Der MUM-Verein möchte für seinen Ferienzauber einen Ausfall-Zuschuss. Foto: Ralf Graner Photodesign

Die Stadt muss sparen – zu spüren bekommen dies nun auch jene Vereine, die 2026 auf Zuschüsse hoffen. Doch es gibt eine Ausnahme.

Dass die Aussicht auf einen Zuschuss nicht besonders rosig sein dürfte, war zuletzt deutlich geworden, als die ENRW verkündet hatte, die weggefallen Zuschüsse für die Eintrittsgelder der erwachsenen Mitglieder der Rottweiler Schwimmvereine und des Tauchsportclubs im Aquasol mit einer Spende abzufedern. Nun haben es der Rugby-Club, der Eisenbahnersportverein und der MUM-Verein aber dennoch versucht – doch nur einer von ihnen könnte am Mittwoch bei Sitzung des Gemeinderates zum Zuge kommen.

 

Der MUM-Verein/Ferienzauber bittet – wie in den Jahren zuvor – um einen Ausfall-Zuschuss von maximal 10 000 Euro. Ein Fallschirm, der dann aufspringen soll, wenn durch den Wegfall einer Landesförderung 2026 ein finanzielles Defizit abgefedert werden muss. Ein Worst-Case-Szenario, das bereits eintrat – 2023 wurden die gesamten 10 000 Euro, 2024 ein Teilbetrag in Höhe von knapp 4000 Euro benötigt.

Rettungsschirm für den Ferienzauber

Wie Ferienzaubergeschäftsführer Mike Wutta im Antrag des Vereins schreibt, seien es vor allem das Wetter und der Ticketverkauf, die „den finanziellen Ausgang massiv beeinflussen können“. Dem Wegfall des Landeszuschusses wegen der Schließung des MUM-Hauses 2018 (im Schnitt zwischen 16 400 und knapp 18 000 Euro) stehen gestiegene Gagen und natürlich auch die eine oder andere Investition gegenüber. Schließlich wolle man auch konkurrenzfähig bleiben.

Die Stadt will hier finanzielle Rückendeckung geben. „Die Verwaltung sieht die Notwendigkeit der Planungssicherheit für das Festival 2026 und schlägt daher vor, einen Ausfallschuss auf Nachweis in Höhe von maximal 10 000 Euro für den Ferienzauber 2026 zu gewähren“, heißt hierzu in der Vorlage.

Hohe Fahrkosten beim Rugby-Club

Anders sieht es beim Rugby-Club aus. Hatten die Rottweiler Rugby-Spieler im vergangenen Jahr noch einen Fahrkostenzuschuss in Höhe von 5000 Euro für ihre Jugendmannschaften gewährt bekommen, sieht es 2026 schlecht aus. Geschuldet sei dies der „aktuellen Leistungsfähigkeit des städtischen Haushalts“, wie es in der Vorlage für die Gemeinderatssitzung am Mittwoch heißt.

Für den Rugby-Nachwuchs, der zu Spieltagen lange Fahrstrecken mit dem Bus auf sich nehmen muss, ist dies natürlich eine Hiobsbotschaft. Er wird die hochgerechnet etwa 11 000 Euro an Fahrtkosten für die zusammen etwa 5600 Kilometer selbst finanzieren müssen.

Der ESV will modernisieren

Der Eisenbahnersportverein (ESV) will seine 20 Jahre alte Kegelanlage modernisieren. Genauer geht es um die Steuerungs- und Auswertungstechnik, die ausgetauscht werden müsse, so der Verein. Gerechnet wird mit Kosten in Höhe von rund 57 000 Euro. Dafür möchte der Verein bei der Stadt ein zinsloses Darlehen in Höhe von 11 300 Euro beantragen.

Die Belastung für die Stadt, die einen Kredit aufnehmen müsste, liegen bei 2240 Euro. Auch hier schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat vor, den Antrag abzulehnen.