Die Nationen im Kinzigtal zelebrieren bei vielen Gelegenheiten ihre Herkunft, wie zum Beispiel bei der interkulturellen Woche in Haslach. So gaben türkische Frauen einen Einblick in ihre Kochkunst. Foto: Heppner (Archiv)

37 Nationen leben in Gutach. Grund genug, dass die Gemeinde zu einer „Kulinarischen Tafel“ einlädt. Aber auch im restlichen Kinzigtal gibt es viele andere Nationalitäten.

Unter anderem, um die veschiedenen Nationen die in Gutach leben, zu feiern, , lädt die Gemeinde am Samstag, 9. August, um 17 Uhr zum ersten Mal zur „Langen kulinarischen Tafel“ in den Kurpark ein. Bei dieser handelt es sich um internationales Büfett, zu dem Menschen verschiedener Nationen Gerichte aus ihrer Heimat beitragen. Die Idee zu dieser Veranstaltung gab die Tatsache, dass in dem etwas mehr als 2000 Einwohner umfassenden Gutach 37 verschiedenen Nationen leben. Aber auch in den restlichen Gemeinden im Kinzigtal leben Menschen aus vielen verschiedenen Kultur- und Sprachkreisen.

 

Hofstetten: In Hofstetten leben inklusive der deutschen Menschen 20 unterschiedlicher Nationen. Davon sind sechs Afghanen, fünf Italiener, vier Syrer, zwei Amerikaner, ein Mexikaner, zwei Thailänder. zwei Bosnier, ein Brasilianer, vier Polen, zwölf Ukrainer, ein Brite, 22 Rumänen, drei Ungarn, ein Chinese, ein Russe, fünf Spanier und ein Mensch aus der Dominikanischen Republik.

Wolfach: Nicht ganz 6000 Menschen leben in Wolfach, – und neben der deutschen gibt noch 74 andere Nationen. Die meisten davon, nämlich 95, sind Rumänen. Aber es gibt auch viele Türken (83), Italiener (67), Portugiesen (64), Ukrainer (52) und Polen (48) sowie Ungarn (39). Desweiteren wohnen 32 Russen, 26 Kroaten, 23 Serben, 23 Schweizer, 21 Kasachen sowie Bosnier und 18 Spanier in Wolfach. Das sind die größten Gruppen; es gibt aber och viele andere Nationen, von denen weniger als 17 Menschen in der Stadt beheimatet sind. Die Portugiesen organisieren sich im „Clube Portuguès de Wolfach“ und der „Grupo Portuguès de Carnaval“

Mühlenbach: 13 Rumänen, zwölf Italiener, elf Ukrainer, und sieben Syrer wohnen in Mühlenbach. Außerdem gibt es noch vier Brasilianer, Iraker, Mazedonier und Schweizer. Auf Chinesen, Österreicher, Türken und Ungar entfallen jeweils drei Personen, auf Albaner, Bulgaren, Franzosen und Polen je zwei. Es gibt außerdem einen Bosnier, einen Georgier, einen Kosovaren, einen Portugiesen, einen Russen, einen Slowaken und einen Menschen mit unklarer Herkunft. Insgesamt sind das 23 verschiedene Nationen.

Haslach: In der Stadt Haslach leben Menschen aus 74 Nationen. Das Gros der Nationen sind laut Martin Schwendemann von der Verwaltung mit unter 30 Personen eher „streuhaft“ vertreten, davon wieder fast alle Gruppen sogar unter fünf Personen oder gar Einzelpersonen. Deutsche gibt es demnach 6371; mit 98 Menschen sind die italienischen Mitbürger die drittstärkste Gruppe. Die zweitstärkste sind Menschen aus der Türkei mit 157. Außerdem gibt es 88 Rumänen, 55 Syrer und 57 Syrer Afghanen. Die Italiener waren früher im legendären „Centro Italiano“ organisiert, aber diese Gruppe hat sich mittlerweile aufgelöst.

Hornberg: 65 verschiedenen Nationen. inklusive der deutschen, werden in Hornberg gezählt. Abgesehen von Deutschland stammen die meisten davon aus Rumänien (258), viele andere aus Spanien (72), der Türkei (66), Syrien (56), Italien (53) sowie Kroatien und dem Kosovo (jeweils 50). Die meisten anderen Nationalitäten haben weniger als 50 Zugehörige. In Hornberg gibt es den Spanischen Elternverein und den Verein der Laoten.

Neujahrsserenade Hausach

In Hausach leben mehr als 50 verschiedenen Nationalitäten. Bis zum Jahr 2023 stand jedes Jahr eine davon bei der Neujahrsserenade im Fokus. Bei der Veranstaltung, zu der der historische Verein alljährlich einlädt, blicken die Hausacher am 1. Januar bei Fackelschein und unter der Anwesenheit der Burgwache auf das vergangene Jahr zurück. Bei dieser Gelegenheit präsentierten schon Italiener, Spanier, Polen, Türken, Portugiesen und Griechen ihre Bräuche. Seit 2024 wird ein bestimmtes Thema in den Fokus gestellt. Die Neujahrsserenade war 2015 der Zeitenwende und dem Frieden in der Welt gewidmet.