Ein Jahr nach dem Zusammenschluss der Abteilungen Hugsweier und Langenwinkel zur Feuerwehr-Einsatzabteilung West sehen die Kameraden viele gute Ansätze.
Abteilungskommandant Manuel Erfurt betonte auf der Hauptversammlung am Samstagabend in seinem Jahresbericht, dass der eingeschlagene Weg der einzig Richtige sei. „Nostalgie ist keine Strategie“, unterstrich er, denn der Blick richte sich nach vorne, nicht zurück. In Kameradschaft und Kooperation werde weiter am Zusammenwachsen gearbeitet. „Wir sind leider nicht alle 14 Tage in beiden Dörfern präsent, können so aber eine gesicherte, schlagkräftige Mannschaft stellen“, formulierte Erfurt einen von mehreren Vorteilen, die die neue Einsatzabteilung erzeuge. Nochmals unterstrich er: „Die Fusion war und ist die richtige Entscheidung.“
Die Zahl der Aktiven stieg laut den Ausführungen von Stellvertreter Christian Noll und Mariella Wendlinger (Abteilungsausschuss) auf 39 (plus 3), wozu inoffiziell noch sechs Gastaktive aus anderen Abteilungen der Stadt zu zählen sind, die zusätzliche Dienste bei der Abteilung West absolvieren. Sieben Überstellungen und Neuaufnahmen waren zu verzeichnen, insgesamt neun Aktive absolvierten verschiedene Aus- und Fortbildungen. 386 Stunden absolvierten Kameraden im Rahmen von Brandsicherheitswachen.
Insgesamt wurden 109 Einsätze (plus 22) absolviert. In der Mehrzahl erfolgten diese Einsätze aufgrund von auslösenden Brandmeldeanlagen (75). An Veranstaltungen waren neben Gebäudeführungen unter anderem eine Afterwork-Party, das Mitwirken beim Hugsweierer Ortsjubiläum und beim Langenwinkeler „Weihnachtszauber“ zu nennen, wie auf der Versammlung zu hören war.
Die aus 13 Mitgliedern bestehende Jugendgruppe blickte ebenso auf ihre Aktivitäten des Vorjahrs zurück wie die aus 14 Kameraden bestehende Alters- und Ehrenabteilung. In finanzieller Hinsicht fiel das Ergebnis der Kameradschaftskasse stabil aus, wie Rechner Stefan Roters ausführte.
Aus Sicht des Lahrer Gesamtwehr-Kommandos ging der hauptamtliche Stellvertreter Ralf Wieseke in seinem Grußwort auf verschiedene Themen ein. Er äußerte sich äußerst lobend über den reibungslos absolvierten Prozess des Zusammenschlusses, der weitsichtig und unter enger Einbindung beider Abteilungen zu einem guten Abschluss gebracht worden sei.
Lösungsorientierte Ansätze bei Problemen auf Wache
Darauf gelte es nun, gerade auch in kameradschaftlicher Hinsicht, künftig weiter aufzubauen, ermunterte Wieseke die Kameraden. Wenn es auf der Wache West Probleme gegeben habe, und das sei vorgekommen, verhehlte er nicht, „haben wir stets lösungsorientiert gearbeitet“, hob der stellvertretende Gesamtwehrkommandant ebenso heraus. Die Einsatzabteilung West sei „ein fester Bestandteil innerhalb der Feuerwehr Stadt Lahr“, legte Wieseke dar.
Abschließend ging er darauf ein, was 2026 ansteht – zum Beispiel in struktureller Hinsicht der Ausbau von Sitzwachen, wie bereits 2025 geschehen und die zweite Alarmierung. Das Einsatzgeschehen habe die Notwendigkeit solcher Schritte bereits unter Beweis gestellt.
Beförderungen
Drei Aktive wurden auf der Hauptversammlung befördert. Michelle Krämer und Leonie Meyer wurden zu Feuerwehrfrauen, Christoph Lampart zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Weitere Grußworte von Rudolf Dörfler (Gemeinderat Lahr), Hermann Kleinschmidt (Förderverein Gesamtwehr Lahr) sowie Georg Bader (Ortsvorsteher Hugsweier) rundeten den offiziellen Versammlungsteil ab.