Von Rottweil aus will die Firma „Primetime Promotion“ den deutschen Boxsport wieder mehr ins Rampenlicht bringen. Vor allem im Fokus: Profi Ardian Krasniqi.
Die Die goldenen Zeiten des Boxens in Deutschland sind schon einige Jahre her. Damals, als die Klitschko-Brüder oder Henry Maske die Hallen füllten und ein Millionenpublikum zur besten Sendezeit vor dem Fernseher saß.
Die Rottweiler Firma „Primetime Promotion“ möchte diese Zeiten wieder aufleben lassen. „Ein Comeback des deutschen Boxsports“ – so formuliert der Vermarkter in einer Pressemitteilung zu einem Medientag sein Ziel. „Wir wollen den Boxsport in Deutschland wiederbeleben. Unser Ziel sind volle Arenen, große Namen, große TV-Formate“, sagt Klaus Müller, einer von zwei Geschäftsführern bei „Primetime Promotion“.
Sportliches Aushängeschild des Vermarkters, der im Jahr 2024 gegründet wurde, ist der Rottweiler Profiboxer Ardian Krasniqi. Der Neffe von Luan Krasniqi steht bei einer Profi-Bilanz von elf Siegen in elf Kämpfen. Zuletzt verteidigte er seinen WBO-Interkontinental-Titel vor 2000 Zuschauern im Sindelfinger Glaspalast.
Kommt es zum Duell mit Simon Zachenhuber?
„Ich bin bereit für die ganz großen Kämpfe – mein Ziel ist ganz klar: nach ganz oben“, sagt Krasniqi, der schön öfter betont hat, dass er eines Tages Weltmeister werden will. „2026 will ich um einen Weltmeistertitel boxen. Am liebsten in Deutschland – vor unseren Fans“, so der 28-Jährige, der eines der Gesichter des deutschen Boxsports ist.
Genau wie Simon Zachenhuber, der Krasniqi bereits öffentlich herausgefordert hat. Bei einer Talkrunde der „Stuttgarter Zeitung“ bekräftigte er seine Bereitschaft, gegen den Rottweiler anzutreten und dafür sogar eine Gewichtsklasse nach oben zu wechseln.
„Wenn es ein deutsch-deutsches Duell braucht, dann bin ich bereit. Ich schrecke nicht zurück vor Kämpfen gegen starke deutsche Boxer wie zum Beispiel Simon Zachenhuber. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen passen – aber ich bin bereit für jeden, der oben mitspielen will“, öffnete nun auch Ardian Krasniqi einem solchen Kampf, der das deutsche Boxen nach vorne bringen könnte, die Tür.
Ein Event in der Region noch in diesem Jahr
Wann dieser Kampf, auf den Medien und Boxfans gleichermaßen warten, stattfinden könnte, ist noch völlig offen. Klar ist aber: Noch in diesem Jahr soll es ein weiteres Event in der Region geben. Im Jahr 2026 „sind zwei bis drei Großveranstaltungen im süddeutschen Raum geplant“, heißt es von „Primetime Promotion“. Das Ziel: „Weltmeisterschaften zurück nach Deutschland bringen. Schluss mit Aufbaukämpfen im Ausland. Schluss mit der Unterrepräsentation deutscher Boxer.“
Mehrer Boxer werden vermarktet
Dafür setzt die Rottweiler Firma nicht nur auf Ardian Krasniqi. Auch dessen Bruder Arianit wird vom Rottweiler Promoter vermarktet. Das Mitglied des deutschen Nationalteams hofft auf eine Nominierung für Olympia 2028. Außerdem gehören Alex Alselo (Karlsruhe) – ehemaliger Deutscher Meister und aktueller WBO-Youth-World-Champion – sowie das Nachwuchstalent Arian Ejupi (Villingen-Schwenningen) zu „Primetime Promotion“.
Mit diesem Team will man die Zukunft des deutschen Boxsports vorantreiben und dabei bis „2027 zur führenden Boxpromotion Deutschlands“ werden, so Klaus Müller.