Beim Jahresabschluss im Oberndorfer Höhenstadtteil gibt es nicht nur einen Blick zurück – und für Marcus Krämer endlich die Überreichung der Landesehrennadel.
Viel zu berichten hatte Sabine Jaud bei der Jahresabschlusssitzung des Ortschaftsrats im katholischen Gemeindehaus in Hochmössingen. Die Bürgerschaft war der Einladung zu dieser Veranstaltung gerne gefolgt, und auch Bürgermeister Mathias Winter war zur letzten öffentlichen Sitzung des Jahres im am höchsten gelegenen Stadtteil gekommen.
Die Ortsvorsteherin versprach einen unterhaltsamen und informativen Jahresrückblick – und diesen erlebten die Besucher an diesem Abend auch, als die Ortsvorsteherin das nun zu Ende gehende Jahr Revue passieren ließ.
Viele Aktionen
Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen standen die Aktivitäten der Vereine und Institutionen im Ort, die den Bürgern wieder viel Abwechslung geboten und durch zahlreiche Veranstaltungen das Gemeinwesen bereichert hatten. Sportliche Erfolge gehörten ebenso zum Rückblick der Ortsvorsteherin wie Veranstaltungen im und um den Ort.
Die Krötenwanderung, bei der wieder zahlreiche Helfer aktiv waren, wurde thematisiert, und auch der geplante Windpark wurde angesprochen. Jaud erinnerte an das gelungene Fest zur Einweihung der neuen Wanderwege und daran, dass auch innerhalb von Hochmössingen viel verändert und verschönert wurde. Nicht so schnell wie erhofft gehe es beim dringend benötigten Baugebiet „Hinter der Kirche“ zu, da die archäologischen Sondierungsgrabungen einige Befunde erbrachten: Das Denkmalamt fordert weitere Untersuchungen. Jaud gab bekannt, dass man die Überschwemmungsgefahr im Bereich Brandäcker bannen möchte und für diese Baumaßnahme rund 900 000 Euro im Haushalt geplant seien.
Besondere Ehrung
Auch eine ganz besondere Ehrung nahm die Ortsvorsteherin an diesem Abend vor: Zusammen mit Bürgermeister Mathias Winter überreichte sie die Landesehrennadel an Marcus Krämer. Die Ehrung hätte bereits im Mai stattfinden sollen, musste aber damals verschoben werden, da die Ehrennadel nicht zur Verfügung stand.
Der ehemalige Ortsvorsteher Georg Schillinger, profunder Kenner der Hochmössinger Geschichte, präsentierte den Ort, seine bewegte und interessante Geschichte und seine Besonderheiten. Er stellte den Kirchturm St. Otmar vor, dessen unterer Teil bereits 600 Jahre lang am Ortsrand zu sehen ist, und wusste viel über die ebenfalls denkmalgeschützten Agatha- und Antonius-Kapellen zu erzählen. Auch Natur- und Bodendenkmale wie die Käppeles-Linde oder der Hochmössinger Weiher fanden in seinem bemerkenswerten Vortrag Raum.
Das Dankeschön
Zum Ende des Jahresrückblicks galt es, sich bei ehrenamtlich tätigen Bürgern zu bedanken. Die Helfer, die bei der Krötensperrung tatkräftig mitgeholfen hatten, die Menschen die Pflanzen und Grünflächen im Ort pflegen, und auch die Gruppe „Hochmössingen aktiv“, die beim Ehrenamtstag von Bürgermeister Mathias Winter in der Klosterkirche geehrt worden war, wurden mit einem kleinen Dankeschön bedacht. Der Dank von Sabine Jaud galt aber auch den Ortschaftsräten, den Mitarbeitern sowie dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung.