rutschen – planschen oder ins Wellenbad gehen. Dass es bisher keinen Wellness- oder Saunabereich gebe, sei gewollt, sagt Kruschwitz. Man wolle eines richtig machen, statt vieles ein bisschen. Zunächst liege der Fokus auf dem gemeinsamen Familienerlebnis, ein Wellnessbereich sei in Zukunft aber denkbar. Schließlich hat Rulantica noch Erweiterungspotenzial: Von 45 Hektar sind noch 23 frei.

Rund 180 Millionen Euro hat der Bau insgesamt gekostet

Erst einmal will man in Rust aber nun die offizielle Eröffnung am Donnerstag über die Bühne bringen. Danach können Erfahrungswerte gesammelt werden, etwa in Bezug auf die Wartezeiten bei den einzelnen Rutschen. Diese sollen später auf Bildschirmen angezeigt werden. Vorher haben an diesem Sonntag noch mal angemeldete Ruster und Ringsheimer die Gelegenheit, Rulantica zu testen. Zudem steht eine Evakuierungsübung mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft an, bei der 3400 Menschen beteiligt sein sollen. Also in etwa so viele, wie maximal gleichzeitig baden können (3500). Im Hochbetrieb rechnet man im Wasserpark täglich mit rund 5000 Besuchern. Kein Vergleich also zu den Zahlen des Europa-Parks, wo sich gut und gerne mal 40.000 Gäste am Tag tummeln. Es wird eine Weile dauern, bis die investierten 180 Millionen Euro wieder in die Kasse gespült sind.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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