Das Vorgehen von Friedrich Merz in der Migrationsdebatte polarisiert – auch im Kreis Freudenstadt. Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

In einem jüngst veröffentlichten Interview kritisierte Landrat Klaus Michael Rückert seinen Parteikollegen Friedrich Merz (CDU). Unser Leser Helmut Genkinger aus Pfalzgrafenweiler hat dazu folgende Meinung.

Das öffentlichkeitswirksame Interview von Herrn Rückert erstaunt mich als langjähriges CDU-Mitglied (über 40 Jahre).

 

Natürlich ist es Herrn Rückert unbenommen, seine Stimme bei der Bundestagswahl in der intimen Wahlkabine jedem Bewerber oder Partei zu geben, mit der er sich verbunden fühlt.

Als Landrat ist er jedoch für das Wohl seines Landkreises zuständig und diesem verpflichtet. Und dort sind alle Unterkünfte für Asylanten besetzt, es mussten Containerdörfer für illegal Zugereiste und nicht arbeitende junge Leute erbaut werden.

Stimmen der AfD

Damit der illegale Zuzug schnell, noch in dieser Legislaturperiode, hätte verringert werden können, hätte nur die SPD und oder die Grünen dem Vorschlag von Herrn Merz zustimmen müssen, dann hätten die Stimmen der AfD keine entscheidende Rolle gespielt. Im Kreistag unter Leitung von Herrn Rückert werden die Stimmen von der AfD auch billigend in Kauf genommen.

Wortbruch oder Vertragsbruch gibt es auch im Landratsamt (siehe Rechtsstreit mit dem Zweckverband Schwarzbrunnen um Nutzung der Turbine an der Nagoldtalsperre).

Macher sind gefragt

Wie sehr Herr Rückert die Interessen seiner Kreisbewohner wahrnimmt, konnte man schon bei dem Werte zerstörenden und gegen den Willen der Mehrheit der Kreisbewohner installierten Nationalpark Schwarzwald vor über zehn Jahren sehen.

Durch die sich häufenden Attentate ist es wichtig, dass der unkontrollierte Zuzug in unser Land schnell und wirksam eingedämmt wird. Es sind Macher gefragt wie Herr Merz.

Das Interview von Landrat Rückert ist nicht dazu geeignet und schadet der CDU und ihrem Bundestagskandidaten Klaus Mack.

Helmut Genkinger Pfalzgrafenweiler

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