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Rottweil Von den Abenteuern der "Haselfüße"

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Ein Haselstrauch gab Christoph Frank die Inspiration zu seinen zwei neuen Büchern: "Herr Giftpilz" und "Die Haselfüße". Foto: Siegmeier Foto: Schwarzwälder Bote

Rottweil. Er ist Puppenspieler mit Leib und Seele und vor allem mit Leidenschaft für sein Tun. Doch seit Corona müssen seine geliebten Puppen in der Kiste bleiben – zunächst ein Schock für Christoph Frank und seine Zauberbühne. Doch wer ihn kennt, der weiß, dass ihm die Ideen nicht so schnell ausgehen und er sich schon gleich gar nicht unterkriegen lässt, selbst wenn das Handy beinahe täglich an abgesagte Zauberbühnentermine erinnert.

Haselstrauch als Inspiration

Und so war es um Ostern herum der Haselstrauch in seinem Garten, der ihn inspirierte und in dem plötzlich kleine Trolle, Gnome und andere Gestalten das Licht der Welt erblickten – der Stoff für sein erstes Buch: "Der Haselschatz".

Doch die Geschichte sollte hier noch nicht zu Ende sein. Immer neue Wesen erweckt Christoph Frank zum Leben, immer neue Abenteuer passieren hier. Es wird gebastelt, gebaut, inszeniert, fotografiert. Frank ist ganz in seinem Element, wenngleich "Bücher machen" ja nicht zu seinem Fachgebiet gehört.

Auch seine Herangehensweise ist eine andere als die eines klassischen Buchautors. Als Theatermensch und Puppenspieler überlegt sich Frank die Geschichte aus der Sicht des Publikums. Und so entstehen bei ihm erst die fabelhaften und brillanten Fotos. Die Geschichte kommt dann erst im nächsten Schritt. "Nicht ganz", meint Christoph Frank, denn freilich lässt er die Figuren wie Kuni und Bert, Herrn Giftpilz und die Schlange Hilda ja längst vor seinem geistigen Auge Geschichten erzählen – während des Fotografierens.

Die Handlung gewinnt immer mehr an Dynamik, so dass bereits die Geschichte für das dritte Büchlein steht, verrät Frank. Vor wenigen Tagen ist der zweite Band, "Die Haselfüße" erschienen.

Eine Besonderheit bei seiner Arbeit: Frank muss mit den Jahreszeiten arbeiten. Ein Bild nachholen oder von der ersten Session verwenden – Fehlanzeige.

Eine Entdeckungsreise

Im Vergleich zu Ostern hat sich der Haselstrauch nahezu komplett verändert. Er dient mittlerweile auch der nachbarschaftlichen Kommunikation, wie Frank lachend erzählt. Während der Nachbarsjunge die kleinen Kerle im Strauch lieber aus Abstand mit dem Fernglas beobachtet, bleibt mancher doch erstaunt stehen und fragt sich wohl, was der Herr Frank da inmitten seines Busches macht. Mehr als 1000 Fotos sind zwischenzeitlich entstanden. "Fertig bin ich aber noch nicht", winkt er ab.

In seinem 40-seitigen Bilderbuch "Die Haselfüße" gelingt es Frank vortrefflich, mit nahezu identischen Bilderabfolgen, aber Veränderungen der Fokussierung zwei ganz unterschiedliche Geschichten zu erzählen. Das Bilderbuch ist in der Buchhandlung Klein erhältlich.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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