Beim ersten Ortsrundgang mit Bürgermeisterin Kerstin Brenner durch Oberschwandorf machte die Gruppe auch Station beim Friedhof Foto: Sabine Stadler

Dem ersten Rundgang mit Bürgermeisterin Kerstin Brenner durch den Haiterbacher Stadtteil Oberschwandorf schlossen sich fast 50 interessierte Bürger an. Weitere Rundgänge in den anderen Ortsteilen folgen. So am kommenden Samstag in Beihingen.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Roland Hölzle führte die Rathauschefin durch den Ort, informierte über städtische Projekte und tauschte sich mit der interessierten Bürgerschaft aus. Dabei nahm sie auch Anregungen entgegen und war begeistert über den großen Zuspruch zu ihrem neuen Angebot, das sie bereits im Bürgermeister-Wahlkampf ankündigte.

 

Zunächst führte die Wegstrecke vom Startpunkt Dorfplatz beim Bürgerhaus entlang der Freudenstädter Straße. Hier wurde der sanierungsbedürftige Zustand der L 353 Richtung Egenhausen angesprochen. Dies ist dem Regierungspräsidium bekannt und Bürgermeisterin Brenner weiß, dass sich eine Sanierung aufgrund von Sparmaßnahmen und Priorisierungen verzögere.

Eventuell wäre ein eigener Ausbau der mögliche Lösungsweg. Seitens der Bürgerschaft wurden auch optische „Schandflecken“ angesprochen, bei denen die Stadt nur im Gefahrenfall eine rechtliche Handhabe hat. Ortsvorsteher Roland Hölzle ergänzte, dass die Ortsverwaltung dran sei, abgemeldete Autos aus öffentlichen Bereichen zu entfernen.

Die Wegstrecke führte weiter entlang des seit einigen Jahren abgesackten Gehwegs in der Waldachstraße. Dieser wurde mit den immer noch dort befindlichen Bauzäunen gesichert. Der Gehweg soll nicht zu Lasten der Stadt geglättet und mit einem Belag versehen werden, aktuell ist der Bereich geschottert. Das Thema soll in den nächsten Wochen angegangen werden.

Entwicklung im Areal Gutekunst

Beim Areal Gutekunst in der Kapfstraße wurde über den Bebauungsplan Kapf/Waldach gesprochen, wonach 65 Wohneinheiten in sechs Blöcken entstehen sollen. Einen Investor als Bauträger gibt es bereits, für Betreutes Wohnen sei man noch auf der Suche. Auch werde ein Lärmgutachten für das gesamte Quartier erstellt.

Außerdem soll die Waldach renaturiert, begehbar und freundlicher gestaltet werden. Die nächste Station führte auf den Oberschwandorfer Friedhof, eine schöne Anlage mit vielen Bäumen. Dort erklärte Bürgermeisterin Brenner, dass der Bauhof die bemooste Fassade der Aussegnungshalle abdampfen werde.

Nachdem Farbe beziehungsweise Lack abblättern, komme auch ein neuer Anstrich als Sofortmaßnahme bei der WC-Anlage. Dort bildeten sich Stockflecken durch Feuchtigkeit, die vom Hang drückt.

Die Lautsprecheranlage in der Aussegnungshalle wird abgebaut, da die Bestattungsunternehmen inzwischen mobile Systeme einsetzen.

Ausbau in Wiesen- und Blumenstraße

Angesprochen wurde der aktuell in Planung befindliche Ausbau der Wiesen- und Blumenstraße. Der erste Bauabschnitt soll in 2026 starten.

Weiteres Thema war die Vermarktung städtischer Bauplätze, die Parksituation in der Schönblickstraße, die Sicherheit der Schüler auf ihrem Schulweg und die sanierungsbedürftige Schulstraße, die in den folgenden Jahren auf der Agenda stehe.

Brenner präferiert einheitliche Verkehrsregelungen im gesamten Stadtgebiet und eine ansprechende, einheitliche Begrüßung an den Ortseingängen aller Stadtteile. Bisher grüßten dort unterschiedliche Tafeln. Logo- und Designvorschläge sowie die Mitwirkung aus der Bevölkerung sind für diese Maßnahmen willkommen.

Zum Ausklang des ersten Ortsrundgangs wurde eine Einkehr beim Besawirt angeboten.

Die nächsten Termine

Der nächste Ortsrundgang findet am Samstag, 17. Mai in Beihingen statt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Heimatmuseum. Am Samstag, 7. Juni, startet der dritte Rundgang am Rapp-Platz in Unterschwandorf und am Samstag, 19. Juli lädt die Bürgermeisterin zum abschließenden Rundgang in Haiterbach und Altnuifra ein. Die Rundgänge starten immer um 14.30 Uhr und dauern etwa zwei Stunden.