Die Gemeinde Ringsheim war im vergangenen Jahr das Ziel vieler Touristen. Foto: Michel

Rund 200.000 Übernachtungen zählt die Gemeinde im vergangenen Jahr. Auch wenn damit eine gute Finanzlage einhergeht, soll Übertourismus verhindert werden.

Ringsheim kann sich 2025 erneut über rund 200.000 Übernachtungen freuen – und belegt damit wieder den fünften Platz in der gesamten Ortenau. Darüber berichtet die Gemeinde in einer Mitteilung. Die genaue Zahl liegt bei 197.081 – dazu kommen mehrere Tausend Übernachtungen in den kleineren Betrieben, die statistisch jedoch nicht erfasst werden.

 

Entscheidend für die imposanten Zahlen ist natürlich die weiterhin stabile Entwicklung des Europa-Parks sowie „Rulantica“, erklärt die Gemeinde. Auch die neue Erlebnisregion samt Erlebnisregion-Card trägt zur guten Entwicklung bei. Dazu kommen engagierte und motivierte Vermieter und Beherbergungsunternehmer.

Mit den rund 200.000 Übernachtungen spielt Ringsheim weiterhin auf den oberen Rängen des Ortenaukreises mit. Nur Rust (1,6 Millionen), Kehl (300.000), Offenburg (260.000) und der Tourismusmagnet Gengenbach (215.000) liegen in der Gästegunst derzeit noch vor Ringsheim.

Gemeinde will Übertourismus verhindern

Mit den erfreulichen Zahlen bleibt eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für die Gemeinde erhalten. „Der Tourismus ist mittlerweile unser wichtigster Wirtschaftszweig. Durch die wirtschaftlichen Erfolge auf diesem Sektor stehen wir als Gemeinde in der derzeit schwierigen Finanzlage der Kommunen noch einigermaßen gut da, auch wenn wir die Gesamtentwicklung engerer Budgets auch schon spüren“ sagt dazu Bürgermeister Pascal Weber. „Und dennoch gilt für uns in Ringsheim weiter: Wir wollen Dorf bleiben und keinen Übertourismus im Ort. Dieses Ziel verfolgen wir mit verschiedensten Maßnahmen, die auch wirken und Lenkungswirkung entfalten – zuletzt die Änderungen in Bebauungsplänen sowie die Umwandlungsprämie zugunsten von Dauerwohnungen.“

Die Entwicklung des Tourismus in Ringsheim ist dabei in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Waren es im Jahr 2017 noch 25.000 Übernachtungen, konnten schon 2020 rund 50.000 Übernachtungen gezählt werden. 2022 überschritt man erstmals 100.000 Übernachtungen. Nicht in den Zahlen für Ringsheim miteingerechnet sind die Gäste im gemeinsamen ZVT-Gebiet der Gemeinden Rust und Ringsheim – also insbesondere im Hotel „Kronasar“. Dieses Gebiet wächst weiter dynamisch, die Einnahmen dort (unter anderem Grundsteuer und Gewerbesteuer) teilen sich die beiden tragenden Gemeinden je hälftig, heißt es in der Mitteilung weiter.