Foto: Kern

Der Gutacher Schwarzwaldverein blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Die Mitglieder steckten viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Veranstaltungen und Wegepflege.

Die 750-Jahr-Feier Gutachs und 125 Jahre Westweg bescherten dem Schwarzwaldverein jede Menge Arbeit über das Übliche hinaus. In der Hauptversammlung im Gasthaus Sonne wurde auf das außergewöhnliche Arbeitspensum zurückgeblickt und Vorschau gehalten.

 

Insgesamt kamen mehr als 2000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusammen. Spitzenreiter war Vorsitzender und Fachwart für Kultur und Heimatpflege Jean-Philippe Naudet, der gemeinsam mit Marcel Paffendorf die Ortsgruppe leitet. Naudet zeigte Einsatz über 598 erfasste Stunden, von denen viele für seine historischen Rückblicke im Rahmen des Jubiläums verwendet wurden. „Eigentlich hast du ein ganzes Faß Wein verdient“, scherzte Wanderwart Mathias Paffendorf beim Verteilen eines „guten Tropfens“ als kleines Dankeschön für das Ehrenamt. Gerhard Blum und Marcel Paffendorf sowie Ellen Blank brachten sich mit jeweils mehr als hundert Stunden für den Verein ein.

Eröffnung des Kurparks zählt zu den Höhepunkten

Viel Zeit wurde investiert in unter anderem Pflege des Wegenetzes, Instandhaltungsarbeiten, Tagungen und mehrere Bewirtungen bei Veranstaltungen. „Allen Helfern gilt unser herzlicher Dank und Respekt und wir hoffen, auch weiter auf euch zählen zu dürfen“, erklärten Naudet und Paffendorf, die im Wechsel über das arbeitsintensive Jahr berichteten.

Co-Vorsitzender Naudet informierte darüber, dass er zwischenzeitlich neben seiner Funktion als Fachwart für Kultur und Heimatpflege im Bezirk Kinzigtal (elf Ortsgruppen) nun auch das gleichnamige Amt in der Region Mitte-Nord (52 Ortsgruppen) übernommen hat.

Zu den Höhepunkten des Vereinsjahrs zählte die feierliche Eröffnung des Kurparks inklusive des Volkswandertags im Oktober. Wanderwart Mathias Paffendorf vermeldete insgesamt 33 Touren mit 481 Teilnehmenden über rund 270 Kilometer.

Viele Angebote funktionieren mittlerweile online

„Unser Team betreut 93 Kilometer Wanderwege“, informierte Wegewart Wolfgang Schwarz. Unter anderem wurden etwa 170 Rauten-Wegzeichen für den Kinzigtalsteig und 42 Zusatztafeln an 27 Standortpfosten für den Schanzenpfad angebracht. Weitere Teilstrecken auf dem Gutacher Betreuungsgebiet werden laut Schwarz folgen.

Viele Angebote im Schwarzwaldverein funktionieren mittlerweile über Online-Meetings und Seminare, teilte Christian Ostgathe, Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit mit. Jüngst wurde überdies ein Whatsapp-Kanal ins Leben gerufen, in dem unter anderem Veranstaltungstermine eingestellt werden. Naturschutzwart Gerhard Blum berichtete über verschiedene Aktivitäten in seinem Ressort, wie die Putzede entlang der Rothaldenstraße und auf dem Büchereck. Jede Menge Unrat wie Batterien und alte Autoreifen wurden der fachgerechten Entsorgung zugeführt. In dem Zusammenhang bedauerte Blum, dass der Zuschuss vom Kreis wegfällt: „Es reichte immer für ein gutes Vesper.“ Weiterhin griff er das Thema Ausweisung der Linde zum Naturdenkmal auf (siehe Info).

Wandertermine gibt es im Vereinsheft und online

Das Vereinsjahr sei ereignisreich gewesen und weise viele „Höhenmeter“ auf, honorierte Bürgermeisterstellvertreter Mike Lauble den großen Einsatz der Ortsgruppe im Jubiläumsjahr. Unter seiner Leitung erfolgten die Regularien. Laubles Dank galt allen tatkräftigen Mitwirkenden, insbesondere dem Vorstandsduo Naudet und Paffendorf.

Alle Wandertermine sind im Vereinsheft zu finden. Einige sind anmeldepflichtig aufgrund beschränkter Teilnehmerplätze und der Verköstigung. Weitere Informationen gibt es unter swv-gutach.de.

Linde als Denkmal

Der Schwarzwaldverein Gutach setzt sich für die Ausweisung der großen Linde im Gutacher Lindengarten zum Naturdenkmal ein. Die Ortsgruppe hatte den Antrag dazu bereits im Sommer vergangenen Jahres im Gemeinderat gestellt. Die Ausweisung als Naturdenkmal erfolgt zwar durch die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt, bedarf jedoch der Zustimmung der Gemeinde als Eigentümerin. Seinerzeit wurde beschlossen, den Antrag zu verschieben, weil zuerst mögliche Maßnahmen zur Umgestaltung des Areals besprochen werden sollten.