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Rust Europa-Park muss wegen Corona-Gefahr Besucherzahl begrenzen

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Nach der Corona-Krise öffnet der Europa-Park Ende Mai wieder seine Pforten. Foto: Europa-Park

Rust - Nach zwei vergeblichen Anläufen startet der Europa-Park in Rust am 29. Mai in die Sommersaison. Wenn auch zunächst mit begrenzter Besucherzahl – die Öffnung sorgt bei der Wirtschaft im Ortenaukreis für kollektives Aufatmen.

Die von Bund und Land beschlossenen Lockerungen der Corona-Regeln machen es möglich: Pünktlich vor Pfingsten darf Deutschlands größter Freizeitpark, der in diesem Jahr seinen 45. Geburtstag feiert, seine Drehtore aufsperren. Allerdings werden nicht so viele Menschen wie üblich durch sie hindurchströmen: Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, muss der Park die Besucherzahlen zunächst reduzieren. Eine genaue Zahl sei noch nicht definiert, sagte Engelbert Gabriel aus der Geschäftsleitung am Freitag unserer Zeitung. Auf der Internetseite des Parks ist von einer "signifikanten Begrenzung" die Rede. An Spitzentagen pilgerten in den vergangenen Jahren bis zu 45.000 Achterbahn-Fans nach Rust.

Rund 2000 Angestellte waren in Kurzarbeit

Als ursprünglichen Eröffnungstermin hatte der Europa-Park den 28. März anvisiert, dann sollte es der 19. April sein. Beide Male machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Entsprechend erleichtert zeigte sich Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare (SPD), dass Stuttgart nun grüne Licht gegeben hat: "Die Belastung unserer Unternehmen war sehr groß, wir sind froh, dass nun dieser erste wichtige Schritt gemacht wird."

Europa-Park-Gemeinde Rust leidet unter Schließungen

In der südbadischen 4300-Seelen-Gemeinde gibt es rund 300 Beherbergungsbetriebe. Nur ein Bruchteil hängt nicht am Tropf des Parks, der vergangenes Jahr 5,7 Millionen Besucher zählte. Dazu kommen Gastronomen, Handwerker und Dienstleister einer ganzen Region, deren Wohlergehen eng mit dem der Ruster Spaßfabrik verknüpft ist. Der Europa-Park selbst musste wegen der coronabedingten Schließung rund die Hälfte seiner mehr als 4000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

Einen Komplettstart wird es nicht geben. Ab dem 18. Mai fährt zunächst die Gastronomie hoch. Elf Tage später dürfen wieder Übernachtungsgäste in die sechs parkeigenen Hotels einchecken. Im Freizeitpark selbst finden zunächst keine Shows statt, dazu kommen verschärfte Hygieneregeln inklusive Maskenpflicht und dem obligator-ischen Anderthalb-Meter-Abstand. Um die Besucher auf Distanz zu halten, entwickelt der Park nach eigenen Angaben derzeit eine spezielle App, die man sich freiwillig aufs Handy laden kann.

Wasserwelt bleibt vorerst geschlossen

Spontanbesuche in Rust sind erstmal ausgeschlossen: Wegen der beschränkten Besucherzahl wechselt der Europa-Park von der bislang üblichen saisonal gültigen Eintrittskarte auf tagesdatierte Tickets, die ab dem 13. Mai ausschließlich über einen Online-Shop zu haben sein werden. Außen vor bleiben dabei zunächst Gäste aus dem Ausland. Wegen der Grenzschließungen muss der Europa-Park auf sein Klientel aus den Nachbarländern Schweiz und Frankreich verzichten, das in "normalen" Jahren einen Großteil des Besucheraufkommens ausmacht.

Und noch ein Wermutstropfen gibt es zum Neustart: Die Wasserwelt Rulantica, die sich der Park 180 Millionen Euro hat kosten lassen und erst im November 2019 Eröffnung feierte, bleibt auf Behördengeheiß bis auf Weiteres geschlossen.

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