Oberbürgermeister Dirk Abel, Bürgermeister Ermilio Verrengia und Stadtsprecher Dennis Schmidt schildern ihre prägendsten Momente 2025 und ihre Pläne fürs neue Jahr.
Das Jahr 2025 in Balingen war geprägt von Jubiläen, sportlichen Erfolgen und neuen Projekten. Aber auch von einer schwierigen Haushaltslage, vielen Debatten und Herausforderungen. Oberbürgermeister Dirk Abel, Bürgermeister Ermilio Verrengia und Stadtsprecher Dennis Schmidt lassen das alte Jahr Revue passieren – und werfen einen Blick voraus.
Was war Ihr prägendster Moment im vergangenen Jahr hier in Balingen?
Dirk Abel: All die vielen Feiern und Projekte zu unserem Stadtjubiläum, bei denen sich gezeigt hat, dass alle Stadtteile zusammen unser gemeinsames Balingen bilden. Auch der 3. Platz unseres HBW beim Final Four und der Wiederaufstieg unserer TSG-Fußball in die Regionalliga Südwest waren besonders schöne Momente.
Ermilio Verrengia: Die Gründung der Bürgerstiftung Balingen, einem wirklich wichtigen Zukunftsprojekt für unsere Stadt. Balingen hält zusammen, auch wenn die Zeiten nicht einfach sind.
Dennis Schmidt: Für mich war es der erstmalige Besuch in unserer wunderschönen französischen Partnerstadt Royan mit der offiziellen Delegation im Oktober, den ich auf deutscher Seite organisieren durfte.
Wie feiern Sie Silvester?
Dirk Abel: Beim Skifahren mit Familie und Freunden.
Ermilio Verrengia: Ich feiere Silvester ganz entspannt im Freundeskreis. Wir machen Raclette, spielen gemeinsam ein paar gute Spiele und genießen einfach den Abend. Kein großes Programm, sondern Zeit für Gespräche, Lachen und einen ruhigen Übergang ins neue Jahr.
Dennis Schmidt: Nach einem Weißwurstfrühstück mit Freunden am Morgen abends dann gemütlich daheim. Um 0 Uhr mit den Nachbarn auf der Straße anstoßen und das Feuerwerk bewundern.
Mit welchem Gefühl verabschieden Sie das alte Jahr?
Dirk Abel: 2025 war für Balingen trotz der schwierigen Gesamtlage ein gutes Jahr – dafür bin ich dankbar. Für das Jahr 2026 hoffe ich, dass sich bei uns im Land etwas tut, die Kriegssorgen endlich schwinden und die Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt. Gerade die kommunalen Haushalte brauchen die wirtschaftliche Erholung dringend.
Ermilio Verrengia: Mit dankbarer Erleichterung, dass uns das vergangene Jahr in Balingen von schweren Krisen oder Katastrophen verschont hat. Das ist keineswegs überall der Fall und keine Selbstverständlichkeit.
Dennis Schmidt: Zum Jahresende haben uns in Bezug auf die großen globalen Konflikte Nachrichten erreicht, die zumindest Anlass zur Hoffnung geben, daher gehe ich hoffnungsvoll und mit einer Portion Zuversicht in das neue Jahr.
Gibt es einen Vorsatz fürs neue Jahr, den Sie umsetzen wollen?
Dirk Abel: Weniger essen.
Ermilio Verrengia: Einen klassischen Vorsatz habe ich nicht. Ich nehme mir eher vor, das weiterzuführen, was mir wichtig ist. Aufmerksam zuhören, Dinge mit Augenmaß angehen und mir bei allem Trubel bewusst Zeit für Menschen und Begegnungen zu nehmen. Das ist kein Neujahrsvorsatz im engeren Sinne, aber ein guter Anspruch für das kommende Jahr.
Dennis Schmidt: Keine Vorsätze zu fassen, die von der Realität schnell überholt werden. Das heißt, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennen.
Was sollte sich im neuen Jahr in Ihrer Gemeinde unbedingt verbessern?
Dirk Abel: Balingen ist gut aufgestellt, aber natürlich sollte man immer bestrebt sein, besser zu werden. Es gibt nicht die eine große Sache, sondern es sind mehrere Stellschrauben, an denen wir weiter drehen müssen. Stichworte sind hier unter anderem die Haushaltskonsolidierung, Gebäude- und Sportstättenmanagement, Digitalisierung, die Sanierung und den Ausbau unserer kommunalen Infrastruktur.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten fürs neue Jahr – welcher wäre das?
Dirk Abel: Für Balingen, dass wir einen großen Haushaltsüberschuss erzielen und wir so mehr Investitionen tätigen und Zukunftsprojekte anschieben können.
Ermilio Verrengia: Die Weihnachtsbotschaft verheißt uns Friede auf Erden – ich wünsche mir, dass wir uns im neuen Jahr diesem großen Ziel wieder etwas annähern.
Dennis Schmidt: Dass unserer Gesellschaft und ihre Diskurse weniger gereizt, vorverurteilend und selbstgerecht werden. Dass wir uns stattdessen ernsthaft zuhören – ausgestattet mit der Bereitschaft, den anderen überhaupt verstehen zu wollen, und dem Wissen, dass sich jeder von uns irren kann.