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Rottweil Wird Haus in Waldtorstraße abgerissen?

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Derzeit wird das einsturzgefährdete Haus entrümpelt. Foto: Nädele

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Rottweil - Das Haus Waldtorstraße 12 ist im Moment notdürftig gesichert und abgesperrt. Und mittlerweile ist es vom Landesamt für Denkmalpflege nochmals unter die Lupe genommen worden – zum dritten Mal.

Jeder Passant kann es sehen: Das Haus Waldtorstraße 12 wird im Moment entrümpelt. Als sich vor der Fasnet herausgestellt hatte, dass es bei einem Rohrbruch unterspült worden war und dadurch einsturzgefährdet ist, war schnell von Abriss die Rede. Wandteile des Kellers sind ausgebrochen, Teile des Gehwegs brachen ein, so dass Notsicherungsmaßnahmen am Gebäude notwendig und Bereiche des Trottoirs abgesperrt wurden.

Die Stadtverwaltung berichtete, dass der Eigentümer, der mit der Sanierung des Hauses begonnen hatte, plane, das einsturzgefährdete Gebäude abzureißen. Indes: Auch nach der Fasnet lag im Rathaus noch kein Antrag für den Abbruch vor. Vielmehr entwickelte sich eine Kontroverse über die Bedeutung des alten Gemäuers in der Nachbarschaft des Schwarzen Tors. Stefan King, ein Bauforscher mit Verbindung nach Rottweil, meldete sich zu Wort. Demnach stamme das Gebäude von 1569 – als "freistehender, zweigeschossiger Fachwerkbau ist es mit jenen Gebäuden vergleichbar, die einst innerhalb der breiten Marktstraßen standen", ordnete King das Gebäude historisch ein. Nachdem 1875 neue Fensteröffnungen eingeschnitten, ein breites Zwerchhaus aufgesetzt und es verputzt worden war, habe es sein heutiges Erscheinungsbild erhalten. "Dieses Gebäude muss eigentlich unter Denkmalschutz gestellt werden", war für Stefan King klar. Er vermutet, dass es sich beim Haus Waldtorstraße 12 um das Haus der Armbrustschützen handle – mit der entsprechenden Bedeutung für die Stadtgeschichte.

Allerdings waren die Denkmalschützer bei zwei Überprüfungen Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre zu einem anderen Schluss gekommen. Das Gebäude war nicht als Denkmal eingestuft worden. Auf Bitten der Stadtverwaltung gab es nun einen weiteren Termin mit dem Landesamt für Denkmalpflege, um das Haus fachlich in Augenschein zu nehmen. Das Ergebnis liegt der Stadt bislang aber noch nicht vor.

Oberbürgermeister Ralf Broß und Fachbereichsleiter Lothar Huber hatten die Stadträte in einer Sitzung des Bauausschusses vor vier Wochen informiert, dass die aktuelle Bewertung durch das Landesamt noch ausstehe. "Wenn uns diese vorliegt, können wir die weiteren Schritte besprechen", hatte Broß angekündigt. Sollten die Denkmalschützer im dritten Anlauf zu einem anderen Ergebnis kommen, dürfte das weitere Verfahren dadurch komplizierter werden. Das prophezeite zumindest Huber, denn "die Einsturzgefahr besteht natürlich weiterhin – trotz Denkmalschutz". Aus den Reihen der Ausschussmitglieder indes klang vor gut einem Monat die Meinung durch, dass ein Abriss durchaus zu vermeiden sei – wenn man nur wolle.

 
 
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