Das Ziel des "TK Elevator Towerrun" ist die Aussichtsplattform in 232 Metern Höhe. Foto: Benner

Der Rottweiler "TK Elevator Testturm" hat am vergangenen Wochenende vierten Geburtstag gefeiert. Wie das Geschäft nach dem Lockdown anläuft und was aus dem "Towerrun 2021" wird, verrät Elisabeth Vogt unserer Redaktion.

Kreis Rottweil - Viele Sportbegeisterte hatten sich auf das etablierte Event gefreut – letztlich war eine Absage aber nicht zu umgehen. Die Veranstaltung des "TK Elevator Towerrun 2021", der ursprünglich am 18. September über die Bühne hätte gehen sollen, war durch die coronabedingten Einschränkungen nicht möglich.

 

Nun äußern sich die Verantwortlichen auf Anfrage: "Eine verantwortungsvolle Durchführung für alle Teilnehmer und insbesondere die Helfer, war nicht umzusetzen", so Elisabeth Vogt vom Veranstaltungsteam. Das übergeordnete Problem: Abstände können beim "höchsten Treppenhauslauf Deutschlands" – diesen klangvollen Spitznamen trägt der "Towerrun" – nur schwer eingehalten werden. Keine Neuigkeit in Pandemie-Geschehen stellt zudem dar, dass Ansteckungen in Innenräumen wahrscheinlicher sind, als an der frischen Luft. Schließlich wolle kein Sportler die 1390 Stufen oder 232 Höhenmeter mit Mund-Nasen-Schutz bewältigen. Und dass bei den ehrgeizigen Athleten auch mal die Ellenbogen ausgefahren werden, wenn es um das Erklimmen der letzten Stufen vor der Zielflagge geht, dürfe auch niemanden wundern.

Veranstalter hatten bis zuletzt Hoffnung

Bis zur letzten Sekunde bibberten die Organisatoren um den Start – die Absage aber war alternativlos: Das Event – seit 2019 sogar Teil der Deutschen Meisterschaften im Turmlauf – soll am 18. September 2022 wieder unter regulären Bedingungen stattfinden, nachdem schon im Vorjahr kurzerhand ein "virtueller Towerrun" ins Leben gerufen wurde, wie Vogt mitteilt. Die gute Nachricht für die bereits 2021 angemeldeten Profisportler und Hobbyläufer: Der Startplatz konnte übertragen werden. Die Resonanz war aber so groß, dass alle Plätze für die 2022er-Auflage bereits ausgebucht seien, so Vogt weiter. Die Teilnehmer werden per Mail mit weiteren Informationen von den Organisatoren rechtzeitig versorgt. Schließlich könne – insbesondere in Zeiten der Coronavirus-Pandemie – niemand in die Zukunft blicken. Gespannt darf erwartet werden, ob der Streckenrekord von 6:56 Minuten dann gebrochen wird – genug Zeit zum Trainieren bleibt den ambitionierten Läufern jedenfalls.

Aber nicht nur der "Towerrun" zeichnet das Event-Geschehen am "TK Elevator Testturm" in Rottweil aus. Vergangenes Wochenende wurde der vierte Geburtstag von Deutschlands höchster Aussichtsplattform gefeiert. Im Zuge der zahlreichen Lockdowns war auch der Testturm als Sehenswürdigkeit betroffen. Erst am 25. Juni öffnete die Rottweiler Sehenswürdigkeit nach sieben Monaten ohne Gäste seine Pforten wieder: Umso schöner für die Veranstalter, nach geraumer Zeit der Entbehrungen, wieder für die Besucher da zu sein.

Wird der Testturm von Ausflügler trotz pandemiebedingten Einschränkung weiter rege besucht? "Wir sind unter den gegebenen Vorschriften sehr zufrieden, dass so viele neugierige Besucher – teilweise sogar aus aller Welt – den Weg nach Rottweil finden", berichtet Elisabeth Vogt. Über genaue Angaben zu Besucherzahlen herrscht aber Stillschweigen.

Am Jubiläums-Wochenende durften sich die Gäste der Aussichtsplattform über die traditionelle Selfie-Wand freuen und so vor dem neuen farbenfrohen "TK Elevator Design" posieren.

Welche Einschränkungen gibt es aktuell zu beachten? Das "TK-Elevator-Team" hält sich an die Vorschriften des Landes Baden-Württemberg. Momentan findet die 3G-Regel Anwendung. Durch die dynamische Lage können Besucher sich aber über tagesaktuelle Veränderungen der Hygienevorschriften auf der Internetseite informieren.

Hygieneregeln stets im Blick

Fest steht: Im Panorama-Aufzug werden maximal drei Personen gleichzeitig transportiert – mit Wartezeiten müsse daher gerechnet werden. Selbstredend herrscht Maskenpflicht und Abstandhalten ist das oberste Gebot. Auf dem Event-Gelände verstreut finden sich zahlreiche Desinfektions-Mögichkeiten. Elisabeth Vogt ergänzt: "Alle Vorschriften sind auf Plakaten im gesamten Turm abzulesen." Einem sicheren Besuch stehe damit nichts im Wege. Das Team im Rottweiler Testurm habe sich nach kurzer Zeit auf die Situation eingestellt und sei mittlerweile in Gesundheitsfragen routiniert.

Die Besucher würden im Regelfall gelassen auf die Einschränkungen reagieren, wofür Vogt "sehr dankbar" ist. Mit weiteren Lockerungen werde eine noch größere Besucherwelle auf die Rottweiler Attraktion zurollen.