Sachtleben Bergbau feiert ihre traditionelle Barbarafeier zu Ehren ihrer Schutzpatronin. Das Geschäftsjahr 2025 war von einigen Schwierigkeiten geprägt.
Der Gedenktag der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, war am 4. Dezember. Ihr zu Ehren feierte am Samstag das Wolfacher Bergbauunternehmen Sachtleben seine alljährliche Barbarafeier in der Festhalle. Wie seit Jahren schon, begann die Feier am späten Nachmittag mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Stefan Märkl in der Schlosskapelle zelebrierte.
Die Feier wurde in der festlich geschmückten Festhalle fortgesetzt. Dort wurden die zahlreich erschienenen Gäste von den Geschäftsführern der Sachtleben Bergbau und der Deutschen Baryt-Industrie, Robert Mauerlechner und Benjamin Schöpf, begrüßt.
Wie gewohnt gaben die beiden in einem Zwiegespräch einen Rückblick über den Geschäftsverlauf im ablaufenden Jahr. „Wir freuen uns richtig, dass heute rund 230 Leute aller sechs Firmen Sachtleben Minerals, Sachtleben Bergbau, Deutsche Baryt-Industrie (DBI), Sachtleben Technology, Pontax und, als neues Mitglied der Unternehmensfamilie, der Fluoritwerke Erzgebirge hier sind“, begann Mauerlechner den Dialog mit Schöpf. Dieser wies auf das 125-jährige Bestehen der DBI hin, das bereits ordentlich gefeiert wurde.
Auch für die DBI war 2025 kein leichtes Jahr
Von einem schwierigen konjunkturellen Umfeld mit einigen großen Herausforderungen war außerdem die Rede. Nebenbei ist die Silberproduktion wiederum höher als budgetiert ausgefallen. Weniger erfreulich ist die Mengen- und Preisentwicklung bei Fluss- und Schwerspat-Produkten. Die Märkte schrumpfen in Deutschland und stagnieren international. In den Abbau und die Aufbereitung wurden 2,2 Millionen Euro investiert, im nächsten Jahr werden es über drei Millionen Euro sein.
Auch für die DBI war 2025 kein leichtes Jahr, aber sie steht besser da als ursprünglich erwartet. Die beiden Geschäftsführer bedankten sich bei den Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihr Mitdenken und ihre Treue. „Wir schauen gemeinsam nach vorne und freuen uns auf das nächste, zweifellos wieder herausfordernde Jahr“, schloss Mauerlechner.
Industrielle Basis schrumpft
Ebenso von einem herausfordernden Jahr mit einer schwierigen konjunkturellen Lage in einer schrumpfenden industriellen Basis berichtete Sachtleben-Geschäftsführer Moritz Ostenrieder und wies auf die Glückauf Clara-Stiftung hin, die seit 2016 154 Projekte mit 460 000 Euro gefördert habe.
Anschließend eröffnete er das Buffet. Beim unterhaltsamen Teil der Barbarafeier gab es einen Auftritt des Clowns und Zauberers Raphael Bantle sowie Musik und Tanz mit DJ Tim Schmider. Zu später Stunde erklang noch das Steigerlied, ehe die Feier nachts um halb drei zu Ende ging.
Neue Mitarbeiter, Ehrung und Abschied
Die Geschäftsführung stellte zahlreiche neue Mitarbeiter vor. Anschließend wurde Stefan Bächle für mehr als 20 Jahre in der Grubenwehr geehrt und Elisabeth Laun unter großem Beifall in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.