Schon Kinder werden zum Militarismus erzogen. Foto: Imago//Kirill Kallinikov

Mit der Invasion in der Ukraine zerstört sich Russland auch selbst. Viel Russen ertragen das nur, indem sie die Realität von sich fernhalten. Ein verstörendes Bild.

Krieg? Welcher Krieg denn?“ Es war der 24. Februar, als der Wachmann Sergej, der ein Bürohaus im Westen Moskaus bewacht, müde und irritiert von seinem Smartphone aufschaute. An jenem nassen Februartag hatte der russische Präsident Wladimir Putin seinen Befehl zum Überfall der Ukraine gegeben. „Ach das, in der Ukraine. Dort gibt es doch eine militärische Spezialoperation“, sagte Sergej mit den Worten seines Präsidenten. Der Ukraine-Boulevard ist nicht weit weg von seinem Arbeitsplatz, der Kiewer Bahnhof ist in Fußdistanz, das Hotel Ukraina strebt hier um die Ecke in die Höhe. Die Ukraine ist in dieser Ecke Moskaus allein sprachlich präsent.

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