Während die Narren an der Fasnet unbeschwert durch die Straßen ziehen, hat für die Veranstalter die Sicherheit aller Beteiligten oberste Priorität. Foto: Cools, dpa/Bernd Weißbrod / Montage: Ganter

Während die Narren in den kommenden Tagen feiern, laufen im Hintergrund die Vorbereitungen für einen sicheren Ablauf. Die Stadt Rottweil passt das bewährte Sicherheitskonzept an.

„Vergesset all die Alltagssorgen“ – so heißt es im Text des Rottweiler Narrenmarschs. Für viele ist diese Zeile Sinnbild und eine der tragenden Säulen der Fasnet. Doch während auf den Straßen, in den Lokalen und den Häusern gefeiert wird, steht für die Verantwortlichen im Hintergrund vor allem ein Thema im Fokus: die Sicherheit bei einer Großveranstaltung mit tausenden Besuchern.

 

Die Stadt Rottweil greift daher auch in diesem Jahr auf ein bewährtes Sicherheitskonzept zurück, das an einzelnen Stellen weiterentwickelt wird. Ziel sei es, einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten und zugleich die Sicherheit von Narren, Besuchern und Anwohnern sicherzustellen, erklärt Tobias Hermann, Pressesprecher der Stadt Rottweil.

Punktuell angepasst

Grundlage des Konzepts sei eine enge Abstimmung zwischen Stadtverwaltung, Polizei, Rettungsdiensten und weiteren beteiligten Stellen. Zentrale Elemente des bisherigen Sicherheitskonzepts werden laut Hermann fortgeführt.

Dazu gehören unter anderem bewährte Zufahrtsregelungen, temporäre Straßensperren sowie eine erhöhte Präsenz von Ordnungskräften und Sicherheitspersonal in besonders stark frequentierten Bereichen.

Punktuelle Konzeptanpassung

„Das bestehende Sicherheitskonzept wird auch in diesem Jahr fortgeführt und punktuell angepasst“, so der Pressesprecher. Aus einsatztaktischen Gründen könne die Stadt jedoch keine detaillierten Informationen zu einzelnen Maßnahmen öffentlich machen.

Größere strukturelle Neuerungen seien für die diesjährige Fasnet nicht vorgesehen. Vielmehr liege der Schwerpunkt darauf, bewährte Abläufe weiter zu optimieren und Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zu berücksichtigen. Insbesondere die Lenkung der Besucherströme sowie allgemeine Sicherheitsaspekte spielten dabei eine wichtige Rolle, betont Hermann.

Stolperfallen in den Gassen

Ein Thema, das im Vorfeld der Fasnet immer wieder angesprochen wird, sind mögliche Stolperfallen in den engen Gassen der Innenstadt. Vor allem für Narren unter der Larve mit eingeschränktem Sichtfeld stellen Unebenheiten ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Hintergrund sind noch vorhandene Spuren zurückliegender Glasfaserarbeiten.

Die Stadt habe die betroffenen Bereiche im Blick, so Hermann. Wo erforderlich, würden Nachbesserungen bei den ausführenden Firmen eingefordert. Ob alle Arbeiten rechtzeitig vor Beginn der Fasnet abgeschlossen sein werden, liege jedoch nicht in der Hand der Stadt.

Sanitäranlagen nach Erfahrungswert

Auch die sanitäre Infrastruktur ist Teil der Vorbereitungen. Entlang der bekannten Veranstaltungsbereiche wird erneut eine zusätzliche Sanitärversorgung eingerichtet. Anzahl und Standorte orientieren sich an den Erfahrungen der Vorjahre und sollen bei Bedarf angepasst werden, um Engpässe zu vermeiden.

Kosten noch nicht abschätzbar

Die Kosten für die Begleitung der Fasnet bewegen sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung im üblichen Rahmen. Eine genaue Bezifferung im Vorfeld sei jedoch schwierig, da der tatsächliche Aufwand unter anderem vom erforderlichen Personal- und Sicherheitsbedarf während der Veranstaltungstage abhänge. Eine abschließende Abrechnung erfolge daher erst nach Abschluss der Fasnet.

Positiv hebt Tobias Hermann schließlich die Zusammenarbeit mit der Narrenzunft Rottweil hervor. Diese gestalte sich seit vielen Jahren konstruktiv und vertrauensvoll. Auch in diesem Jahr stehe man in engem Austausch, um die Fasnet gut vorbereitet und im Sinne der Tradition durchführen zu können.