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Rust Europa-Park: Ganze Gemeinde leidet unter Corona-Schließungen

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Die Gemeinde Rust trifft die Schließung des Europa Parks und der Wasserwelt Rulantica hart. Foto: dpa

Rust - Durch die Corona-Krise sind momentan alle Freizeitparks in Deutschland stillgelegt - so auch der Europa-Park und die Wasserwelt Rulantica. Doch nicht nur den Vergnügungsparks brechen dadurch die Einnahmen weg. Auch die Gemeinde Rust leidet unter den Schließungen

"Rust, aber auch die gesamte Region, ist natürlich auf Tourismus eingestellt", fängt Kai-Achim Klare, Bürgermeister der kleinen Gemeinde im Ortenaukreis, an zu erzählen. "Der Europa-Park ist inzwischen seit vielen Jahren ein Tourismus-Magnet und lockt sowohl Gäste aus Deutschland als auch aus dem Ausland an."

Und wie viele Gäste das sind: In der vergangenen Saison seien über 5,7 Millionen Besucher in dem Freizeitpark gewesen; die Hotels seien während der Saison zu über 90 Prozent ausgelastet, wie Engelbert Gabriel, Sprecher der Geschäftsführung des Europa-Parks, mitteilt. Hinzu kommen außerdem die Besucher der Wasserwelt Rulantica, die erst im November 2019 eröffnete.

Auch die Betriebe in Rust leiden

Momentan können die beiden Freizeitparks wegen der Pandemie jedoch nicht einen Besucher zählen und das bedeutet nicht nur hohe Umsatzeinbußen für den Europa-Park - es trifft auch die Betriebe, die dort normalerweise mit tätig werden. "Der Europa-Park ist natürlich ein großer Wirtschaftsbetrieb in der Region. Daran hängen Hotels, Gastronomien, Handwerksbetriebe, Wäschereien - eben alles, was man sich so vorstellen kann. Das ist jetzt alles auf Null runtergefahren. Und das trifft die Betriebe hart. Vor allem die, die kürzlich erst Kredite aufnehmen mussten", berichtet der Bürgermeister weiter.

Außerdem seien auch Unterkünfte, Gastronomien und Geschäfte, die sich direkt in Rust befinden, betroffen, weil auch diesen die Laufkundschaft durch die ausbleibenden Europa-Park-Touristen fehlen. "Immerhin kommen an starken Tagen normalerweise mehrere zehntausend Besucher nach Rust", sagt Klare.

Im November 2019 waren wir zur Eröffnung in der Wasserwelt Rulantica:

Wie hoch der wirtschaftliche Schaden dabei für die Gemeinde Rust ist, kann Klare noch nicht beziffern. "Das wird erst Ende des Jahres möglich sein", sagt der Bürgermeister. Fakt sei jedoch, dass momentan kaum Gewinne erzielt werden können, was für eine Kommune, die steuerlich so stark am Tourismus hänge, natürlich hart sei.

Auch der Europa-Park musste Kurzarbeit anmelden

Sowohl die Gemeinde als auch der Europa-Park und alle Tourismusakteure seien sich jedoch von Anfang an einig gewesen, dass die von der Regierung veranlasste Schließung notwendig sei, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern und Leben zu retten, macht Klare deutlich: "Das hat für uns oberste Priorität!"

Erste Einblicke in die neuen Piraten in Batavia gibt es hier:

Dennoch: auch der Europa-Park musste Kurzarbeit anmelden. Zuvor haben die Mitarbeiter Überstunden und alte Urlaubstage bei voller Lohnzahlung abgebaut, teilt der Sprecher der Geschäftsführung des Freizeitparks mit. Die Familie Mack, der der Europa-Park gehört, unterstütze die Mitarbeiter mit einer freiwilligen zusätzlichen Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.

Bürgermeister Klare hat bereits Vorstellungen von einer möglichen Wiedereröffnung

Mit den neuen Corona-Lockerungen, die am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossen wurden, sollte sich für den Europa-Park und die Gemeinde Rust jedoch ein Lichtblick aufgetan haben: Ab Pfingsten dürfen Freizeitparks unter gewissen Auflagen, die noch beschlossen werden müssen, möglicherweise wieder öffnen. Doch ist das in der Praxis auch umsetzbar?

Der Europa-Park teilt mit, dass er in Kürze darüber informieren werde, wie eine mögliche Öffnung der Anlagen aussehen könnte. Bürgermeister Klare hat ebenfalls bereits eine grobe Vorstellung davon, wie das funktionieren könnte: "Hygiene müsste dabei natürlich groß geschrieben werden." Außerdem müsse man mit einem deutlich kleinerem Besucherkontingent rechnen. Denkbar wären für den Bürgermeister Online-Ticket-Buchungen, damit die Gästezahl reguliert werden kann und sich kein Besucher umsonst auf den Weg macht. Auf jeden Fall müsse man den Europa-Park wieder langsam hochfahren, meint Klare: "Am wichtigsten ist, dass sich die Besucher sicher fühlen."

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