Beim Fußgängerüberweg auf Höhe des Bürgerheims haben die TDVS in der Schwenninger Salinenstraße jüngst einen Fahrbahnteiler installiert. Foto: Mareike Kratt

Jetzt ist realisiert, was die Stadt im Sommer entschieden hatte: Beim Bürgerheim an der Salinenstraße sorgt ein Fahrbahnteiler für mehr Sicherheit – und nicht nur der.

In der vergangenen Woche waren die Technischen Dienste der Stadt Villingen-Schwenningen (TDVS) vor Ort in der Salinenstraße, um das zu installieren, was seit Juli im Raum stand: ein Fahrbahnteiler auf Höhe des Bürgerheims. Er soll zusätzlich zum bereits bestehenden Fußgängerüberweg für mehr Sicherheit für Fußgänger, die die viel befahrene Straße zum Überqueren nutzen, sorgen und den Verkehr drosseln.

 

Wurde am vergangenen Dienstag die hauptsächliche Arbeit erledigt, sollte am Mittwoch noch der Feinschliff folgen, berichtet ein TDVS-Mitarbeiter vor Ort im Gespräch mit unserer Zeitung. Er selber zeigt sich erfreut über die Entscheidung der kleinen Verkehrskommission vom Sommer, sei die Salinenstraße doch von viel Durchgangsverkehr geprägt, das hätten auch konkrete Messungen eindeutig ergeben.

Initiator Gottfried Schmidt

Einer, der bei der damaligen Sitzung der Verkehrskommission anwesend sein durfte, wird sich aber in erster Linie über den Fahrbahnteiler freuen: der Schwenninger und CDA-Kreisvorsitzende Gottfried Schmidt. Er nämlich hatte das Projekt im vergangenen Jahr ins Rollen gebracht – wusste er um das hohe Verkehrsaufkommen in der Salinenstraße und hatte immer wieder beobachtet, dass sich die Autofahrer nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit – 50 Stundenkilometer – hielten und den Zebrastreifen nicht richtig beachteten.

Ausschlaggebend war für Gottfried Schmidt aber vor allem der Standort vor dem Seniorenheim mit Blick auf die Bürgerheim-Bewohner, die die Straße regelmäßig zum Überqueren nutzten, um in den gegenüberliegenden Park zu gelangen. Dabei hatte er auch auf das Seniorenheim am Deutenberg sowie auf das St. Franziskusheim in der Neckarstraße verwiesen, wo es 30er-Zone und ein Ampelsystem gibt.

Wunsch von Schlafampel

So hatte er sich zunächst in einem Brief an Oberbürgermeister Jürgen Roth gewandt und für mehr Sicherheit für eine sogenannte Schlafampel – eine Ampel, die sich erst auf Knopfdruck einschaltet – ausgesprochen.

Nicht ganz seinem eigentlichen Wunsch entsprechend, aber dennoch positiv wurde in der Sommer-Sitzung der kleinen Verkehrskommission über das Thema entschieden – eben mit dem Ergebnis, dass nicht eine Schlafampel, sondern ein Fahrbahnteiler installiert werden soll.

Erneut Tempo 30

Und noch etwas ist im Zuge der neuen Mittelinsel zur Verkehrsberuhigung in der Salinenstraße in der vergangenen Woche eingeführt worden – und zwar zum wiederholten Mal: Tempo 30 auf einer kurzen Strecke von rund 200 Metern auf Höhe des Bürgerheims. Die TDVS-Mitarbeiter hatten die entsprechenden Schilder ebenso am vergangenen Dienstag installiert.

Auf einem kurzen Abschnitt herrscht in der Salinenstraße ab sofort wieder Tempo 30. Foto: Mareike Kratt

Denn nachdem viele Jahre lang in der Salinen- sowie auf Teilstrecken der sich anschließenden Walter-Rathenau-Straße Tempo 30 galt, griff die Geschwindigkeitsbegrenzung in dieser Schwenninger Hauptverkehrsader seit einiger Zeit nur noch auf einem Abschnitt der Walter-Rathenau-Straße kurz vor der Abzweigung zur Villinger Straße. Überall sonst war Tempo 50 erlaubt.

Erfolgreiches Beharren

Gottfried Schmidt indes ist zufrieden: „Ich freue mich, dass durch diese zwei Maßnahmen die Verkehrssicherheit für die Fußgänger, insbesondere für die Bewohner des Bürgerheims, erhöht geworden ist - und ich meinen Beitrag dazu leisten konnte“. Sein Erfolg erbringe den Beweis, dass auch ein Bürger etwas bewegen kann, wenn von einer Sache überzeugt ist, am Ball bleibe – und seinen Wunsch ordentlich und fair vertrete.