Beim freien Klepfen kann jeder zeigen was er kann. Foto: Graner

Die Jury hatte es in diesem Jahr wahrlich nicht leicht. Die 42 Nachwuchsklepfer gaben am Samstagnachmittag in der Oberen Hauptstraße in Rottweil ihr Bestes.

Wie viel Kraft und Ausdauer doch in so einem Kinderarm stecken und wie diszipliniert offenbar an der Klepfertechnik gefeilt worden war, erstaunte so manchen Zuschauer. Dabei ging es beim Fünfkampf an der Goaßl aber nicht nur ums Können, sondern auch ums Wissen.

Zum 23. Mal hatten das Kinder- und Jugendreferat und Schuhmachermeister Karl-Heinz Auch mit seine Frau Bettina zum Klepferwettbewerb gerufen. Wie schon im vergangenen Jahr waren fünf Stationen aufgebaut worden. An einem Ständer war ein Gänseflügel befestigt worden, den es zu treffen galt. Gar nicht so einfach.

An der zweiten Station war das Wissen der Klepfer rund um die Goaßl gefragt. Warum knallt die Goaßl überhaupt? „Wegen der Überschallgeschwindigkeit. “Aus was besteht der Stecken? „Aus Weide.“ Und welche Zwicksorten gibt es? Manche Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Nylon, Perlon, Baumwolle!“

Laut, lauter am lautesten

Lautstärke messen war dann vor dem Café Schädle angesagt. Wer klepft am lautesten? Fürs menschliche Ohr waren die Unterschiede kaum wahrnehmbar. Doch auf das Messgerät war verlass.

Wissen rund ums Rössle war bei einer der fünf Stationen gefragt. Foto: Ralf Graner Photodesign

Das Wissen rund um die Rottweiler Rössle galt es an Station vier abzurufen. Kein Problem, für den Klepfernachwuchs. Ist es doch für viele ein großer Traum, später einmal in einem Rössle narren zu dürfen.

Unter den wachsamen Augen der Jurymitglieder Dominikus Sautermeister, Fabian Schüler und Robin Auch absolvierten die Kinder und Jugendlichen die geforderten Disziplinen.

Das sind die Gewinner

Vorderschlag, Rückschlag, Doppelschlag mit links und rechts: Nach dem Freiklepfen, bei dem die Klepfer dann beweisen durften, was sie an der Goaßl alles können, standen die Gewinner in den vier Altersklassen fest.

Die Gewinner

Bei den Sechs- bis Siebenjährigen freute sich Ben Schwenke über den ersten Platz. Platz zwei sicherte sich Fritz Österle, gefolgt von Leo Walz auf Platz drei. Bei den Acht- bis Zehnjährigen schaffte es Maximilian Alt wie schon im vergangenen Jahr auf den ersten Platz. Zweiter wurde Samuel Alt vor Vincent Lochmann auf Rang drei.

Gabriel Storz belegte bei den Elf bis Zwölfjährigen den ersten Platz vor Leonidas Zikidis und Lorian Bytyci. Und Tom Heimburger freute sich bei den 13- bis 15-Jährigen über den ersten Platz, gefolgt von Felix Schöne und Xaver Jauch.