OB-Kandidat Joachim Bloch konzentriert sich auch während der Sommermonate ganz auf den Wahlkampf.
Rottweil - Es ist Sommer und auch die in der Öffentlichkeit bekannten Gesichter Rottweils haben eine Pause verdient. In unserer Serie "Sommerinterview" fragen wir nach, wie sie die Urlaubszeit am liebsten gestalten. Dieses Mal verrät OB-Kandidat Joachim Bloch, wo er sich in Rottweil am liebsten aufhält, was ihn nach Lourdes führte und wohin seine Traumreise gehen würde.
Was ist für Sie ein perfekter Sommerabend?
Ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Nach einer Runde mit dem Rennrad, einigen Bahnen im Freibad oder nach meiner geliebten Waldarbeit zum Ausgleich für meinen Büroalltag lasse ich den Tag gerne auf dem Balkon mit einem gekühlten alkoholfreien Weizenbier von einer heimischen Brauerei ausklingen.
Wohin geht’s in diesem Jahr in den Urlaub?
Ich konzentriere mich voll auf den Wahlkampf.
Wie können Sie dort am besten abschalten?
Als ganz besondereren Ort auf der Rottweiler Gemarkung sehe die Neckarburg-Kapelle – abseits und mitten in freier Natur liegend. An solchen Orten komme ich zur Ruhe und fühle mich unserem Schöpfer am nächsten.
Wie kühlen Sie sich bei großer Hitze ab?
Schwimmend im Freibad.
Sind Sie eher der Strand-, Pool- oder der Bergtyp?
Ganz eindeutig der Bergtyp. Da habe ich die perfekte Mischung aus Fitnesstraining und Naturgenuss.
Mal ehrlich: Reservieren Sie Ihre Liege am Pool?
Ich halte mich von Pools fern und handle nach der Devise: Der Klügere gibt nach.
Käme Camping für Sie noch in Frage?
Auf jeden Fall. Zuletzt habe ich als Radwanderer in einem kleinen Zelt auf der Insel Reichenau campiert.
Bleiben Arbeit und Laptop zu Hause?
Überwiegend. Ich beschränke mich auf ein Smartphone für Notfälle.
Ist Ihr Handy abgeschaltet?
Gegen meinen Willen viel zu oft – bedingt durch die in Deutschland weit verbreiteten Funklöcher.
Ihre Urlaubslektüre?
Die Berichterstattung über den Wahlkampf sowie die Anfragen von Wählern.
Treiben Sie Sport im Urlaub?
Ja: wandern, radeln, schwimmen.
Welchen Trip aus der Jugendzeit würden Sie gerne noch mal wiederholen?
Die Reise nach Lourdes, die ich einst als Soldatenwallfahrt unternommen habe.
Und wohin würde Ihre Traumreise gehen?
Ziel meiner Traumreise ist das OB-Amtszimmer im Rottweiler Rathaus, was natürlich symbolisch gemeint ist. In der Praxis werde ich viel in der Stadt unterwegs sein.
Wann wollen Sie starten?
Ich bin schon mittendrin auf dem Weg zu diesem Ziel.
Wann haben Sie letztes Mal Urlaub zu Hause gemacht?
Zwangsweise im vergangenen Jahr. Ich war in meiner Reisefreiheit stark eingeschränkt, weil mir das Risiko einer Corona-Impfung zu groß ist.
Welches ist Ihr Lieblingsort im Kreis Rottweil, an dem Sie Ihre Seele baumeln lassen können?
Lieblingsorte sind für mich eher entlegene Stellen, an denen ich eine schöne Aussicht genießen kann. Davon gibt es in und um Rottweil zahlreiche – zum Beispiel das Stadtpanorama von der Tafelgasse aus.
Ihre Lieblingseissorte?
Beim Eis bevorzuge ich hausgemacht aus natürlichen Zutaten.
Welche Musik hören Sie am liebsten im Sommer?
Klassische Musik, zum Beispiel "Carmen" von George Bizet.
Am meisten nervt Sie im Sommer?
Der Lärm von Rasenmähern und hemmungslosen Gaspedal-Helden. Ebenso nervig sind Radler, die meinen, stets Vorfahrt zu haben.
Ihr Lieblings-Sommeressen?
Grobe Bratwurst vom Grill. In dieser Hinsicht ist Rottweil handwerklich gut versorgt.
Ihr Lieblingsgetränk im Sommer?
Möglichst wenig Alkohol, deshalb sehr gerne Radler.
Wie halten Sie’s mit der Kleiderordnung? Müssen Anzug und Krawatte auch bei 35 Grad sein?
Vor Gericht halte ich die klassische Kleiderordnung aus Respekt für angemessen. Ich habe jedoch kein Verständnis für offensichtlichen Krawattenzwang in Banken, selbst im Hochsommer, während sich Damen recht locker kleiden dürfen.
Was steht bei Ihnen nach den Ferien als wichtigstes Projekt an?
Falls ich OB werde, möchte ich schleunigst die Auswirkungen der explodierenden Energiepreise auf den städtischen Haushalt prüfen lassen und die Einwohnerschaft offen und ehrlich über drohende Einschränkungen informieren.