Ihre Premiere beim Umzug in Alpirsbach meisterte Bürgermeisterin Vanessa Schmidt bravourös. Mit dem Narrenmarsch erfreute sie die Menge.
Alle Jahre wieder nehmen die Narren in der Krähenbadstraße Aufstellung. Insgesamt kamen am Sonntag rund 1700 Hästräger in 40 Gruppen zum Umzug, dessen Motto in diesem Jahr „Närrische Galaxie – völlig losgelöst“ lautete.
Auf dem Narrenratswagen, der vor dem Rathaus stand, hatten sich einige Narrenräte versammelt und auch Bürgermeisterin Vanessa Schmidt im silbernen Outfit. Dieter Pfaff begrüßte die Bürgermeisterin, die in dieser Funktion das erste Mal am Umzug in Alpirsbach teilnahm. Er hatte direkt eine Aufgabe für sie: Schmidt sollte den Narrenmarsch singen. Und sie kniff nicht. Zur Begeisterung der vielen Zuschauer gab die Bürgermeisterin am Mikrofon alles.
Strecke gesäumt von mehr als 2000 Narren
Pfaff erzählte die Geschichte der Narrenzunft, die im Februar 1974 gegründet wurde. Bereits ein Jahr später fand der erste Fasnetsumzug statt.
Von Narrenrat Pfaff wurden die vorbeiziehenden Gruppen und Hästräger mit dem Narrenruf sowie den Informationen über die jeweilige Gruppe vorgestellt. Die Strecke wurde von mehr als 2000 Narren gesäumt, die begeistert mitmachten.
Um 14 Uhr startete der 51. Umzug in Alpirsbach und wie immer ging der Büttel mit seiner Schelle voran. Ihm folgten traditionell der Fanfarenzug sowie die Garden und danach die fünf Häs der Narrenzunft Alpirsbach. Es schlossen sich die Musikfreunde an.
Gruppen aus Tübingen, Aidlingen und Wessingen
Eine große Gruppe, rund 100 Hästräger samt Musik, war aus Bad Rippoldsau-Schapbach angereist. Manche Narrenzünfte hatten eine längere Anreise, sie kamen aus Unterkirnach, Aidlingen, Ammerbuch, Villingen, Kirchheim unter Teck, Tübingen, Gärtringen und Wessingen. Auch viele befreundete Narrenzünfte aus der unmittelbaren Nähe waren nach Alpirsbach gekommen.
Immer wieder wurden Hexenpyramiden bewundert und mit dem Narrenruf und viel Applaus gefeiert. Schaurige Teufelsfratzen und ausgefallene Hexenhäs zogen die Zuschauer in ihren Bann.
Behälter randvoll mit Süßigkeiten
Von vielen der Umzugteilnehmer wurden Bonbons in die Zuschauermenge geworfen, aber auch Alkohol wurde manch einem Zuschauer angeboten. Zu sehen war in vielen Gruppen der Narrensamen, der mit Spaß mitmarschierte. Zwischen den verschiedenen Häsgruppen traten immer wieder Musikvereine und Guggenmusiken auf, sie sorgten für musikalische Unterbrechungen.
Der letzten Gruppe schloss sich dann der Narrenratswagen an. Die Behälter waren randvoll, die Süßigkeiten wurden mit vollen Händen in die Zuschauerschar geworfen. Auch die Bürgermeisterin hielt sich nicht zurück. Dem Narrenratswagen folgten einige Hundert Zuschauer, die alle ins Haus des Gastes strömten, um dort weiter zu feiern. Bürgermeisterin Schmidt zeigte sich nach dieser Premiere begeistert von der Stimmung beim Umzug.