Rümmingen kann als eine der wenigen Gemeinden im Land einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorlegen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Rümmingen geht mit einem ausgeglichenen Ergebnishaushalt und ohne Schulden ins neue Jahr. Auch eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Keinerlei Beratungsbedarf hatte der Gemeinderat Rümmingen, als es um die Verabschiedung des intensiv vorberatenen Haushaltsplans für 2026 ging, der einstimmig angenommen wurde. Bekanntlich ist Rümmingen eine der wenigen Gemeinden im Land, die einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorlegen kann.

 

Bei den laufenden Kosten erziele man ein ordentliches Ergebnis von 12 100 Euro, erläuterte Bürgermeisterin Joana Carreira. Im Finanzhaushalt seien Investitionen in Höhe von insgesamt 934 000 Euro vorgesehen.

Neu habe der Gemeinderat nichtöffentlich beschlossen, diese Summe um 440 000 Euro für eventuellen weiteren Grunderwerb zu erhöhen. Dies sei problemlos möglich, weil ausreichend liquide Mittel, also Rücklagen, vorhanden seien.

Kredite seien nicht notwendig und auch sämtliche Hebesätze für Steuern und Gebühren blieben unverändert, versicherte Carreira. Nachdem die Gemeinde 2025 die letzten beiden noch laufenden Darlehen vollständig zurückzahlen konnte, weist der Kernhaushalt keine Schulden mehr aus.

Im Ergebnishaushalt schlagen auf der Ausgabenseite vor allem Transferaufwendungen mit gut 2,6 Millionen Euro zu Buche. Allein an den Kreis müssen gut 1,2 Millionen Euro abgeführt werden, 117 000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die Personalkosten sind mit gut 1,9 Millionen Euro veranschlagt und liegen damit trotz der Einpreisung von

Tariferhöhungen nur um rund 10 000 Euro über dem Niveau von 2025. Denn im Laufe des Jahres falle die Stelle einer als Elternzeit-Vertretung eingestellten Erzieherin wieder weg. Die Zahl der Stellen reduziere sich damit von 29,7 auf 28,65, erläuterte die Rathauschefin.

Friedhofsanlage aufwerten

Auf der Einnahmenseite stellen die Einkommensteueranteile mit knapp zwei Millionen Euro den größten Posten dar. Eine verlässlich starke Einnahmequelle ist auch die Gewerbesteuer, die 220 000 Euro generieren soll.

Die größte Investition stellen 326 300 Euro für die Umgestaltung der Schallbacher Straße dar, die aber auch mit 165 700 Euro gefördert wird, so dass dafür unterm Strich nur 160 600 Euro ausgegeben werden müssen.

In die Aufwertung der Friedhofsanlage, die unter anderem neue Hauptwege und einen barrierefreien Zugang erhalten soll, werden 144 000 Euro investiert, für die Erneuerung von Wasserleitungen sind 120 000 Euro, für die Feuerwehr 64 600, für die Aufwertung der Spielplätze 45 000 und für den Umbau des Verkehrsknotens in der Ortsmitte 40 000 Euro reserviert.

Fördergelder erwartet

Weil 16 200 Euro an Fördergeldern erwartet werden, kann die neue Mobilitätsstation am Rathaus für nur 3800 Euro realisiert werden. Zahlreiche weitere kleinere Investitionen – etwa in Schule, Rathaus oder Dorfplatz – runden den Finanzplan ab.