Nachdenklich: Peter Staatsmann und Reinhold UlmschneiderFoto: Theater Foto: Schwarzwälder Bote

Kultur: Der Intendant Peter Staatsmann und der Künstler Reinhold Ulmschneider im Dialog

Rottweil. Das Zimmertheater in Rottweil wird durch die Corona-Pandemie davon abgehalten, Theater zu machen und vor allem zu zeigen. Doch das Theater denke nach wie vor nach, teilt die Intendanz der Presse gegenüber mit, und halte die Gedanken fest. Die erste Folge ist auf dem Internet-Portal von youtube zu sehen.

Die beiden Intendanten Bettina Schültke und Peter Staatsmann sagen: "Wir denken nach über die aktuelle Situation, die uns alle stark beschäftigt, und erforschen in Gesprächen die Rolle der Kunst und der Künstler. Wie können wir in und mit unserem Metier auf die Krise reagieren?" Noch seien die Theater geschlossen und sie wüssten im Moment noch nicht, ab wann sie wieder spielen könnten. Sie seien nicht untätig und dächten nach über Werte und Ethik nach: Wie wollen wir leben? Kooperation oder Konkurrenz? Solidarität oder Egoismus? Spielerisch entwickelten sich im Gespräch Ideen zur Vorbereitung eines künftigen Spielens und Lebens. In der ersten Folge unterhalten sich Peter Staatsmann, Regisseur, Autor und Intendant des Zimmertheaters, und Reinhold Ulmschneider, bildender Künstler aus Rottweil. Beide spannten einen Bogen vom Realismus in der Kunst über Geschichte und Wirtschaftsgeschichte, der Rolle des Naturverständnisses bei Friedrich Hölderlin bis zu den Begriffen Spiel und Basteleien, immer auf das Theater und die bildende Kunst bezogen.

Ulmschneiders Hauptmaterial seiner plastischen Arbeiten sei meist banaler Verpackungskarton, den er virtuos verwandele und mit Naturmaterialien wie Rinde, Wurzeln, Sand und Pflanzenfossilien harmonisch und kontrastreich paare. So entstünden Miniaturen, die zu Bühnen und Kulissen werden für Erlebnisräume, die uns aus der Alltagswahrnehmung entführten.

Weitere Informationen: https://www.youtube.com/watch?v=rJi5TukYzbA

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