In Empfingen sind die Rußhexen los. Foto: Baiker

„Warnung – Sie könnten schwarz werden“, so war auf großen Hinweisen entlang der Straßen in Empfingen zu lesen.

Am Rußigen Donnerstag waren die Rußhexen wieder ab 12 Uhr auf der Straße, um Kinder und Erwachsene, die nicht schnell weglaufen konnten, mit Ruß schwarz zu machen. Damit dies nicht ausartet, gab es im Radlerheim vorab eine Hexensuppe, gespendet von Zahnarzt Christoph Kleindienst und Allgemeinärztin Corinna Schiletz. Die Metzgerei Adler hatte diese Hexensuppe zubereitet – 100 Portionen. Ob sie reichen?

 

Rund 100 Portionen Hexensuppe

Für die rund 100 Portionen bedarf es vieler Zutaten im Kilo-Bereich, so Schweinefleisch, Karotten, Zwiebeln, Paprika, Kartoffeln und natürlich auch Gewürze. Um auch dem Umweltschutz gerecht zu werden, wird diese Suppe im Porzellansuppenteller und mit richtigem Löffel ausgegeben.

Pünktlich um 11 Uhr trafen die Rußhexen – noch ohne Ruß an den Händen – im Radlerheim ein und ließen sich dieses „zweite Frühstück“ munden. Das Radlerheim war schnell voll belegt.

Ein bekannter Gast springt mit

Wulf Wager und Martin Dietz lassen sich die Hexensuppe schmecken. Foto: Baiker

Als Rußhexe springen dürfen nur Jungs ab 16 Jahren und Männer ohne Altersbegrenzung. Unter den Hexen ließ es sich ein in Empfingen bekannter Gast – Moderator, Musiker und Komödiant Wulf Wager – eine Hexensuppe munden. Er hat sich vorgenommen, mitzuspringen.

Wie kam er zu dieser Ehre? Thomas Joachim hatte ihn beim Hohenzollern-Markt darauf angesprochen und eingeladen mitzuspringen. Zudem, so Thomas Joachim, müsse Wulf Wager das Rußhexen-Springen erst lernen. Daher darf er nur als „Stift“ mitspringen, mit der Aufgabe, Bier zu holen, wenn es die Hexen dürstet.

Die Hexensuppe wird am Vormittag ausgegeben. Foto: Baiker

Franz Hellstern, 67 Jahre alt, genoss auch seine Hexensuppe. Er springt immer noch mit, wobei er sagt, dass er nicht mehr springt, sondern einfach „spazieren geht“. Aber dabei sein ist alles.