Die Ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins waren zu Gange und rückten die Historische Burgruine ins rechte Licht Foto: Schwind

Die Helfer des Fördervereins Ruine Albeck lassen das Sulzer Wahrzeichen durch ihren Einsatz wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Es war noch recht frisch mit Temperaturen weit unter zehn Grad an diesem trüben und nebligen Samstagmorgen, dennoch traf sich rund ein Dutzend Helfer des „Fördervereins Ruine Albeck“ zum Arbeitseinsatz und zur Pflege des Ruinengeländes. Und gegen Mittag wurden die Herren und eine Frau um den Fördervereinsvorsitzender Jürgen Hartmann dann tatsächlich noch mit der Sonne belohnt.

 

Pflege der Ruine

Die Sicht soll frei werden

Schon von weitem hörte man den typischen Ton einer Motorsäge. Andere waren mit Gartenschere und schweren Astscheren ausgestattet. Es galt, die historischen Mauern freizuschneiden und den Efeu zu entfernen. „Der Efeu würde sich sonst in die Mauern bohren und die Oberfläche zum Aufplatzen bringen“, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Hartmann. Das Hauptaugenmerk lag aber darauf, die Sicht vom „Schweizer Bänkle“ aus auf die Stadt Sulz freizuschneiden.

Im 11. Jahrhundert erbaut

Den Kern der mittelalterlichen Höhenburg, auf 550 Metern gelegen, bildet der große rechteckige Palas in stark französisch beeinflussten Bauformen.

Die als Stammburg der Grafen von Sulz vermutlich im elften Jahrhundert erbaute Burg Albeck gelangte im 13. Jahrhundert an die Herren von Geroldseck und wurde von diesen ausgebaut. 1473 verzichteten die Geroldsecker auf ihren Besitz und bekamen vom Grafen Eberhard von Württemberg eine Abfindung bezahlt. In den Jahren 1618 bis 1648 folgten wechselnde Besetzungen der Burg durch bayerische Truppen. Nach dem großen Sulzer Stadtbrand von 1794 wurden vor allem die Ringmauern als Steinbruch zum Wiederaufbau der Stadt benutzt. Später ging die Burg mit einem dazugehörigen Gut an die Freiherren von Hayn. Von Herrn von Hayn kauft die württembergische Hofdomänenkammer das Rittergut Geroldseck mit Vertrag vom 20. Juli 1864 um 150 000 Gulden. 1969 erwarb ein Doktor Brand aus Lahn die Burgruine für 5 000 Mark von der Hofkammerverwaltung. Nachdem die Stadt Sulz die Ruine 1978 gekauft hatte, kümmerte sich fortan eine Gruppe Engagierter Sulzer Bürger um deren Erhalt. Der Förderverein „Ruine Albeck“ gründete sich dann im Jahr 1995.

Dass die damals zugewachsene Burgruine zu neuem Leben erweckt worden ist hat der Förderverein mit zahlreichen Arbeitsstunden hinbekommen, die seither auch zum Erhalt des Sulzer Wahrzeichens beitragen. Die Unterhaltung der Ruine sei zwar eine Pflichtaufgabe der Stadt, doch ohne den Förderverein gäbe es das Rondell nicht in der jetzigen Form, auch wäre die Grillstelle nicht gebaut worden.

Wiederaufbau der Stadt

Zum erhalt des Wahrzeichens