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Rugby RC Rottweil verliert Aufstiegsspiel

Von
Foto: Fritz Rudolf

Erstligisten SG TV/CfR Pforzheim hat am Samstag mit einem 51:38 (37:5)-Sieg über den gastgebenden RC Rottweil das Relegationsspiel um einen Platz in der 1. Bundesliga gewonnen. Die internationale Truppe aus der Goldstadt spielt somit weiterhin im deutschen Rugby-Oberhaus.

Gut 550 Zuschauer, die sich lautstark bemerkbar machten, erlebten bei idealen Spielverhältnissen ein gutklassiges, spannungsreiches Match, in dem die Pforzheimer immer führten – und erst in der zweiten Hälfte in Gefahr gerieten, als die "Schwarz-Gelben" immer näher kamen. Die erste Halbzeit ging spielerisch klar an die Spielgemeinschaft TV/CfR. Sie begann druckvoll und konzentriert, setzte sich mit ihrem ersten Angriff vor dem Malfeld der RCR’ler fest. Schon nach zwei Minuten konnten sie ihren ersten Versuch legen, nachdem die "Schwarz-Gelben" einen gewonnenen Ball nicht kontrollieren konnten und das "Ei" in die Hände der gegnerischen Drei-Viertel-Reihe kickten, die nach einem Sololauf zum 0:5 vorlegten.

Kurz danach stand es nach einem Straftritt wegen Abseits 0:8. Die Nordschwarzwälder bauten weiter Druck auf, der RCR hielt mit viel Aufwand dagegen. Aber nach einem weiteren Straftritt wegen eines Fouls stand es 0:11. Die RCR‘ler kamen mit eigenen Angriffen ans Viertelfeld der Gäste und konnten nach mehreren Rucks (offene Gedränge) mit dem Versuch des 3.-Reihe-Stürmers Mo Taufateau an der Außenlinie zum 5:11 ablegen. Einer Reihe von weiteren Angriffen fehlte die notwendige Abstimmung und somit die Durchsetzungskraft um sich gegen die starke Defensive der Gäste zu behaupten.

Überhaupt schienen die "Schwarz-Gelben" gehemmt, die Spielvorgaben zwischen Sturm und Hintermannschaft umzusetzen. Zeichen dafür waren auch eine Reihe ungenauer Pässe und nicht optimaler Befreiungskicks. Die Gäste schafften es immer wieder, den Spielfluss der RCR’ler mit guten Attacken zu unterbinden und ihrerseits anzugreifen, damit das Spielgeschehen in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Mitte der ersten Halbzeit kamen sie zu weiteren Versuchen: Nach der gewonnenen Gasse und einigen Rucks konnten sie nach einem Sololauf ihrer starken Schlussspielers zum 5:16 ablegen.

Einen leicht vertändelten Ball nach einem am Ruck bestraften die Gäste und legten nach Versuch und Erhöhung das 5:23 vor. Nach einem Überkick auf den Außen-Drei-Viertel und der erfolgreichen Erhöhung bauten sie Ihren Vorsprung gar auf 5:30 aus. Nach einem weiteren leichtfertig verlorenen Ball, der nach einem hohen Kick von den RCR’lern nicht kontrolliert werden konnte und beim Gegner landete stand es 5:35 und nach der Erhöhung gar 5:37. Mit diesem für den RC Rottweil enttäuschenden Spielstand wurden die Seiten gewechselt.

Nach der intensiven Halbzeitansprache des RCR-Trainers Gustavo Lopez setzten sich die "Schwarz-Gelben" in der Gästehälfte fest, um einen Angriff nach mehreren Rucks durch Erste-Reihe-Stürmer Gabriel Jäger zum 10:37 abschließen. Doch im Gegenzug Ballverlust an der eigenen Gasse, das 10:42 und nach der Erhöhung das 10:44. Nach einem Straftritt und mehreren Rucks konnten die RCR‘ler durch Außen-Drei-Viertel Emmanuel Mora zum 15:44 ablegen und nach seiner Erhöhung stand es 17:44. "Ihr schafft den Anschluss noch, weiter so!", schien mancher der sehr zahlreichen RCR-Fans zu denken und feuerte die heimischen Cracks lautstark zu weiteren Versuchen an. Doch nach einem Gästeangriff konnten die Rottweiler per Befreiungskick nicht sauber klären, den Abpraller nutzen die SG TV/CfR mit Erhöhungskick zum 17:51. Die Reichsstädter konnten durch energische Passangriffe das Spiel wieder in die Hälfte der Gäste verlagern, fanden nach einer Reihe offener Gedränge an der Außenlinie den Weg ins Malfeld und 2.-Reihe-Stürmer Robert Lehmann legte zum 22:51.

RCR-Schlussspieler Costi Croitoru verkürzte zum 24:51. Zehn Minuten vor Spielende wurde Innen-Drei-Viertel Nikolas Rinklin in der eigenen Hälfte angespielt und bereitete mit einem Sprint bis kurz vor das Malfeld einen weiteren RCR-Versuch vor, den wiederum Emmanuel Mora abschloss. Nach der Erhöhung durch Costi Croitoru stand es 31:51. Wenige Minuten vor Spielende fand Verbinder Sio Kapaga nach mehreren Rucks die Lücke in der Pforzheimer Defensive und legte unter den Malstangen zum 36:51 ab. Seine gelungene Erhöhung zum 38:51 markierte auch den Endstand dieser vor allem von den zahlreichen Zuschauern mit großer Spannung erwarteten Auseinandersetzung. Das Spiel stand unter der sehr guten Leitung des Teams um Jonathan Teppler vom bayrischen Rugby-Verband.

Gustavo Lopez (Trainer RC Rottweil): "Unser Ziel war es zunächst, die Standardsituation wie Gedränge und Gassen gegen den starken Pforzheimer Sturm zu gewinnen und deren schnelles Spiel über die Drei-Viertel zu unterbinden. Das haben wir in der ersten Hälfte nicht geschafft und wurden durch die aggressiven Attacken der TV/CfR’ler bestraft. Deren Nadelstiche, vor allem nach leichtfertigen Ballverlusten, saßen. Im zweiten Durchgang konnten wir einiges erfolgreich umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Meine Jungs haben toll gekämpft, den Punkteabstand konnten wir aber nicht entscheidend verkürzen. Wir haben letztlich zu recht verloren. Meine Spieler fanden psychisch wie auch physisch nicht zu ihrem gewohnten Niveau in dieser herausfordernden Begegnung. Das Spiel hat viel Kraft gekostet. Gratulation an die Pforzheimer zu diesem beeindruckenden Spiel. Somit steht im Herbst eine neue Runde für uns in der 2. Bundesliga an. Wir werden weiter an unserem Spielsystem arbeiten und den Aufstieg in die 1. Bundesliga anstreben. Die Mannschaft hat das Potenzial dazu. Alle Spieler bleiben an Bord und haben nach dieser tollen Saison eine kurze Pause wirklich verdient."

RC Rottweil: Markus Brausam, Lucian David, Gabriel Jäger, Robert Lehmann, Noah Volkers, Michael Oswald, Leonardo Faria, Mo Taufeteau, Swen Engelhardt, Tobias Oswald, Rui da Silva, Volker „Paule“ Frick und Martin Storck (alle Sturm); sowie Martin Ross, Sio Kapaga, Nikolas Rinklin, Vincent Holpp, Bjarne Stern, Emmanuel Mora, Costinel Croitoru, Lukas Kästner und Bernard Tsang (alle Verbindung und Drei-Viertel).

Hier kann man sich das Spiel noch mal im Stream anschauen.

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