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RTL-Castingshow Balladen-Königin gegen den "singenden Poldi"

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Köln - Den Sieg bei der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" haben jahrelang Männer unter sich ausgemacht. Mit Sarah Engels (18) steht am Samstag endlich wieder eine Frau im Finale. Der Haken an der Sache: Sie singt gegen Pietro Lombardi (18) - und der ist ihr Freund.

Frauen haben's bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) traditionell schwer, sie fliegen schneller raus. Nicht etwa, weil sie stimmlich unterlegen wären. Es ist wohl eher so, dass sie rein optisch weniger ankommen. Nicht bei den männlichen Zuschauern wohlgemerkt. Sondern bei den Mädchen. Und die sind bei "DSDS" der entscheidende Faktor. Wenn es darum geht, die Stimme abzugeben, rufen deutlich mehr weibliche Zuschauer in den Call-Centern von RTL an - kostenpflichtig natürlich. Steht das Herz für einen der süßen Jungs in Flammen, wählen sie sich die Finger wund. Was soll's, dass pro Anruf 50 Cent fällig werden. Zahlen ja eh die Eltern. Nur einmal, bei der zweiten Staffel der Castingshow, schaffte es eine Frau: Elli Erl wurde Superstar. Und outete sich als lesbisch.

Nun, in der achten Staffel, könnte zum zweiten Mal eine Frau gewinnen: Sarah Engels aus Hürth bei Köln steht am Samstag im Finale. Obwohl sie eigentlich schon längst draußen war. In der Runde der Top Ten lobte Chefjuror Dieter Bohlen zwar: "Du heißt Engel, und du hast gesungen wie ein Engel." Die Zuschauer jedoch kickten die angehende Fremdsprachenkorrespondentin raus. Vielleicht, weil sie "zu arrogant" rüberkam, wie Sarah kürzlich unter Tränen gestand. "Ich kann es total verstehen, dass die Leute mich gehasst haben", schluchzte sie im Fernsehen.

Zickenkrieg

Zum Glück gab's in dieser Staffel besonders viel Zickenkrieg, Macho-Sprüche, Sexaffärchen und schließlich einen Kreislaufkollaps: Nina Richel (17) aus Hildesheim fühlte sich den Anforderungen psychisch nicht mehr gewachsen, Sarah rückte in Mottoshow drei für sie nach, fand das "megamäßig" und kam offensichtlich auch so bei den Zuschauern an. Dieter Bohlen jedenfalls gilt sie als Balladen-Königin, selbst wenn sie beim Tanzen "ein kleiner Rhythmus-Legastheniker" ist. Dass sie nun ausgerechnet gegen ihren Freund Pietro singen muss - nun ja, nicht optimal, aber auch kein Beinbruch, meint Sarah.

Den hatte Pietro Lombardi ohnehin schon zu Beginn der Mottoshows. Er verletzte sich beim Training am Sandsack, sein gebrochener Fuß war wochenlang geschient. Pietro, "Mini-Jobber" aus Karlsruhe und von Moderator Marco Schreyl zum "singenden Poldi" ernannt, wirkt zwar stets ein wenig geistesabwesend und kann Schreyls Fragen nicht immer folgen. Trotzdem - oder gerade deshalb - ist er der Publikumsliebling. Bohlen lobt, Pietro mache jeden Song zu seinem eigenen. Und Jury-Kollegin Fernanda Brandao meint: "Du hast so viel Wiedererkennungswert. Das ist genau das, was wir hier suchen."

Praktischerweise haben sich die beiden Finalisten nun verliebt. Anfangs hatte RTL noch dementiert, nach dem Halbfinale verkündete Pietro jedoch: "Ich liebe Sarah, und zwar richtig." Sie sei sein "Mädchen Nummer eins, das auf mich und all meine Käppis steht". Für die Quote sicherlich nicht von Nachteil. Obwohl der von einigen Zuschauern erwartete Rosenkrieg wohl ausbleibt. Sie seien ein Paar, aber auch Konkurrenten, räumt Sarah ein. Angst, dass sich das Paar auseinanderlebt, hat sie aber nicht: "Ich glaube, wenn man sich wirklich gern hat, dann bleibt das auch über die Show hinaus so."

Technische Pannen

Gut auch, dass es vor einigen Wochen Verwirrung um die Zuschaueranrufe gab. Die wurden durch eine technische Panne nicht gezählt, die Show musste in der Folgewoche wiederholt werden. Dass so auch das Finale um eine Woche auf den 7. Mai verschoben werden musste, traf sich gut: RTL umging das Duell mit der letzten regulären "Wetten, dass ...?"-Show im ZDF. RTL betont zwar immer wieder, dass man Thomas Gottschalks Sendung nicht fürchte. Vergangenen Samstag schalteten beim ZDF dann doch 9,61 Millionen Zuschauer ein, während es bei DSDS nur 5,9 Millionen waren.

Ob erfundene Panne oder inszenierte Teenager-Liebe: Für die Kölner lohnt sich "DSDS" in jedem Fall. Die Zuschauerzahlen steigen, die Einnahmen stimmen ebenfalls. Und Jury-Chef Bohlen hat bereits das Siegerlied komponiert. Auch wenn der selbst ernannte Poptitan findet, es sei an der Zeit, dass wieder eine Frau gewinnt, ist letztlich wohl egal, wer es singt. Die "DSDS"-Sieger sind meist nach wenigen Monaten wieder vergessen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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