Vorsitzende Ulrike Schmidt (Mitte) dankte Einsatzleiterin Ramona Rehnisch (links) und Rita Schäfer für deren Engagement. Foto: Birkle

Die Ettenheimer Nachbarschaftshilfe hatte 2024 alle Hände voll zu tun. So legte sie mehr als 15 000 Kilometer zurück, um Hilfebedürftigen im Alltag zu unterstützen.

Die Nachbarschaftshilfe hat im Jahr 2024 ihr Engagement für hilfsbedürftige Bürger weiter ausbauen können. Das teilte die Vorsitzende Ulrike Schmidt bei der Mitgliederversammlung im evangelischen Gemeindesaal einer großen Zahl an Mitgliedern und Helfern mit.

 

Schmit begrüßte die Anwesenden und konnte mit Freude mitteilen, dass die Arbeit der Nachbarschaftshilfe nach der schwierigen Zeit der Pandemie wieder kontinuierlich ausgebaut werden konnte und zahlreiche hilfsbedürftige Menschen, insbesondere ältere Mitbürger, Unterstützung erhalten haben.

Die Nachbarschaftshilfe, die laut Schmidt erfreulicherweise von immer mehr Mitgliedern getragen wird, kann im kommenden Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken. In diesem Zusammenhang wird sie gemeinsam mit dem Altenwerk, dem Seniorenrat und der Flüchtlingshilfe „Neustart“ in der „Heim-Ett“ – dem neuen zentralen Angebot in den bisherigen Räumen der Volksbank in der Friedrichstraße – die von der Stadt im Obergeschoss geschaffenen neuen Räume nutzen und damit ein zentrales Angebot für Hilfe, Beratung und Miteinander in der Innenstadt schaffen.

Mehr Helfer, aber auch mehr Einsatzstunden

Die Zahl der Mitglieder habe sich im vergangenen Jahr ebenso erhöht, ebenso die Zahl der Helfer, die für einen kleinen Stundenbetrag Hilfe, Unterstützung und Betreuung zu den Menschen bringen. Die Vorsitzende sprach dafür allen ihren Dank aus.

„Die Nachbarschaftshilfe lebt von den Menschen, die für andere da sind“, stellte Schmidt fest. Sie dankte allen, die mit ihrer Tätigkeit auf vielfältige Weise das Miteinander fördern und stärken, insbesondere der Einsatzleiterin Ramona Rehnisch, Stellvertreterin Rita Schäfer und dem gesamten Vorstand.

Verein stärkt den sozialen Zusammenhalt

Beim Bericht der Einsatzleiterin Ramona Rehnisch wurde anhand der vorgestellten Zahlen deutlich, dass auch im vergangenen Jahr eine intensive und vielfältige Arbeit geleistet wurde: Bereits beim Erstbesuch bei den Hilfebedürftigen wird schon vor der Vermittlung der Hilfe die Situation erfasst – anschließend werden mit der zu betreuenden Person die Bedürfnisse und die zu leistende Hilfe abgeklärt und damit wird gleichzeitig die Basis des Vertrauens geschaffen. Der soziale Zusammenhalt werde auch dadurch gestärkt, berichtete Rehnisch, dass die Hilfesuchenden immer von der gleichen Person betreut würden und so ein individuelles Vertrauensverhältnis entstehen könne.

In insgesamt 2702 Einsatzstunden (2157 Stunden waren es im Vorjahr) wurde von 35 aktiven Helfern (im Vorjahr waren es noch 31) bei 81 Personen (58 im Vorjahr) Hilfe, Unterstützung und Betreuung erbracht. Dabei wurden bei Fahrten zu Ärzten, Krankenhäusern und Praxen, wie auch beim Einkaufen insgesamt 15 821 Kilometer zurückgelegt (12 780 Kilometer im Vorjahr).

Helfer haben ein Minus in der Kasse

Rehnisch dankte auch allen Helfern, vor allem weil diese sich vielfach über die Zeit der Hilfe hinaus engagierten und so in der Lage seien, ein besonderes Vertrauensverhältnis mit den betreuten Menschen zu schaffen. Der Dank der Einsatzleiterin galt auch den Kooperationspartnern und dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung.

Kassenwart Wolfram Bläsi musste für das Jahr 2024 ein Minus von 1708,15 Euro mitteilen. Das könne aber durch die guten Zahlen aus früheren Jahren ausgeglichen werden, so Bläsi. Durch die höhere Zahl der Einsatzstunden stiegen sowohl Einnahmen als auch Ausgaben, zur Deckung trugen laut Kassenwart die Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse bei, sodass das Minus aus der Vereinstätigkeit von 9919,91 Euro auf 1708,15 Euro reduziert werden konnte.