Diamant Lokaj bei seinem Debüt in der 3. Liga: Mit dem SV Sandhausen verlor er gegen den VfB Stuttgart II mit 1:2. Foto: foto2press

Der Rottweiler Diamant Lokaj feierte jüngst sein Debüt in der 3. Liga. Wie es beim SV Sandhausen und dem 20-Jährigen selbst weiter geht, wird sich nach der Saison zeigen.

Am 30. März diesen Jahres war der Tag gekommen: Diamant Lokaj feierte in der Begegnung zwischen seinem SV Sandhausen und dem VfB Stuttgart II nicht nur sein Debüt in der 3. Liga, sondern spielte das erste Mal überhaupt im Profifußball. Der 20-Jährige aus Rottweil ist seit dem Sommer 2023 beim SVS und spielte dort sehr erfolgreich in der U19.

 

Auch wenn die Partie, welche in Großaspach ausgetragen wurde, trotz Führung 1:2 verloren ging, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion: „Darauf habe ich lange hingearbeitet. Mit Anpfiff war die Nervosität weg und wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht.“ Dabei hatte Lokaj schon zu Wochenbeginn ein gutes Gefühl gehabt, der damalige Cheftrainer Kenan Kocak hatte ihn zudem für seine Trainingsleistungen gelobt.

Dank an Kenan Kocak

Eine Woche später wurde Lokaj beim Spiel in Verl dann eingewechselt – es war das letzte von Kocak. Der Cheftrainer trat anschließend zurück. Lokaj schwärmt: „Ich bin der jüngste Spieler im Team, er war wie eine Vater-Figur. Ich halte ihn für einen großartigen Trainer.“ Mittlerweile steckt die Mannschaft noch tiefer im Abstiegskampf, das rettende Ufer ist schon etwas in Sicht. Für Lokaj, der seit dem Trainerwechsel nicht mehr zum Einsatz kam, ist aber klar: „Wir machen so lange weiter, bis es rechnerisch nicht mehr möglich ist.“

Bereits in seiner ersten Saison im Aktivenbereich hat er also schon viele Facetten des „Geschäfts“ erlebt. Schmunzelnd meint er: „Ich habe jetzt schon Höhen und Tiefen gehabt. So schnell schockt mich nichts mehr. In jedem Fall habe ich mich aber fußballerisch und als Person weiterentwickelt.“

Ziel Europameisterschaft

Er sieht vor allem die Körperlichkeit des Spiels als wesentlichen Unterschied zum Jugendbereich an. Hinzu kommt, dass Fehler viel schneller bestraft würden. „Es geht halt um alles. Man spielt um sein tägliches Brot“, so Lokaj. Wo er nächste Saison am Ball ist, lässt er noch offen. Der volle Fokus liegt zunächst auf dem Saisonendspurt mit den Sandhäusern.

Ein Highlight hat er in der zweiten Jahreshälfte zudem schon ausgemacht. Mit der U21 des Kosovos startet er in die Qualifikation zur Europameisterschaft. Dabei geht es unter anderem gegen die Spanier. Lokaj gibt sich aber selbstbewusst und traut seinem Team alles zu. „Wir haben einen überragenden Kader. Der 1. Platz ist unser Ziel.“