Goldener Empfang für einen Goldenen Athleten: Albstadt und der Radsportverein Tailfingen (RSV) haben den frisch gekürten Weltmeister Philipp-Thies Rapp, geehrt.
Drei Wochen nach seinem historischen Triumph bei der Hallenrad-Weltmeisterschaft in Göppingen hat der RSV Tailfingen und Albstadt seinem neuen Weltmeister Philipp-Thies Rapp einen ehrenden Empfang bereitet.
Rund 70 Gäste des RSV Tailfingen feierten den Kunstradsportler an einem Nachmittag voller Stolz, Anerkennung und Gänsehautmomente im Gasthaus Süßer Grund – einen Sportler, der nicht nur sportlich Außergewöhnliches leistet, sondern auch als Persönlichkeit beeindruckt. RSV-Vorsitzender Norbert Hirt freute sich, dass so viele Vereinsmitglieder, Wegbegleiter, Trainer und Konkurrenten aus ganz Baden-Württemberg sowie die Familie des Weltmeisters gekommen waren.
Humorvoll und nahbar
Philipp-Thies Rapp mal anders kennenlernen konnten sie bei einem Fragespiel – humorvoll, persönlich und nahbar. Danach sorgte ein Videozusammenschnitt des WM-Finales in Göppingen für Gänsehaut. Die beeindruckende Atmosphäre in der EWS-Arena, in der Rapp unter frenetischem Jubel zur Goldmedaille gefahren war, war erneut spürbar.
„Enorme Ausdauer“
Bürgermeister Steve Mall überbrachte, auch im Namen von Oberbürgermeister Roland Tralmer, Glückwünsche der Stadt, würdigte die enorme Disziplin und Ausdauer, die der 23-Jährige auf seinem Weg an die Weltspitze aufgebracht hat, und hob gleichzeitig die kreative Leistung hervor, die diesen Titel überhaupt erst möglich gemacht hatte. Besonders hob Mall die neuartige Übung „freie Stützwaage“ hervor, die Rapp gemeinsam mit Bundestrainer Dieter Maute entwickelt hat und als einziger Athlet weltweit zeigt – sie sei ein sportlicher Meilenstein und ein Symbol für Innovationsgeist im Kunstradsport. Ins Goldene Buch der Stadt Albstadt durfte sich Rapp gemeinsam mit Dieter Maute und Norbert Hirt eintragen. Katharina Schwarz, Vizepräsidentin Hallenradsport beim German Cycling Verband, würdigte in ihrer Ansprache nicht nur die Erfolge, sondern vor allem die Persönlichkeit des jungen Weltmeisters.
Philipp-Thies Rapp sei ein Vorbild für unzählige Nachwuchsathleten. Nicht nur wegen der Medaillen, sondern wegen seiner Haltung, seiner Bescheidenheit und seines unermüdlichen Fleißes. Besondere Anerkennung erhielt auch Dieter Maute, der bei der Weltmeisterschaft seine 100. Goldmedaille als Bundestrainer feierte – eine Zahl, die im Hallenradsport ihresgleichen sucht.
Aushängeschild der Region
Vertreter mehrerer Verbände würdigten Rapps außergewöhnliche Leistungen und seine Bedeutung für die Region: Rolf Niggel, Präsident des Sportkreises Zollernalb, Ulrich Bock, Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit im Württembergischen Radsportverband und Vorsitzender im Radsportbezirk Schwarzwald-Zollern, und Rudolf Münz, Vorsitzender des Radsportkreises Zollern-Eyach. Sie alle verband eine Botschaft: Philipp-Thies Rapp sei nicht nur Weltmeister, sondern ein Aushängeschild für den Sport im Zollernalbkreis.
Zum Abschluss ergriff Philipp-Thies Rapp selbst das Wort. In einer emotionalen Rede dankte er all jenen, die seinen Weg begleitet haben: seiner Familie, seiner Freundin, den Vereinsmitgliedern, seinen Konkurrenten, den Trainern und besonders dem Leiter der Landessportschule, Markus Senft, der seit Jahren optimale Trainingsbedingungen ermöglicht.
Sein tiefster Dank aber galt seinem Trainer und Mentor Dieter Maute, den er als „mehr als nur einen Trainer“ bezeichnete – als einen Menschen, der in jeder Lebenslage ein Ansprechpartner sei.