Beate Gut (von links), Ulrike Schnottalla und Gisela Allaut feiern im abgelaufenen Jahr 25 Jahre katholisch-öffentliche Bücherei. Foto: Rainer Bombardi

Ortsvorsteher Jerg blickte bei der Silvesterversammlung auf das Jahr zurück. 2026 sollen in Mundelfingen viele Projekte umgesetzt werden. Auch neue Baugebiete sind zeitnah ein Thema.

„Die Summe aller kleinen und großen Dinge sind es, die ein intaktes Gemeindeleben ausmachen. Darauf können wir berechtigt stolz sein.“ So lautete das positive Fazit, das Ortsvorsteher Michael Jerg in der Silvesterversammlung über die Entwicklung von Mundelfingen zog.

 

In der Aubachhalle hatte er vor rund hundert Gästen den im Jahr 2026 bevorstehenden Bau eines Kunstrasenplatzes für den SV Mundelfingen, die aktuell umgesetzte Stiegsanierung, den fertiggestellten Um- und Anbau an den Kindergarten oder die Erstellung einer barrierefreien Bushaltestelle als Beispiele dieser Entwicklung aufgeführt. Insbesondere dankte er der Stadtverwaltung, die trotz Mehrkosten genehmigte Projekte, wie die Wanderwegverbindung auf Dalben oder die mit deutlichen Mehrkosten veranschlagte Stiegsanierung zeitnah realisiert.

Das Narrentreffen zum 75. Geburtstag der Narrenzunft Kehrwieder zwischen dem 23. und 25. Januar bezeichnete er dank des Zusammenspiels der örtlichen Vereine und der Bereitschaft zur Mithilfe innerhalb der Bevölkerung als einen Höhepunkt zum Jahresanfang. Nur wenige Monate nach dem von mehreren tausend Gästen besuchten Jubiläum der Musikkapelle zum 175. Geburtstag, rückt die 807 Einwohner zählende Gemeinde somit erneut überregional in den Fokus.

Ortsvorsteher Michael Jerg freut sich auf 75 Jahre Narrenzunft Kehrwieder. Foto: Rainer Bombardi

Vereine festigen den Zusammenhalt

Die örtlichen Vereine festigten einmal mehr den generationenübergreifenden innerörtlichen Zusammenhalt. Das örtliche Rote Kreuz und die Feuerwehr waren stets zur Stelle, wenn Hilfe gefordert war. Das DRK trug zudem mit einem öffentlich zugänglichen Defibrillator am Spritzenhaus zu einer erhöhten Sicherheit im Ortskern bei.

Hinzu kam die Gründung einer städtischen Nachbarschaftshilfe, an der sich die Mundelfinger interessiert beteiligen. Hinsichtlich ihres Angebots im Bereich der Bildung bezeichnete Jerg die Gemeinde als bestens aufgestellt. Jerg hob den Kindergarten-Anbau und die kontinuierlich auf dem neusten Stand gehaltene Zweigniederlassung der Schellenberger Schule im Rathaus hervor. Er lobte das seit Beginn ehrenamtlich engagierte Team der katholisch-öffentlichen Bücherei (KÖB), die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte. Die in Verbindung mit dem Kindergarten-Anbau realisierte Standortgarantie für die Bücherei sah er als eine Bestätigung einer erfolgreichen Arbeit der KÖB.

Die auf Initiative des Forsts realisierte Sitzgruppe am Wanderparkplatz, die Belagserneuerung der Friedhofszufahrt inklusive Realisierung eines behindertengerechten Zugangs sowie der Neubau der Heidenbrücke führte Jerg als weitere Bereicherungen an. Er bezeichnete die Innenentwicklung des Ortes in Mundelfingen aufgrund der zahlreichen Sanierungs- und Bauaktivitäten als Selbstläufer und erachtet den Selbstversorgungsgrad mit regenerativer Energie aufgrund der Fülle an Photovoltaikanlagen als vorbildlich.

Defizit im Bereich freierBauplätze

Ein Defizit machte der Ortsvorsteher im Bereich freier Bauplätze aus. Aufgrund der rasanten Entwicklung im Baugebiet des Feldbergblick mit 25 bebauten Plätzen forderte Jerg die Erschließung eines weiteren Neubaugebiets „Im Brühl“ oder „Auf Hofwies“ zeitnah in Angriff zu nehmen. Ergebnisse entsprechender Lärm- und Geruchsgutachten stehen der Realisierung beider Neubaugebiete nicht im Weg. Bürgermeister Patrick Haas sicherte vonseiten der Verwaltung zu, nötigenfalls mit finanziellen Mitteln die Ursachen und die Behebung der im Sommer auftretenden Schnakenproblematik im Ortskern zu unterstützen.

Jungviehweide

Pflege
Etwas getan werden muss auch auf der Jungviehweide von Mundelfingen. Diese ist mit acht Hektar die größte zusammenhängende Streuobstwiese im Schwarzwald-Baar-Kreis. Solch eine große Fläche verlangt Pflege. Die Freunde der Natur Hüfingen haben sich ehrenamtlich bereit erklärt, dort notwendige Maßnahmen zu übernehmen.