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Rugby Spitzenspiel geht an RC Rottweil

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Nicht zu halten war RCR-Kapitän Leonardo Faria, der mit seinem Team gegen den SV StuSta Freimann gewann. Foto: Rudolf

Bei regnerischem, kühlem Wetter empfingen die RCR-Cracks vor 120 Zuschauern im Spitzenspiel der beiden ungeschlagenen Zweitligisten den SV StuSta Freimann (München) und gewannen mit 12:3 (0:3).

Das Spiel fand nach reichlichen Niederschlägen auf kaum bespielbarem Terrain statt, das allen Akteuren körperlich alles abverlangte. Die Bayern zeigten sich vor allem in der Anfangsphase als zielstrebigeres Team und zeigten starkes, schnörkelloses Rugby mit drangvollen Kombinationen. So waren sie zu Beginn die dominierende Mannschaft. Die "Schwarz-Gelben" aus Rottweil kämpften in der ersten Spielhälfte mit viel Einsatz und waren in der Defensive stark gefordert.

Dabei waren sie mehr mit Reagieren als mit Agieren beschäftigt. Die Studentenstädter setzten sich in mehreren Phasen immer wieder aussichtsreich vor dem Viertelfeld des RCR fest. Die "Schwarz-Gelben" verloren einige Male durch individuelle Fehler den Ball. Manche Tackles wurden nur halbherzig angegangen und auch bei einigen Standardsituationen wie Gassen und Gedrängen konnten eigene Bälle nicht behauptet und verwertet werden. Es war eine Reihe von Unstimmigkeiten und daraus resultierenden Unsicherheiten, die dem Gastgeber nutzten und ihn stark machten.

Schon in der 7. Minute ging StuSta durch einen Straftritt nach hohem Tackle mit 3:0 in Führung und suchten danach mit Einsatz eine frühe Entscheidung. Die RCR‘ler hatten sich inzwischen besser auf den Gegner eingestellt und setzten sich Mitte der ersten Halbzeit mit mehreren Aktionen im Viertelfeld der Münchner fest, wurden aber immer wieder durch regelwidriges Verhalten (Ball am Boden nicht freigegeben, Vorwurf oder Abseitsstellung) um die Früchte der Arbeit gebracht. Mit hohen Kicks drängten sie die RCR’ler in deren Hälfte zurück.

So kamen sie kurz vor dem Seitenwechsel nach mehreren Rucks (offene Gedränge) einmal über die Mallinie – der Versuch wurde ihnen aber nicht zugesprochen, da sie bei einem Kurzpass das "Ei" regelwidrig nach vorne weitergaben.

Mit knappem Rückstand geht RCR in die Pause

Mit der knappen 3:0-Gästeführung schickten die gut leitende junge Schiedsrichterin Antonia Nussbaumer (Marburg) und ihre Linien-Assistenten Stefan Zimmermann (Karlsruhe) und Simon Wilde (Rottweil) die Cracks in die wohlverdiente Pause.

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften nervös. Immer wieder wechselte der Ballbesitz, nach teilweise dem nassen "Ei" geschuldeten leichteren Fehlern. Nach und nach nahmen die RCR’ler das Heft in die Hand, drängten den Gegner weit in die eigene Hälfte zurück und starteten eine ganze Anzahl vielversprechender Angriffe, die die Bayern immer wieder in Bedrängnis brachten. In der 50. Minute kam der RC Rottweil nach einem druckvollen Sturmangriff über mehrere Richtungswechsel nach mehreren rucks durch 1.-Reihe-Stürmer Martin Ross zum 5:3. Verbinder Tomohiro Tamenari erhöhte die Führung auf 7:3.

Ein weiterer Punktgewinn schien möglich, denn die RCR’ler hielten das Spielgeschehen in der StuSta-Hälfte. Eine Viertelstunde vor Spielende gewannen die "Schwarz-Gelben" den Ball nach einer gegnerischen Gasse und nach gut gespielten Rucks konnten die Platzherren mit schnelle gespielten Kurzpässen die Gäste düpieren und die Führung mit einem Versuch von Schlussspieler Emmanuel Mora nahe der Außenlinie zum 12:3 ausbauen. Die Schlussphase war offen. Trotz aller Anstrengungen mit aller noch verfügbaren Energie konnte sich keine der beiden Teams noch einmal entscheidend durchsetzen und die hart geführte und sehr kräftezehrende Begegnung wurde abgepfiffen.

Tabellensituation

StuSta bleibt mit fünf absolvierten Spielen und 20 Punkten an der Tabellenspitze, der RCR folgt mit vier Spielen und 19 Punkten auf Platz zwei. Das ausgefallene Spiel gegen den MRFC München wurde auf den 23. November verlegt.

RC Rottweil: Markus Brausam, Hennrik Weiss, Martin Ross, Noah Volkers, Petrica Ababei, Rui da Silva, Michael Oswald, Leonardo Faria, Alex Aridov, Ladislau Szani, Lucian David und Filip Turkiewicz (alle Sturm); sowie Andrei Muntean, Tomohiro Tamenari, Sio Kapaga, Costi Croitoru, Antoine Essomba, Bjarne Stern, Emmanuel Mora, Stephan Holpp, Lukas Kästner und Bernard Tsang (alle Verbindung und Drei-Viertel).

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