Seelsorgeeinheit: Von Beuron bis auf die Reichenau – Ministranten erleben auf Pilgerreise viel Gemeinschaft
Haigerloch (ms). Ministranten aus der Seelsorgeeinheit Eyachtal – Haigerloch St. Anna waren kürzlich unterwegs auf einer viertägigen Pilgerwanderung auf die Insel Reichenau. Auf den vier Etappen wurde viel Gemeinschaft erlebt.
Um für die älteren Ministranten zwischen den alle vier Jahre stattfindenden Rom-Wallfahrten ein besonderes Event zu bieten, hat sich die Oberministrantenrunde der Seelsorgeeinheit nach der Erstauflage 2016 erneut zu einer Pilgerwanderung für alle Ministranten ab 13 Jahren entschlossen.
Als landschaftlich schöner und ansprechender Pilgerweg wurde die Strecke von der Erzabtei St. Martin in Beuron auf die Insel Reichenau zum Münster St. Maria und Markus gewählt. Passend dazu lautete das Motto "Lasst uns ziehn zu den Quellen des Lebens".
Nach einer sorgfältigen Vorbereitung war es am ersten Ferientag der Sommerferien dann soweit: 29 Ministrantinnen und Ministranten sowie aktive und ehemalige Oberministranten aus Bittelbronn, Gruol, Haigerloch, Heiligenzimmern und Owingen machten sich auf den Weg. Zum Auftakt der Reise segnete Pfarrer Michael Storost an der Eyachtalhalle in Owingen die Pilgerkreuze aller Teilnehmer und erteilte den Pilgersegen.
Angekommen an der Erzabtei in Beuron, ging es mit einem Rucksack samt Gepäck für alle Tage los und dem ersten Etappenziel Rohrdorf, ein Ortsteil von Meßkirch, entgegen, was mit einem erfrischen Zwischenstopp im Naturfreibad Thalheim optimal ergänzt wurde.
Für die Übernachtungen standen jeweils Gemeindehäuser der örtlichen Pfarreien oder Hallen der Kommunen zur Verfügung. An den Etappenzielen erwarteten die Pilger mit Alexandra Burkhardt und Rosmarie Burger zwei bewährte "Oberküchenmuttis", welche für ein leckeres Abendessen und Frühstück sowie einen reibungslosen Quartierbezug sorgten.
Weiter ging es am zweiten Tag über Meßkirch nach Pfullendorf-Denkingen. Auch hier war ein erfrischendes Bad im Waldfreibad eine tolle Sache, nicht zuletzt, weil man an diesem Tag bei sehr heißem Wetter auf vielen Teerstrecken rund 25 Kilometer absolvierte. Tags darauf trat man die Etappe nach Owingen am Bodensee an, welche bei etwas kühlerem Wetter viel durch Wald führte und schon ein Ankommen am Nachmittag bot. Die verdiente Belohnung war abends das legendäre Gyros der Oberküchenmuttis. Ein gemeinsamer Spielabend rundete diesen dritten Pilgertag ab.
Der letzte Tag war ein kleiner Kampf mit Regen und müden Beinen
So war man mit dem Sonntag auch schon am vierten Pilgertag angelangt. Nach dem Morgenimpuls ging es auf die Schlussetappe in Richtung Reichenau. Zunächst ging es nur etwa sechs Kilometer bis Überlingen, wo dann mit dem Schiff nach Dingelsdorf übergesetzt und oberhalb von Konstanz zielstrebig die Insel Reichenau angesteuert wurde.
Die Füße wurden teilweise immer schwerer und auch Regen begleitete die Gruppe über weite Teile des Tages. Das Pilgerziel schon greifbar nahe, klarte das Wetter aber auf und man meisterte gemeinsam auch noch die letzten Kilometer. Es war geschafft!
Angekommen am Münster St. Maria und Markus wurde mit einem Impuls im Freien sowie einen singenden und klatschenden Einzug ins Münster für das wohlbehaltene und erfolgreiche Ankommen gedankt. An den Reliquien des Heiligen Markus, dessen Evangelium den Pilgerweg mitbegleitete, wurde auch innegehalten.
In der Inselhalle der Gemeinde Reichenau war man am letzten Tag untergebracht, wo alle mit leckeren Hamburgern verwöhnt wurden. Trotz des etwas kühleren Wetters ließen sich etliche Minis den erfrischenden Sprung in den Bodensee nicht nehmen. In gemütlicher Runde klang der Abend aus und viele Eindrücke wurden ausgetauscht.
Zur Belohnung ging es am Tag darauf noch ins nahe Konstanz, wo Zeit zum Bummeln, Flanieren, Genießen oder einfach nur Entspannen am Bodensee bestand. Am späteren Nachmittag wurde dann die Rückfahrt mit der Bahn angetreten. Mit noch mancher Blase an den Füßen, aber auch gestärkt mit einem tollen Gemeinschaftsgefühl, gelebter Spiritualität und bleibenden Eindrücken von einer tollen Landschaft und so mancher Begegnung unterwegs gingen alle erfüllt nach Hause.