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Rottweil Zwischen Parkanlage und Wildnis

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Rund 140 Bürger sind in die Stadthalle zum großen Workshop gekommen. Foto: Schwarzwälder Bote

Der Weg bis zur Eröffnung der Landesgartenschau in Rottweil im Jahr 2028 ist noch lang und zweifelsohne nicht unbeschwerlich – dürfte dafür aber recht spannend werden.

Rottweil (kw). 140 interessierte Bürger absolvieren am Montag zusammen mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung in der Stadthalle erfolgreich die erste gemeinsame Etappe. Ein Bürgerworkshop bildet den Startschuss zur Rahmenplanung für das Gartenschaugelände. Mit dem Ergebnis ist man zufrieden.

Nach zwei Stunden regem Meinungsaustausch an den Thementischen fassen die Moderatoren die Anregungen und Vorschläge zusammen und tragen sie dem Plenum vor. Nichts gehe verloren, sämtliche Notizen würden nochmals gesichtet und in spätere Erwägungen miteinbezogen, wird angekündigt.

"Es geht heute weniger um Details, nicht um den feinen Pinselstrich, sondern mehr um die Rahmenbedingungen", so Oberbürgermeister Ralf Broß. Landschaftsarchitektin Kerstin Winandi vom beauftragten Büro Planstatt Senner aus Überlingen pflichtet ihm bei. Ideen sammeln, Überschriften für die verschiedenen Bereiche suchen und die Charaktere herausarbeiten, das seien die Ziele.

In den Mittelpunkt rückt die Frage: Was passiert mit den Flächen, wenn die Landesgartenschau vorbei ist? "Was soll nach 2028 noch bestehen bleiben", fragt der Rathauschef. Der Punkt Nachhaltigkeit erfährt eine große Bedeutung. Broß spricht den Aspekt Wohnen an und erinnert an die diesjährige Bundesgartenschau in Heilbronn. Dort sei das Wohnen in die Schauflächen integriert gewesen. Der Oberbürgermeister ("Ich habe heute wieder neue Gesichter gesehen") freut sich über die gute Resonanz und wirbt um weitere tatkräftige Beteiligung der Einwohner bei der Gestaltung der Gartenschauflächen.

Die Teilnehmer bekommen zuerst aktuelle Informationen zum Sachstand. Winandi erzählt von etlichen Arbeiten, die im Hintergrund schon angelaufen seien. Im Fokus stünden die Flächen am Neckar, dem Herzstück der Landesgartenschau. In vier Bereiche ist das für die Landesgartenschau vorgesehene Gesamtareal eingeteilt: Das Hauptgelände im Neckartal, das Gebiet entlang des Neckars bis zur Altstadt, die Innenstadt mit dem Stadtgraben sowie die Flächen zwischen Marxstraße und Schrambergerstraße (Rosswasen). An den entsprechenden Tischen bringen sich die Bürger mit ihren Vorstellungen ein. Moderatoren der Stadt sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Die Schriftführer halten die Ideen fest. Wenn man das Grün in der Innenstadt erlebbar machen wolle, müsse der Verkehr raus, ist eine der Äußerungen zu Gestaltungsmaßnahmen in der Innenstadt. Im Neckartal wünschen sich die Bürger nach der Landesgartenschau eine zweigeteilte Nutzung: einmal naturnahe Flächen zur Erholung, ebenso aber auch ein Bereich für Spiel und Sport, ergänzt mit Gastronomie. Der Bereich Rosswasen ("Grüne Lunge der Stadt") sollte in die Landesgartenschau eingebunden werden, sind sich die Teilnehmer einig.

Zur Gestaltung gehen die Meinungen aber weit auseinander: Die Einen können sich eine eigenständige Parkanlage vorstellen. Andere wiederum plädieren dafür, die "Wildnis" zu erhalten. Klare Forderung: Der Musikpavillon muss wieder genutzt werden. Entlang des Neckars werden Sport- und Spielmöglichkeiten mit Abenteuercharakter ins Spiel gebracht. Gleichwohl wird das Gebiet als sensibler ökologischer Bereich gesehen. Ein durchgängiger Radweg wird auch öfters angesprochen.

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