Heißt mittlerweile auch bei der Bäckerei Armbruster wieder so: "Russischer Zupfkuchen". Foto: Warnecke (Symbol)

Wegen des Kriegs in der Ukraine hat eine Ortenauer Bäckerei-Kette eine fragwürdige Entscheidung getroffen – und schnell wieder revidiert.

Schutterwald - Aus "Russischem Zupfkuchen" und "russischer Zupfschnitte" wurden quasi über Nacht "Zupfkuchen" und "Zupfschnitte": In einem Rundschreiben an ihre mehrere Dutzend Filialen in der Region hatte die Schutterwälder Großbäckerei Armbruster eine entsprechende Umbenennung angeordnet.

Das auf 28. Februar datierte Schreiben gelangte über die sozialen Medien an die Öffentlichkeit, wo sich über dem Unternehmen ein ausgewachsener Shitstorm ergoss. Von Mobbing, Rassismus und sogar einem Boykott der Bäckerei war in Kommentaren zu lesen.

Daraufhin meldete sich Armbruster selbst via Facebook zu Wort: Man habe "in der gegenwärtigen Situation unsere Solidarität zum Ausdruck bringen" wollen. Das sei "ungeschickt" gewesen, "aber zu keiner Zeit diskriminierend gemeint".

Die Bäckerei entschuldigte sich und nahm die Namensänderung nach kurzer Zeit wieder zurück. Dafür gab es dann ebenfalls entsprechende Rückmeldungen. "Es gehört Größe dazu, einen Fehler einzugestehen. Respekt dafür!", hieß es etwa.