Zum Jahresauftakt blickt unsere Redaktion auf das Jahr 2025 in Meßstetten zurück und wirft einen Blick auf das Jahr 2026 voraus. Es verspricht, ein ereignisreiches zu werden.
Vergleichsweise gut steht die Stadt Meßstetter finanziell da, wenn auch die Lage in der Heubergmetropole längst angespannt ist. Erst kurz vor Weihnachten hat der Gemeinderat das Zahlenwerk für 2026 mit einem Minus im Ergebnishaushalt von rund 1,6 Millionen Euro verabschiedet. Gespart werden musste auch bereits im jüngst abgelaufenen Jahr.
Im Vorwort zum Jahresrückblick der Verwaltung moniert Bürgermeister Frank Schroft, dass die Kommunen vor Ort 80 Prozent der Entscheidungen der „großen Politik“ realisieren und mit Leben füllen müssen, dabei die übertragenen Aufgaben aber nicht im Verhältnis mit den zur Verfügung gestellten Mitteln stünden. Schrofts Fazit: Trotz Defizit im Haushalt habe die Verwaltung im „zurückliegenden Jahr vieles umsetzen und auf den Weg bringen können“. Und auch gesellschaftliche Ereignisse mussten nicht ruhen.
Baugebiet Loh I auf gutem Weg: Seit Oktober 2024 sind die Bauarbeiten im Baugebiet Loh zu Gange. Der Fortschritt war im Jahr 2025 beachtlich; Raum für 19 Wohnbauplätze wird am Blumersberg geschaffen. Für das direkt angrenzende Baugebiet Loh II ist bereits ein Bebauungsplanverfahren im Gange. Und der Blick auf das neu begonnene Jahr lohnt sich: Nach derzeitigem Stand sollen die Bagger in der Jahresmitte vom Gebiet Loh I abrücken. Ab Oktober sollen diese dann in Hartheim – zur Erschließung des Baugebiets „Grund/Hülbenwiesen“ – wieder anrücken. Im ersten Bauabschnitt sind dort 40 Grundstücke vorgesehen.
Turnhallen werden saniert: 2025 wurde der Abschluss der Innensanierung der Bärahalle in Oberdigisheim gefeiert; eine halbe Million Euro investierte die Stadt Meßstetten hierfür. Auch in den kommenden Jahren kümmert sich die Verwaltung um ihre Halleninfrastruktur. In der ersten Jahreshälfte wird die Decke der Turn- und Festhalle im Stadtteil Heinstetten ertüchtigt. Die Generalsanierung der Hossinger Halle ist voraussichtlich 2027 an der Reihe. Diese für das nun anlaufende Jahr geplante Maßnahme wurde aus finanziellen Gründen geschoben.
Baurecht für IIGP geschaffen: Eine richtungsweisende Entscheidung für den Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark Zollernalb hat die Verbandsversammlung am 19. Dezember des Vorjahrs getroffen. Einstimmig wurde der Satzungsbeschluss für den IIGP-Bebauungsplan verabschiedet. Der Weg ist damit frei, um ab sofort die Vermarktung zu forcieren; Gespräche mit Interessenten sind bereits vor dem jüngsten Beschluss geführt worden. Im Februar soll zudem der Rückbau auf dem Gelände der ehemaligen Zollernalb-Kaserne beginnen.
Meßstetter Bürgerempfang: Voll belegt war die Heuberghalle im Juni 2025, als die Verwaltung zum siebten Meßstetter Bürgerempfang einlud. Auf dem Podium mit dabei waren unter anderem „Tatort“-Kommissar Richy Müller, Mountainbike-Goldmedaillengewinnerin Sabine Spitz, Radrennsportler Heinz Betz und Moderator Michael Antwerpes. Im angelaufenen Jahr wird es keinen Bürgerempfang geben; erst wieder im Jahr 2027. Darauf haben sich Stadt und Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsgespräche verständigt.
Woche der Militärmusik: Die Profimusiker der Bundeswehr begeisterten in der „Woche der Militärmusik“ im Juni 2025 Musikliebhaber konzertanter Blasmusik. Mit dabei waren unter anderem das Marinemusikkorps Wilhelmshaven, das Heeresmusikkorps Ulm und das Luftwaffenmusikkorps Erfurt.
Tieringen feiert 750. Geburtstag: Groß gefeiert wurde die erstmalige urkundliche Erwähnung des größten Meßstetter Stadtteils im Jahr 1275 unter anderem mit einem zweitägigen Dorffest am zweiten Juli-Wochenende. Ein Jubiläumswochenende steht in Tieringen auch im Jahr 2026 an: Der Musikverein feiert sein 125-jähriges Bestehen vom 24. bis 26 Juli.
Preis für Digitalisierungsstrategie: Ausgezeichnet wurde die Stadt Meßstetten für ihr Bestreben, zum papierlosen Rathaus zu werden. Eine Jury der „Nürnberg Kommunale“ hat der Stadt den „Digital Award 2025“ verliehen. Die Ehrung würdigte die Einführung der E-Akte.
Meßstetten will Bürgerstiftung einrichten: 100 000 Euro sind im Haushalt 2026 als Grundkapital für eine noch zu gründende Bürgerstiftung vorgesehen. Bürgermeister Schroft hatte das Ansinnen erstmals beim Bürgerempfang ausgesprochen, nun sind die Pläne fortgeschritten. Der Gemeinderat muss in diesem Frühjahr aber noch grünes Licht geben; unter anderem ein Stiftungsrat ist zu wählen.