Der April ist seit geraumer Zeit der durchschnittlich niederschlagärmste Monat des Jahres in der Wolfacher Wetterstatistik. Dies wurde auch in diesem Jahr wieder bestätigt, denn es war erneut zu trocken, wenn auch nicht ganz so extrem wie 2007 und 2020.
Besonders die warmen Tage am Ende des Monats sorgten noch für einen Wärmeüberschuss bei der Monatsdurchschnittstemperatur. Auch die Sonne machte Überstunden in beträchtlichem Ausmaß.
Der April begann mit einer stabilen Hochdruckwetterlage. Die eingeflossene trockene Luftmasse verhinderte weitgehend eine Wolkenbildung, sodass im ersten Monatsdrittel fast immer die maximale tägliche Sonnenscheindauer erreicht wurde. Mit Hilfe dieser Sonneneinstrahlung konnte sich die Luft tagsüber mehr erwärmen und erreichte dann vom 3. bis 5. auch Werte oberhalb von 20 Grad. Eine neue Welle polarer Kaltluft ließ die Temperaturen ab dem 6. wieder auf 15 bis 20 Grad absinken, in den klaren Nächten kam es zu leichten Nachtfrösten. Am 11. und 12. sorgte Winddrehung auf Südwest für einen merklichen Temperaturanstieg, erstmals wurde die Sommertagsschwelle von 25 Grad erreicht. Damit war allerdings diese lange Schönwetterlage an ihr Ende gekommen. Die folgenden Tage übernahmen Tiefdruckausläufer mit wieder kühleren Luftmassen und Niederschlägen das Wettergeschehen in der Karwoche.
Auch Ostern, obwohl ziemlich spät im Kalender, zeigte sich mit Temperaturen von unter 15 Grad wenig frühlingshaft, nur der Karsamstag setzte mit 21 Grad bei sonnigem Wetter ein positives Signal. In der Osterwoche selbst kam es noch nicht zu einer Wetterbesserung, Niederschläge und Temperaturen unter 20 Grad bestimmten weiter die Richtung. Am Sonntag nach Ostern waren die letzten Reste des schlechten Wetters abgezogen und man konnte bei wieder etwas ansteigenden Temperaturen die blühende Natur genießen. Bis zum Monatsende gab es nun wieder reichlich Sonnenschein bei steigenden Temperaturen, die am Monatsletzten mit +27 Grad den Monatshöchstwert erreichten.
Die Tagesmitteltemperaturen waren in der ersten Aprilhälfte die meiste Zeit im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt zu warm und erreichten am 5. und vom 10. bis 12. Abweichungen bis zu fünf Grad.
In der Mitte des Monats kühlte es ab
Etwas zu kühl waren die Tage um den 7. Ein weiterer meist zu kühler Abschnitt fiel in die Kar- und Osterwoche, hier lagen die Tagesmittel meist um ein bis zwei Grad unter dem Durchschnitt. Die Wärme kam dann ab dem 27. wieder zurück mit positiven Abweichungen bis vier Grad. Insgesamt hatten die zu warmen Tage ein Übergewicht, sodass der Gesamtmonat am Ende um 1,5 Grad zu warm ausfiel. So war es immerhin der wärmste Aprilmonat seit fünf Jahren.
Bemerkenswert ist in diesem Frühjahr die Tendenz zu längeren niederschlagsfreien Zeiträumen. Das konnte man auch im April wieder beobachten, so waren die ersten zwölf Tage des Monats völlig trocken und auch ab dem 26. folgten nochmals trockene Tage bis über das Monatsende hinaus. Erfreulich war, dass es um und nach der Monatsmitte eine Regenperiode einsetzte, die wenigstens eine Niederschlagsmenge von 54,1 Liter ergab, was 66 Prozent des Monatssolls entsprach. Die ersten vier Monate des Jahres waren bei einer Niederschlagssumme von 285 Liter/qm (74%) deutlich zu trocken, ist aber noch deutlich über 1996 wo in diesem Zeitabschnitt nur 169 Liter/qm gemessen wurden.
Zwölf sonnige Tage mit mindestens zehn Stunden Sonnenschein sorgten in diesem April 2025 für ein ordentliches Plus an Sonnenstunden. Da es um und nach der Monatsmitte ein deutlich reduziertes Angebot an Sonnenschein gab, blieb man mit 202 Stunden doch merklich hinter dem Rekordwert von 2007 mit 279 Stunden zurück und zuletzt war auch 2020 mit 268 Sonnenstunden deutlich sonniger.
Statistik
Monatsmittel: +10,7 GradAbweichung : +1,5 Grad (Mittel 61-90 +2,9 Grad)Maximum: +27,0 Grad am 30.Minimum: -1.8 Grad am 7.Sommertage: 3 Tage (+- 0 Tage)Frosttage: 2 Tage ( - 3 Tage)Bodenfrost (5 cm) 9 Tage Niederschlagssumme: 54,1 Liter/qm (66 %)Größte Tagesmenge: 9,4 Liter/qm am 13. Niederschlagstage: 11 (-5 Tage)Tage mit Schneefall: 0 (-2 Tage)Sonnenscheindauer: 202,1 Stunden (128 %) Heitere Tage: 11 (+7 Tage)Trübe Tage: 8 (-5 Tage)